Zwischen Bücher kaufen und den ersten Examen: Erfahrungsbericht von Matthias H. – Auslandssemester Kanada

Wie schnell einen der Alltag an der VIU eingeholt hat, erkennt man daran, dass zwischen den Einführungsveranstaltungen und den ersten Examen nur 4 Wochen dazwischen liegen. Nach den sehr aufwendig und gut organisierten Einführungsveranstaltungen, in denen einem das Gelände und der Studiengang ausführlich erklärt und gezeigt wurde, geht es ziemlich zügig mit dem regulären Unibetrieb los.

Als ersten Tagesordnungspunkt steht gleich mal das allzu leidige Thema ‚Bücher kaufen‘ auf dem Programm. Ihr solltet euch dabei auf gar keinen Fall Illusionen machen und glauben, man könne das mit Deutschland vergleichen. Hier an der VIU ist es, laut Professoren, absolut notwendig das passende Buch zur Vorlesung zu besitzen, da sich der Inhalt der Vorlesung an dem jeweiligen Buch orientiert und auch oftmals für Hausaufgaben benötigt wird. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Bücher, wenn man sie neu erwerben will, bis zu $200 kosten. Manche Studenten, die ich hier kennengelernt habe, mussten bis zu $700 für ihre Bücher aufwenden, ich bin mit $450 noch glimpflich davon gekommen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, gebrauchte Bücher an der VIU zu erwerben, dabei sollte man jedoch ziemlich zeitig dran sein. Mein Tipp an euch, falls ihr die Möglichkeit habt ein paar Tage vor dem offiziellen Unistart anzureisen, nutzt die Gelegenheit und kümmert euch um eure Bücher.

Library_Bookstore_Matthias_HDas einfachste dabei ist in den Bookstore, gleich an der Library, zu gehen und sich seine Bücher anhand des Stundenplans herauszusuchen. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass man sich das richtige Buch heraus schreibt, welches euch euer Professor empfiehlt. Es kann unter Umständen auch vorkommen, dass ein und das selbe Fach von verschieden Professoren gelesen wird und diese unterschiedliche Bücher verwenden. Mit der Liste an Büchern geht ihr dann in die „Student Union“, dort könnt ihr dann gebrauchte Bücher zum halben Preis, oder manchmal sogar noch günstiger, erwerben. Inwieweit es wirklich nötig ist, die Bücher zu kaufen, mag ich nicht zu beurteilen, da es wirklich vom Professor und seinem Unterricht abhängt.

Der nächste Termin, den man nicht verpassen sollte, ist die Buchung der Outdoor & Fitness Aktivitäten. Es werden zahlreiche Ausflüge von Wanderungen, Surftrips bis hin zu Rafting-Touren, zu wirklich fairen Preisen, angeboten. Jedoch das zu buchen, dass man auch wirklich will, ist nicht so einfach. Es besteht die Möglichkeit seine Ausflüge übers Internet oder direkt am Gym zu buchen. Beide Varianten waren in diesem Jahr nicht wirklich erfolgsversprechend. Die Buchung übers Internet, die ich versucht habe, war eine einzige Katastrophe, da das System schlichtweg überfordert war. Entweder kam es zu ständigen Fehlermeldungen, oder die Buchung wurde fehlgeleitet und man war für einen Ausflug vorreserviert, den man nicht wollte. Persönlich zu buchen bedeutet, sich um halb acht am Morgen in eine lange Schlange von anderen (deutschen) Studenten zu stellen und zu hoffen, dass man noch das bekommt, was man will.

Frei nach dem Motto ‚Bei los geht’s los‘, verlaufen die ersten Wochen an der VIU. Man bekommt eine Liste an Assignments und Examen und schon hat man einen ziemlich definierten Eindruck, was einem in den kommenden Wochen so erwartet. Das mag einem zu Beginn alles etwas erschlagen, weil man es aus Deutschland nicht gewohnt ist, am Anfang des Semesters schon voll zu arbeiten. Doch die Eingewöhnungsphase ist schnell überwunden. Außeracht lassen sollte man auch nie, dass man viel weniger Fächer und somit auch weniger Vorlesung hat als Zuhause. Blick_aus_der_Library_Matthias_H

Mein Tipp an euch, 4 Fächer reichen vollkommen, dann bleibt genügend Zeit um sich vernünftig vorzubereiten und es verbleibt auch noch entsprechend Zeit, das Land und die Leute zu genießen. Eines ist hier wirklich besonders bemerkenswert: solltet Ihr bei irgendetwas Schwierigkeiten bekommen, dann könnt ihr sicher sein, dass euch immer geholfen wird. Es gibt genügend Personal, das einem jederzeit hilfsbereit zur Verfügung steht und einem gerne unter die Arme greift. Auch die Professoren lassen keine Gelegenheit verstreichen, um nicht zu betonen, dass wenn es Missverständnisse oder ungeklärte Fragen gibt, man jederzeit persönlich vorbeikommen kann.

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