Wohnungssuche in San Diego – Erfahrungsbericht von Ruven M. – Auslandssemester USA

Eine Wohnung im Voraus aus Deutschland zu buchen macht wenig Sinn. Vermieter und potentielle Mitbewohner lassen für gewöhnlich niemanden einziehen ohne ihn vorher persönlich kennengelernt zu haben. Daher bietet es sich entweder an, in einem Hotel zu übernachten bis ihr eine Wohnung gefunden habt, oder die ersten Wochen bei einer Gastfamilie zu wohnen. Die beste Möglichkeit eine Wohnung zu finden ist das Onlineforum Craigslist (www.craiglist.com). Dort wird alles Mögliche verkauft und angeboten – von Jobs über Autos bis hin zu Wohnungen.

Ich habe mich der Einfachheit halber dazu entschieden die ersten Wochen bei einer Gastfamilie zu wohnen und wurde durch die Homestay Agentur der National University an eine amerikanische Familie in Uninähe vermittelt. Ich wurde vom Flughafen abgeholt und war zunächst sehr zufrieden. Für 850$ im Monat (was für die Verhältnisse in San Diego relativ günstig ist) plus eine einmalige Vermittlungsgebühr in Höhe von $ 250 hatte ich mein eigenes Zimmer in einem schönen und gepflegten Einfamilienhaus mit Bett, Schreibtisch, Fernseher und großem Kleiderschrank. Im Preis inbegriffen war das Frühstück und Abendessen. Es wurde abwechslungsreich und ernährungsbewusst gekocht. Die Gastfamilie hat für mich gewaschen und mir das Leben relativ bequem gemacht.

Nichtsdestotrotz wurde mir sehr schnell klar, dass es nur eine Übergangslösung ist. Das Stadtviertel Tierrasanta, in dem die Gastfamilie wohnte, hatte abgesehen von der Nähe zur Uni (5-10min mit dem Auto) nicht viel zu bieten. Keine Ausgehmöglichkeiten, kein Strand in der Nähe und Downtown war mit dem Auto über eine halbe Stunde entfernt. Aus diesem Grund entschied ich mich nach einem Monat umzuziehen. Ich habe ca. eine Woche auf Craigslist gesucht, bis ich ein schönes Zimmer gefunden habe. Ich wohnte bis zum Ende meines Auslandssemesters mit zwei Amerikanern in einem Haus in Bay Park. Wohnungen bzw. Zimmer sind in diesem Viertel für kalifornische Verhältnisse günstig und es ist gut gelegen: Zum Strand sind es von hier rund 10 Minuten, zur Uni und nach Downtown ca. 15 Minuten mit dem Auto. In San Diego gibt es viele schöne Viertel, die alle ihr eigenes Flair haben und einem die Entscheidung, wo man wohnen möchte, nicht leicht machen. Pacific Beach gilt beispielsweise als Studentenviertel. Demnach gibt es dort viele Bars, Clubs und Discos, die allerdings aufgrund der kalifornischen Gesetze spätestens um 1:30 schließen müssen. Weggehen und Wohnen ist dort viel günstiger als bspw. in Downtown.

Ocean Beach ist das Hippie Viertel in San Diego. Dort gibt es viele Restaurants & Kneipen, einen tollen Strand und den längsten Pier Kaliforniens. Die anderen beiden Strandviertel, Mission Beach und La Jolla gelten als etwas nobler und die Mieten sind dementsprechend höher. Wenn man das erste Mal an der Strandpromenade entlang läuft, wird man schnell an das kalifornische Leben, wie es einem in vielen Filmen vermittelt wird, erinnert: braungebrannte, muskulöse Jogger, unzählige Surfer, junge Frauen mit Rollerblades und Teenager mit Skateboards. Weitere gut gelegene und günstige Viertel sind Clairemont und Linda Vista.

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