Meine Zeit bei den Mariners – Erfahrungsbericht von Johannes K. – Auslandssemester Kanada

Was für ein Glück es im Nachhinein war, dass ich mich für Indoor Soccer im Gym angemeldet hatte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen. Wie jeden Mittwoch spielte ich mit meinem Team einfach nur zum Spaß Fußball. Doch dieses Mal sollte es anders enden als sonst. Nach unserem Spiel kam der Schiedsrichter auf mich zu, stellte sich vor und sagte, dass er bei den Soccer Mariners spiele. Da stand ich nun, ohne Plan was er mir eigentlich damit sagen wollte und stellte mich einfach auch mal vor. Als er merkte, dass ich nicht genau wusste, was vorging, fing er an zu lächeln und fragte mich ob ich zum „Try out“ kommen möchte. VIU-Mariners_logo_Johannes_K

Trotz anfänglicher Überforderung sagte ich sofort zu und merkte erst so richtig was gerade geschah, als ich es meinen Freunden erzählte. Am nächsten Tag war es soweit und ich durfte mit den Mariners trainieren. Aufgeregt und voller Neugier betrat ich die Umkleidekabine. Wussten die Spieler überhaupt, dass ein „Neuer“ kommt? Doch sobald ich den Raum betrat wurde ich von den Jungs sehr herzlich empfangen. Stephen, der Schiedsrichter und Spieler der Mariners, hatte mich schon angekündigt. Das Interesse an mir war groß und ich musste erst mal beantworten, ob Deutsche wirklich so verrückt nach Fußball sind. Dann ging es los!

Mariners Field_Johannes_KWir begannen mit dem Training und es war einfach ein tolles Gefühl wieder richtig mit einem Team zu trainieren. Die Aufregung legte sich schon bald und nach kurzer Zeit fühlte ich mich schon als Teil des Teams. Am Ende des Trainings kam Coach Bill auf mich zu und bat mich von nun an die Saison über mit den Jungs zu trainieren. Mit einem riesen Lächeln sagte ich sofort zu! Ab dem Zeitpunkt trainierte ich immer nachmittags 3-4mal pro Woche mit den Jungs. Da ich auch in Deutschland Fußball spiele, hat es mich überrascht wie gut die Jungs mich aufgenommen und integriert haben. Anfangs hat mich der Umgang untereinander wirklich verwundert. Trotzt Konkurrenzkampf um die Stammplätze gingen die Spieler fast wie Brüder miteinander um. Als ich vor allem unseren zwei Torwärtern erklärte, dass es in Deutschland unmöglich wäre, dass sich zwei Torwarte  so gut verstehen, obwohl sie um einen Platz kämpften, fingen die an zu lachen. Soccer Nationals-Finale_Johannes_K

Das ganze Umfeld war so herzlich und jeder gönnte dem anderen den Erfolg. Es war wirklich wie eine große Familie. Die Saison sollte bald Ihren Höhepunkt erreichen. Die Soccer Nationals standen vor der Tür. Für die Mannschaft ist es das wichtigste Turnier und glücklicherweise konnten sie sich für das Finale qualifizieren. Leider ist Fußball nicht immer gerecht und auch manchmal ein bisschen hart! So verloren wir leider das Finale per Elfmeterschießen und man musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Wenige Tage später konnte man jedoch auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und sich an der Uni als zweitbestes Team in ganz Kanada feiern lassen.

In meiner Zeit bei den Mariners durfte ich viel über Teamwork und Hilfsbereitschaft von den Jungs lernen. Auch außerhalb des Fußballplatzes traf ich mich mit den Jungs und so konnten sich glücklicherweise echte Freundschaften entwickeln.

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