Studium am ICMS – Erfahrungsbericht von Marlen S. – Auslandssemester Australien

Vielen mag die Vorstellung mehrere Monate in Australien zu studieren sehr exotisch oder sogar beängstigend vorkommen. Australien ist ein wunderbar diverser Kontinent mit tropischen Gegenden, perfekten Wellen und den seltsamsten Tieren, die man sich vorstellen kann.
Nach der Ankunft am ICMS in Manly, Sydney, werden die meisten jedoch schnell vom Alltag eingeholt – und der ist gar nicht so anders als ihr ihn aus Deutschland gewohnt seid. Man quält sich durch Vorlesungen und Tutorials, kämpft mit Gruppenarbeiten (manchmal eher mit den Gruppen) und ärgert sich, wenn am Wochenende vor lauter Hausarbeiten keine Zeit für Spannenderes bleibt.
Davon abgesehen ist Manly, meiner Meinung nach, einer der schönsten Orte zum Studieren überhaupt. Schöne Strände, Cafés und Restaurants, Geschäfte, Kino, Fitnessstudios, Kneipen – es fehlt an Nichts, was zum täglichen angenehmen Überleben notwendig ist. Sollte man doch einmal Ausgefalleneres suchen, ist Sydneys Innenstadt nur eine Fährfahrt entfernt.
Das College selbst ist ein majestätisches Gebäude und zudem unglaublich schön gelegen. Die Anlage bietet Grünflächen, Palmen und einen weiten Blick über den Ozean. Letzterer hat jedoch seinen Preis, der am ICMS nur als The Hill bekannt ist. Dazu nur so viel: Bein- und Gesäßmuskeln werden vor allem nach Ausflügen oder Fitnessstudiobesuchen sehr auf die Probe gestellt. Es stehen aber auch Taxis bereit, die im Härtefall (oder bei großer Faulheit gepaart mit dickem Geldbeutel) genutzt werden können.
Über das Niveau des Studiums sollte man sich keine allzu großen Sorgen machen. Wer in Deutschland gut mitkommt, wird es auch hier tun. Das ICMS hat die Bezeichnung “International” redlich verdient und es wird sehr darauf geachtet, dass keiner aufgrund von Sprachschwierigkeiten benachteiligt ist. Für diejenigen, die dennoch Unterstützung brauchen, gibt es Hilfestellungen wie Grammatikstunden oder Tutorien bei erfahren Studenten. Schreibfaulen sei gesagt, dass die Anzahl der Hausarbeiten sehr hoch ist und man sich vor allem zu Ende des Terms die Finger wund tippt. Dafür hält sich der Lernaufwand für Prüfungen größtenteils in Grenzen.
Weiterhin möchte ich betonen, dass es einen großen Unterschied macht ob ihr on-Campus oder außerhalb, zum Beispiel in Manly, wohnt. Denjenigen die nur für ein Term bleiben rate ich, sich direkt im College einzuquartieren, da dies großen Aufwand erspart. Die Unterkünfte sind sicher nicht auf 5*Niveau, jedoch absolut ausreichend und es ist sehr angenehm sich nicht um Essenszubereitung kümmern zu müssen und sich zwischen Vorlesungen in seinem Zimmer erholen zu können. Der Social Calender am ICMS ist vollgepackt mit Veranstaltungen, Langeweile kommt hier sicher nicht auf. Zu wöchentlichen Sporteinheiten (Schwimmen, Zumba, Yoga etc.) kommen Ausflüge, Messen, Theaterbesuche und Vieles mehr.  An schönen Tagen locken Manly und Shelly Beach.
Vor Unannehmlichkeiten bleibt natürlich keiner komplett verschont  (hier sei nur das schwierige Verhältnis zwischen ICMS und dem WiFi-Gott erwähnt) und es stellt immer eine Herausforderung dar, sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Manly und das ICMS bieten Studenten jedoch hervorragende Bedingungen und wer sich entscheidet, einige Monate hier zu verbringen, wird es sicher nicht bereuen.
Es bleibt die Feststellung: Das Leben am anderen Ende der Welt ist gar nicht so anders, wie man vielleicht erwarten könnte.  Sollte dennoch einmal Heimweh aufkommen, bieten ALDI SÜD oder das Bavarian Beer Café übrigens schnelle und effektive Linderung!

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