Springboard Urban – Mein Sprungbrett in die erste eigene London-Wohnung
Mon, Jul 20, 2009
Springboard Urban – Mein Sprungbrett in die erste eigene London-Wohnung
Nun, über den Wohnungsmarkt in London habe ich mich ja bereits ausgiebig ausgelassen. Aber ich möchte an dieser Stelle gerne einmal meine eigene Wohnung vorstellen um einen besseren Eindruck zu vermitteln, was einen Studenten oder jungen Berufstätigen in London so erwarten mag.
Es handelt sich auch richtigerweise nicht um meine erste Wohnung. Meine erste eigene Wohnung war ei
n so genanntes Housesharing in Sudbury Hill, im Nordwesten von London. Allerdings hatte ich einige Probleme mit den Transportwegen zur Uni, die tägliche Busfahrt war nicht unter anderthalb Stunden zu bewältigen, die Gegend gefiel mir auch nicht besonders, ausserdem, und das mag jetzt nach verwöhntem Einzelkind klingen, hatte ich grosse Probleme mir ein Badezimmer mit fünf (!) anderen Personen teilen zu müssen. Ich war nach ca. 3 Monaten reif für einen Umzug. Und nach all meinen Erfahrungen mit der Wohnungssuche, die sich in meinem Blog “Housing in London” und “Housing in London Teil 2″ widerspiegeln, bekam ich eine Anfrage von einem bis dato für mich ungewöhnlichem Projekt. Ein Mann, der sich als Rob vorstellte, sendete mir eine Email mit Bildern und Informationen über ein Projekt dass sich “Springboard Urban” nennt und Wohnungen für junge Berufstätige in zentralen Gegenden von London vermittelt. Vermittelt ist eigentlich der falsche Begriff, Springboard Urban besitzt vielmehr mehrere grosse Häuserblöcke in West Hampstead, Fulham und Shepherds Bush. Das hat schonmal den Vorteil, dass alles zentral organisiert ist und man keine so genannten Estate Agents zwischenschalten muss, was einerseits Geld spart, andererseits aber auch Zeit und Ärgernisse.
Springboard Urban bietet den jungen Berufstätigen (und “Postgraduate students”, also Studenten mit mindestens einem Bachelor-Ab
schluss) eine Art Community an. Neben der Unterkunft organisiert das Unternehmen Veranstaltungen, Partys, Ausflüge und ähnliches. Nicht im Übermaß, aber so weit, dass man von einem gewissen Gemeinschaftsgefühl reden kann. Ausserdem bietet Springboard eine “One Bill & Cost policy” an. Das bedeutet wiederum, dass man einen gewissen Mietpreis bezahlt, der alle Kosten und Gebühren beinhaltet. Neben der Council Tax, der Gemeindesteuer, sind das unter anderem: Fernsehgebueren, Heizung, Gas, Wasser, Strom, Internetflatrate und einen Reinigungsdienst (der allerdings doch etwa 20 Pfund im Monat kostet, was aber immer noch sehr billig ist!!!). Ausserdem sind die Zimmer und Gemeinschaftskuechen voll möbliert und ausgestattet. Wenn etwas fehlt, beispielsweise eine Pfanne, reicht eine kurze Email an den 24/7 anwesenden Gebäudemanager, und es werden zusätzliche Pfannen beschafft. Überhaupt werden Probleme hier unverzüglich und großzügig behandelt.
Das Gebäude ist ausserdem komplett mit Kameras überwacht, sein Fahrrad kann man getrost mal vor der Tür stehen lassen (um dann anschliessend auf Grossbildleinwand bewundern zu dürfen wie es ein Dieb entwendet). Der Reinigungsservice sorgt dafür, dass die Küche jeden Tag blitzeblank ist und das Essen im Kühlschrank auch nicht das Verfallsdatum überschreitet. Die Zimmer selbst haben (überwiegend) ein eigenes Bad mit Dusche und WC, was in London schon als reinster Luxus gilt. Darüber hinaus hat das Gebäude in West Hampstead einen Fernsehraum mit Grossbildleinwand, einen Wintergarten mit Fernseher und Spielekonsole, eine Terrasse, einen Fitnessraum, einen Kickertisch und eine Tischtennisplatte. Man ist also rundum versorgt, was vor allem fuer die jungen Berufstätigen gedacht ist, die sich abends nach Rückkehr von der jeweiligen Arbeit nicht noch Gedanken über Reinigungsarbeiten machen sollen, sondern gemütlich vor der Grossbildleinwand Fernsehen schauen oder auf der eigenen Bude im Internet surfen. Und das in einer völlig ungezwungenen Atmosphäre. Wer sein Privatleben schätzt kommt hier genauso voll auf seine Kosten wie der Gesellschaftsmensch.
Natürlich hat das alles auch seinen Preis. West Hampstead beispielsweise ist eine beliebte Gegend mit exzellenten Transportmöglichkeiten. Für einen ca. 15 Quadratmeter grossen Raum bezahle ich 850 Pfund im Monat, also etwa 900 Euro. Zurück in der Londoner Realität? Auf jeden Fall. Aber die Vorteile sind unübersehbar und wer vorhat sich länger in London aufhalten zu wollen, wegen einer möglichen Anschlussvision nach dem Studium beispielsweise, der hat hier genug Zeit um sich nach einer passenden Bleibe umzuschauen und findet hier genug Gleichgesinnte für eine WG.
Ich bleibe aber vorerst auf dem “Sprungbrett Urban” stehen, trotz der hohen Kosten (die aber im Verhältnis zu Wohnungspreisen in Zentral-London stehen) Ich geniesse jeden morgen meine eigene Dusche und freue mich darüber, dass wenn mal keine Uni ist, ich das ganze Gebäude quasi für mich alleine habe.
Einige interessante Links bezüglich Commuity-Projekten für Studenten/junge Berufstätige:
Springboard Urban – www.springboardurban.co.uk
Nido Student Living – www.nidolondon.com
Unite-Students – www.unite-students.com
Nansen Village – www.nansenvillage.co.uk
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Tags: England, Housing London, London, TASMAC



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