Ankunft in Kanada – Anreise, erste Eindrücke und Orientation Week – Erfahrungsbericht von Miriam G.

Ich bin nun bereits seit 9 Tagen in Kanada und vor exakt einer Woche auf Vancouver Island, genauer gesagt in dem kleinen Städtchen namens Nanaimo angekommen. Um einen kleinen Einblick in die ersten Tage Kanada zu geben, dachte ich, schildere ich einfach mal meine allerersten Eindrücke in einer Art Reisetagebuch.

Am 27. August ging es los mit der Reise zum Frankfurter Flughafen und knapp 12 Stunden später hatte mich Air Transat (kanadische Urlaubsfliegergesellschaft, preislich sehr zu empfehlen, jedoch sehr enge Bestuhlung im Flugzeug) bereits sicher nach Vancouver befördert. Nachdem ich die Immigration  erfolgreich passiert hatte (Achtung, für die Einreise nach Kanada unbedingt Dokumente der Uni mitnehmen und man sollte ein Rückflugticket bzw. Weiterreiseticket vorzeigen, aus welchem hervorgeht, dass man Kanada nach den visumsfreien 6 Monaten wieder verlässt) ging es mit dem Bus weiter in Richtung Downtown Vancouver um die erste Nacht in einem Hostel zu verbringen.

Da es 9 Std. Zeitverschiebung bis Deutschland sind, machte sich bei mir bereits nach kurzer Zeit ein kleiner Jetlag bemerkbar, nach 2 Tagen hatten sich die schlaflosen Nächte aber bereits gelegt und ich war im kanadischen Rhythmus angekommen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Bus in Richtung Horseshoe Bay, dem Ort an dem die Fähren nach Vancouver Island ablegen. Um dorthin zu gelangen sollte man am Besten in den Horseshoe Bay Express Bus einsteigen, dieser ist am schnellsten und man zahlt wie in allen anderen Bussen $ 2.50 oder „Bucks“ wie hier alle zu sagen pflegen. An Horseshoe Bay angekommen, offenbarte sich die Landschaft Kanadas bereits in seiner ganzen Pracht und konnte die  Bilder im Reiseführer bestätigen: schneebedeckte Berge, tiefblaues Meer und die dunkelgrünen, dichten Nadelwälder Kanadas. Allein dieser Anblick steigerte meine Vorfreude auf die kommenden Monate immens- ich konnte es kaum abwarten mehr von diesem Land zu sehen und zu entdecken!

Nach der 1,5 stündigen Fahrt erreichte ich schließlich Vancouver Island, mit dem Bus ging es dann weiter zur VIU und den dortigen gleich angrenzenden Residences, in welchen ich glücklicherweise ein Zimmer ergattern konnte. Mein Zimmer ist dort eines der billigsten mit ca. 450€/Monat in der Morden Hall, leider jedoch im Vergleich zu den anderen Häusern der Residences (Dunsmuir House, Apartments, 20-Bed House) wirklich etwas runtergekommen und die Zimmer dort haben nur etwa eine Größe von 7-8qm!

Für 3-4 Monate geht das natürlich schon, wenn ich jedoch die Chance hätte neu zu wählen, würde ich wohl eher das 20-Bed House oder das Apartment auf den 1. Rang setzen. Die Zimmer in allen Residences sind zwar möbiliert, jedoch ohne jegliche weitere Ausstattung, d.h. Töpfe, Teller, Decke, Kissen usw. , all dies musste ich mir in den nächsten Tagen kaufen. Außerdem ist es so, dass in der Morden Hall und dem Dunsmuir House eher die kanadischen „Erstis“ wohnen, die sind zwar wirklich alle total nett jedoch eben erst um die 18 Jahre alt. In den 20-Bed Houses wohnen dann vor allem Masterstudenten aus Kanada und aus aller Welt.

Am Mittwoch den 29.08. ging es dann für mich als BBA-Studentin los mit dem ersten Orientation Day, und gleich am Tag darauf, am 30.  dann weiter mit der allgemeinen Orientation. Dort hieß es dann Schnitzeljagd über den Campus, Burger essen (das verstehen Kanadier unter BBQ) und Kommilitonen und Instructors kennenlernen. Es war wirklich nett, man lernt den sehr hügeligen Campus kennen von welchem man außerdem eine wunderschönen Ausblick auf das Meer und die angrenzenden Berge und Wälder genießen kann und erfährt nebenher Wissenswertes über die Uni und den dortigen Alltag.

Was man unbedingt einberechnen sollte in die Geldkalkulation fürs Auslandssemester  ist der Bücherkauf. Diese sind hier in Kanada leider nur sehr teuer zu erwerben, denn für jedes Fach welches man belegen möchte, wird ein Buch benötigt. Dieses kann auch gebraucht in der „Student‘s Union“ für „nur“ 50-150$ gekauft werden, doch meist bestehen die Instructor auf die neusten Editions und diese können gerne 150 -250 € kosten. Je nach benötigter Anzahl der Bücher sollten somit 300-500$ für den Bücherkauf eingeplant werden. Die Bücher können jedoch nach dem Semester an die Student‘s Union als “used books“ zum Weiterverkauf wieder verkauft werden.

Leute an der VIU kennenzulernen ist außerdem kein Problem, es wimmelt hier nur so an deutschen und ausländischen Studenten und bereits nach kürzester Zeit hatten wir zusammen einige Pubs erkundet und ein BBQ veranstaltet. Alles in allem wird man hier an der VIU mit offenen Armen empfangen und an Angeboten weitere Studenten kennenzulernen mangelt es wirklich nicht!

Heute Abend geht es in den Pub der University, dort ist wohl Donnerstags für die über 21-Jährigen immer Party angesagt. Ich bin gespannt.

Weiterleiten? These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • Facebook
  • TwitThis
  • Google Bookmarks
  • email
  • Print
  • LinkedIn
  • Webnews
  • Ask
  • Y!GG
  • MisterWong
  • Mixx
  • del.icio.us
  • RSS

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *