Multikulturalität an der VIU – Erfahrungsbericht von Jana W. – Auslandssemester VIU Kanada

Kanada ist bekanntlich ein Land, in dem viele Nationalitäten zu Hause sind. Auch an der VIU trifft man Studenten aus unterschiedlichsten Ländern, aber auch eine Vielzahl an Deutschen. Zurückblickend war gerade diese Vielfalt eine der lehrreichsten und schönsten Aspekte meines Auslandsaufenthaltes. Daher rate ich jedem, sich rege am kulturellen Austausch an der VIU zu beteiligen.
IMG_20131115_123500Positive Ereignisse waren für mich das Multicultural Festival und ein First-Nations-Kurs. Das Multicultural Festival ist wie eine kleine Messe, wo Internationals an ihren Ständen einen kleinen Einblick geben, was typisch in ihren Kulturen ist. Jedoch gibt es während des Festes auch kleinere Events wie zum Beispiel eine Modenschau, wo Trachten aus unterschiedlichen Ländern präsentiert werden oder eine Talentshow. Leider haben außer mir und zwei meiner Kommilitonen keine weiteren Deutschen etwas organisiert, was etwas schade war, da sich im Vorfeld viel mehr Studenten angemeldet hatten, dann aber abgesprungen sind. Vielleicht finden sich ja beim nächsten Mal mehr deutsche Freiwillige, die am Multicultural Festival teilnehmen möchten. Es wäre auf jeden Fall gern gesehen.

Des Weiteren hat mir mein First-Nations-Kurs „FNAT 101 – Exploring Indigenous Identities“ sehr viel Spaß gemacht. Man bekommt hier einen guten Überblick über die Geschichte, soziale Lage und viele weitere Aspekte, die das Verhältnis zwischen den Ureinwohnern und Kanadiern bis heute prägen. Ich selbst wusste kaum etwas über dieses Thema und wollte mehr darüber erfahren, weil Kanada an sich mich schon sehr lange fasziniert. Da Nanaimo aber auch Heimat vieler Ureinwohner ist, kann es definitiv nicht schaden, sich mit dieser Thematik etwas mehr auseinanderzusetzen. Meiner Meinung nach kann jeder diesen Kurs bewältigen, da der Unterricht sowohl aus einer Vorlesung und einem Seminar im Anschluss besteht, indem man sich eingehend mit der Thematik beschäftigen und Fragen stellen kann. IMG_20131013_085913
Eine weniger schöne kulturelle Erfahrung für mich war eine Gruppenarbeit für einen Kurs. Wir hatten zwar zu Beginn dieser Zusammenarbeit Regeln aufgestellt und uns organisiert (regelmäßige Treffen, Arbeitsaufteilung etc.), jedoch ist bei einer interkulturellen Gruppenarbeit meist etwas mehr Geduld gefragt. Ich glaube, die beste Abhilfe schafft in solchen Fällen Kommunikation. Seid bitte möglichst offen für Fragen und fragt möglichst oft nach, ob Deadlines eingehalten werden können oder ein Gruppenmitglied Hilfe benötigt. Das erspart euch schon einigen Ärger und Stress.

IMG_0218Jedoch sollen manche Dinge auch bei größter Bemühung einfach nicht sein. Das Grundproblem unserer Gruppe war, dass zwei Mitglieder die Arbeit für drei gemacht haben. Unser drittes Gruppenmitglied hat oftmals auch nach mehrfachem Erklären nicht verstanden, was für das Assignment zu erledigen war oder die eigenen Mitschriften sehr spät bzw. gar nicht an die anderen Mitglieder weitergegeben, sodass die Arbeit an den übrigen zwei Mitgliedern hängen blieb. Am Ende mussten wir sogar ein Gespräch mit unserem Professor führen, um eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Nichtsdestotrotz denke ich, dass dies wohl eher die Ausnahme ist. Außerdem habe ich trotz größerem Aufwand und Stress sehr gute Noten bekommen und zumindest einiges fürs Leben aus dieser Gruppenarbeit gelernt. Lasst euch daher nicht entmutigen und versucht das Beste aus eurem Aufenthalt zu machen!

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