Einreise nach Kanada! Und ist Vancouver wirklich eine der lebenswertesten Städte der Welt? – Erfahrungsbericht von Matthias H.

Im Internet kursieren ständig diverse Rankings, die sich damit beschäftigen die lebenswerteste Stadt der Welt zu ermitteln. Dabei befindet sich Vancouver immer auf den vorderen Plätzen. An meinen Erfahrungen die ich während meiner sechs Tage gemacht hab möchte ich euch gerne teilhaben lassen, mit einem zusätzlichen Update was für die Einreise in Kanada wichtig ist.

Meine Reise begann mit dem Flug von München nach Toronto, mit einem anschließenden Inlandsflug von Toronto nach Vancouver. In Toronto musste ich dann auch gleich die ganzen Einreiseformalitäten klären. Dabei gibt es im Prinzip nicht viel zu beachten. Wichtig jedoch sind folgende drei Punkte:

Den „Letter of Acceptance“ sollte man griffbereit in seinem Handgebäck aufbewahren und nicht etwa im Koffer, da dieser den Status als Student bestätigt. Desweitern sollte man ein Dokument mit sich führen, dass bestätigt, dass man das Land innerhalb von 6 Monaten wieder verlässt. Andernfalls benötigt man ein entsprechendes Visum. Im Grunde genommen reicht ein Ticket für die Ausreise aus Kanada vollkommen aus! Möglich ist aber auch, dass ihr ein Dokument eurer Hochschule bei euch führt, indem sichergestellt ist, dass ihr euer Studium wieder in Deutschland fortsetzten werdet.

Der dritte Punkt ist, dabei immer ruhig und gelassen zu bleiben. In meinem Fall hat diese Prozedur circa 20 min. gedauert und ich wurde Dinge gefragt, wie „Was genau ich studiere, ob ich schon weiß wo ich wohne, wie viel Geld ich zur Verfügung habe“ und vieles mehr. Dabei bekam ich das Gefühl, dass die Dame mit der ich „das Vergnügen“ hatte, es unglaublich genoss mich zappeln zu lassen. Bei allem was sie tat war sie unglaublich langsam und nach jeder Antwort die ich gab, hat sie eine kleine Pause eingelegt und mich angeschaut und gewartet ob das alles war, was ich sagen wollte. Dabei plapperte ich, zu Beginn, unnötiger weise immer weiter.

Also kurz gesagt, einfach cool bleiben und sich im Vorfeld Gedanken machen was von einem gewollt wird. Nachdem ich den Reisestress überstanden hatte, war ich nur noch glücklich mich in den Skytrain zu setzen und vom Flughafen nach Downtown zu fahren. Einquartiert hab ich mich im Cambi Hostel in der Seymour Street. Dieses Hostel würde ich jetzt so nicht weiterempfehlen, obwohl das Personal sehr freundlich und hilfsbreit war, es saubere Sanitäranlagen gab und man auch nachts nicht von anderen Gästen gestört worden ist. Jedoch hatte dieses Hostel keinerlei Charme und war äußerst rustikal ausgestattet. Es gab nur einen kleinen Aufenthaltsraum um Leute kennenzulernen, eine schlecht ausgestattete Küche und sehr wenig Platz in den Zimmern. Das Preisniveau lag bei $30 die Nacht, also im gleichen Segment wie andere Hostels auch.

Vancouver Downtown ist ein Traum. Jeder der sich gerne in Großstädten aufhält wird hier seinen Spaß finden. Das einzigartige an Vancouver ist nicht die Architektur oder die Skyline, sondern die Mischung aus allem. Eine hochmoderne Großstadt, die umgeben ist von einer atemberaubenden Kulisse, bestehend aus riesigen Bergen und den schönen Meereszügen des Pazifiks. Stunden hätte ich damit verbringen können, einfach an der „Waterfront Station„ zu sitzen, mir die Boote an zuschauen und zu beobachten wie ein Wasserflugzeug nach dem anderen über die Berge kam und ganz sanft auf dem Wasser aufsetzte.

Besonders, dass die Natur in so greifbarer Nähe ist, hat seinen ganz eigenen Flair. Daher sollte man sich unbedingt einen Tag Zeit nehmen um den „Stanley Park“ ausgiebig zu besuchen und gemütlich durch den Wald zu spazieren.

Man kann aber auch einfach nur durch die ganzen Einkaufspassagen spazieren und sich die zahlreichen Boutiquen und Einkaufszentren anschauen, dabei wird man aber nie das Gefühl bekommen, dass es einem zu eng wird und man von den vielen Leuten erdrückt wird. Selbst der Verkehr ist morgens zur Hauptarbeitszeit nie so dicht, dass es einem zu viel werden könnte.

Auf gar keinen Fall solltet Ihr die Chance verpassen das Nightlife in Downtown zu genießen, auch wenn es nur dabei bleibt ein bisschen die „Granville Street“ entlangzulaufen und sehr leckeres und günstiges Sushi (22 Rollen für $6) in „Yaletown“ zu essen. Besonders Yaletown hat richtig coole und schöne Bars in den man einen super Abend verbringen kann. Alles in allem profitiert Vancouver sehr von seinen multikulturellen Einflüssen, ganz besonders aus dem asiatischen Bereich. Um das Gefühl zu bekommen mal schnell nach Asien zu gelangen reicht es aus nach Chinatown zu gehen und sich die typisch chinesischen Geschäfte anzuschauen und dabei lecker gebratene Nudeln zu essen. Jedoch sollte man nur eines beachten und zwar die „Hasting Street“! Diese sollte man besonders nachts meiden, da hier doch sehr viele Obdachlose und ziemlich düstere Gestalten umherziehen.

Schlussendlich ist für mich zu sagen, dass Vancouver sicherlich zu den lebenswertesten Städten der Welt gehört, da es sehr sauber ist, nicht zu viel Hektik herrscht und man überall auf nette und freundliche Leute trifft. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich dort nicht das letzte Mal gewesen bin.

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