Try or die – Australisches Essen und warum es eigentlich nicht existiert – Erfahrungsbericht von Marlen S. – Auslandssemester Australien

In meinem heutigen Bericht möchte ich mich einem der angenehmeren Dinge des Leben widmen: dem Essen. Das gibt es in Australien natürlich reichlich und in allen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Einwanderer aus aller Herren Länder prägen die Art und Weise, wie heute in Oz gekocht und geschlemmt wird. Die Australische Küche gibt es demnach nicht – von Kängurusteaks und Ähnlichem einmal abgesehen.

Neben Restaurants, die landestypische Gerichte anbieten, spielt daher die so genannte Fusion Cuisine, auch Crossover Cuisine oder ModOZ genannt, eine große Rolle. Dies bezeichnet die (nicht immer erfolgreiche) Vermischung verschiedener Landesküchen und ihrer typischen Zutaten in einem Gericht. Beispiele hierfür sind Süßkartoffelcurry oder englische Pies mit Thai-Chicken Füllung.

Fleisch spielt traditionell eine große Rolle in Australien. Barbies (kurz für Barbecues) werden mit großer Begeisterung zelebriert und kein Innenstadtbummel vergeht, ohne dass man nicht mindestens zehn Schilder entdeckt, die 10$-Steaks offerieren.  Der Preiskampf im Steakmilieu scheint dramatische Ausmaße angenommen zu haben da manche Restaurants offensichtlich 10$-Steaks MIT Pommes UND Salat anbieten. Über Portionsgröße und Qualität dieser Schnäppchen kann ich jedoch, mangels Erfahrung, keine Aussage machen.

Was ich euch jedoch ganz besonders ans Herz legen möchte, sind Australiens Früchte! Die Qualität ist in den meisten Fällen hervorragend, alles ist knackig, frisch und saftig zu erwerben. Während ich mich daheim nie als großer Kiwifan bezeichnen konnte, hat mein täglicher Konsum mittlerweile bedenkliche Ausmaße angenommen. Absolutes Muss für Kiwinistas ist übrigens der Kiwispoon! Dieser ist mit verschiedenen Eigenschaften ausgestattet, die das Aufschneiden und Auslöffeln einer Kiwi so bequem und kleckerfrei wie möglich machen. Eine tolle Erfindung!

Die kulinarische Versorgung am ICMS erlebt ihre Höhen und Tiefen und reicht von sehr lecker bis schwer genießbar. Das Frühstück ist sehr ansprechend: es gibt Saft, verschiedene Sorten Cornflakes und Müsli, Obst, Toast, Wurst, Käse, Marmelade etc. und an manchen Tagen sowie am Wochenende, Eierspeisen. Manchmal findet auch eine Ladung frischer Croissants ihren Weg zum ICMS. Der Standard  beim Mittag und Abendessen ist mit deutschem Mensaniveau vergleichbar, man kann es durchaus essen, kulinarische Hochkunst sieht jedoch anders aus. Dies ist nach Meinung vieler, für ein College, das auf Hospitality ausgerichtet ist, nicht ausreichend. On-Campus Studenten haben den Vorteil, dass sie kostenlos im collegeeignen Great Dining Room, einem Restaurant dass der Öffentlichkeit zugänglich ist, speisen können. Es wird ein Menü serviert, was bedeutet, dass man Zeit mitbringen sollte – wohl einer der Gründe warum viele von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen. Im Courtyard Café besteht zudem unter der Woche die Möglichkeit Kaffee, Muffins und andere Kuchen, Kekse, Softgetränke, Snacks sowie Mittagessen käuflich zu erwerben. Für mitternächtliche Heißhunger- oder Durstattacken stehen ein Snack- und Getränkeautomat bereit.

Ich hoffe, euch Australien mit diesem Bericht etwas schmackhaft gemacht zu haben. Essen muss der Mensch sowieso und hier habt ihr die Gelegenheit euch an Dinge heran zu trauen, die ihr zu Hause vielleicht nicht unbedingt probieren würdet. Positive Überraschungen sorgen für gute Stimmung und Probieren geht bekanntlich – und auch in Australien –  über Studieren.

(Australien ist übrigens ein Paradies für Muffinfreunde! Es gibt sie in allen Größen, in hell und dunkel, mit Icing und ohne, mit Blaubeeren, Nüssen, Smarties…J)

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