Auslandssemester an der VIU – Ein Rückblick – Erfahrungsbericht von Julia B.

Einen Rückblick über mein Auslandssemester zu schreiben – das macht mich traurig, weil es mir zeigt, dass meine Zeit hier zu Ende geht.

Aber zurück zum Anfang. Apropos anfangen: Es ist besonders wichtig, rechtzeitig zu planen, damit man alle geforderten Dokumente beschaffen kann und vor allem um die Fristen auch wirklich einzuhalten. Wenn ihr euch also für ein Auslandssemester an der VIU entscheidet, rate ich euch, gut 9 Monate im Voraus zu planen. ISO Germany hilft euch dabei mit allem weiter, gibt Tipps und lässt euch rechtzeitig wissen, was ihr wann wohin schicken müsst. Das war für mich eine große Hilfe bei der Organisation und dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Wenn ihr dann erst einmal den Letter of Acceptance in der Hand haltet, kann die Vorfreude beginnen.

Am besten bucht ihr möglichst bald euren Flug, denn so wird es billiger. Es ist auch gut, beim Abflug- und Rückflugdatum flexibel zu sein. Wäre ich einen Tag früher oder später geflogen, hätte ich 400 € mehr gezahlt. Es lohnt sich also, zu vergleichen. Ich habe mal eine kleine Liste zusammengestellt mit Dingen, die man zumindest für das Herbstsemester mitbringen bzw. organisieren sollte:

Dokumente: den Reisepass; mindestens zwei englische Kopien eurer Auslandskrankenversicherung; den Letter of Acceptance (für die Einreise); euren deutschen Führerschein und, falls vorhanden, den internationalen Führerschein; und für den Fall der Fälle eine Kopie eures Rückflugtickets;

Kleidung: bequeme Schuhe, in denen ihr gut laufen könnt; eine Jacke, die gegen Wind und Regen schützt; ansonsten nicht zu viel, da man in Kanada wunderbar einkaufen kann :)

Finanzielles: Kümmert euch rechtzeitig um eine Kreditkarte, da man hier für viele Dinge einfach eine braucht; fragt eure Bank nach den Auslandskonditionen – durch mein Konto bei der Deutschen Bank konnte ich immer kostenlos bei der Scotiabank Geld abheben; haltet ein paar kanadische Dollar Bargeld bereit, das kann nie schaden;

Eine gute Kamera – die Natur hier ist so wunderschön, dass ihr bestimmt eine ganze Menge Bilder machen werdet, ich spreche da aus Erfahrung 😉

Ich kann nur empfehlen, ein paar Tage vor Semesterbeginn  zu kommen, damit ihr ein bisschen Zeit habt, Nanaimo und den Campus zu erkunden.

Für die Wohnungssuche gibt es im Groben zwei Möglichkeiten: entweder bewerbt ihr euch für die Studentenwohnheime auf dem Campus, die eigentlich nur positiv angekommen sind, oder ihr sucht euch selbst ein Apartment oder eine WG. Ich habe mich für letzteres entschieden. Craigslist (http://nanaimo.craigslist.ca/) war hierfür meine erste Adresse, aber auch bei Kijiji (http://nanaimo.kijiji.ca/) findet ihr viele Angebote. Wie ich schon in einem anderen Bericht geschrieben habe,  habe ich schon sehr frühzeitig Anfragen versendet und auch viele Antworten bekommen. Dank Facebook und Skype konnte ich auch meine Vermieterin auch schon kennenlernen und so hat sie mich dann sogar von der Fähre abgeholt. Falls ihr erst vor Ort suchen wollt, könnt ihr euch auch an die VIU wenden, die Anzeigen für Off-Campus-Housing bereit halten. Achtet auf eine gute Busanbindung zur VIU oder zieht gleich in die Nähe zur VIU.

Eine wichtige Frage, die ich mir gestellt habe, war, ob es sich lohnt, eine kanadische Handy-Sim-Karte zu kaufen oder nicht. Man muss darauf achten, dass man in Kanada sowohl ausgehende, als auch eingehende Anrufe und Nachrichten bezahlen muss, im Gegensatz zu Deutschland. Bei Fido habe ich ein gutes Angebot für 30$ im Monat bekommen und hatte dafür kostenlose eingehende Anrufe und Nachrichten, 200 Freiminuten, kostenlose ausgehende Anrufe abends und an den Wochenende und kostenlose internationale Sms, also auch nach Deutschland. Im Allgemeinen glaube ich aber, dass man dank Facebook und Skype auch problemlos mit dem deutschen Handy klarkommt.

Abschließend kann ich eigentlich nur sagen: Genießt die Zeit und unternehmt so viel wie möglich. Ihr lernt hier nicht nur die Sprache, sondern vor allem trefft ihr viele neue Freunde und seht wunderschöne Orte. Es war eine absolut tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Und ich kann jetzt schon sagen, dass ich definitiv zurückkommen werde, auch wenn es eventuell nur für ein paar Wochen Urlaub ist.

Ich wünsche euch viel Spaß hier in Kanada :)

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