Wellenreiten und Kitesurfen in Südkalifornien – Erfahrungsbericht von Christian S. – Auslandssemester USA

Die meisten Leute verbinden Kalifornien mit Sonne, Strand und Palmen – und das nicht ohne Grund! Besonders  Südkalifornien (Santa Barbara, Los Angeles und San Diego) ist nach wie vor die Heimat einer der größten Surfkulturen weltweit. Anders als an vielen europäischen Stränden ist das Klima unter den Wassersportlern noch immer sehr entspannt und alles in allem so wie man es erwartet. Das liegt zum einen an der Lage der Spots. Die großen Städte haben Spots für alle „Könnerstufen“, und Strände wie Huntington Beach, Malibu oder Testles sind auch manchem Outsider ein Begriff.04 - Ich am kiten Enchanted Cove San Diego
Auch San Diego bietet mehrere populäre Strände für verschiedene Gruppen. Pacific Beach, La Jolla oder Oceanside eignen sich mit ihrer moderaten Brandung und durch ihre Lage in der Stadt besonders für Anfänger und Aufsteiger, die mit dem Sport in Kontakt kommen wollen. Aber auch für Fortgeschrittene bieten Surfspots wie Point Loma oder South Bay eine gewisse Herausforderung mit stärkerem Shorebreak.

Weiterhin hat kitesurfen in den letzten 10 Jahren enormen Aufwind erfahren, und erfreut sich weltweit über einen enormen Zulauf an Neulingen. Eigentlich könnte man meinen, dass San Diego der optimale Platz zum kitesurfen wäre: 30°C, schöne Wellen die sauber brechen und Flachwasserspots. Das einzige was in dieser Gleichung noch fehlt ist der alles entscheidende Wind. Nicht zu Unrecht bezeichnen die Locals San Diego als „Leichtwindhauptstadt der Welt“, da hier besonders in den Wintermonaten absolute Flaute herrscht.
04 - Surfer La JollaFür diejenigen, die sich davon nicht abschrecken lassen wollen gibt es dann doch ein paar Auswege: In den Monaten von März bis September herrscht in Südkalifornien der vergleichsweise stärkere Wind, und bei guten thermischen Bedingungen und etwas Glück kann man sogar 4-5 Tage auf dem Wasser verbringen. An Ausrüstung sind aber hier auf jeden Fall mindestens(!) 12m² beim Kite und eine Door oder ein Leichtwindboard  von Nöten. Der Wind durchbricht hier nur selten die 13-15 Knoten, und Windvorhersagen sind aufgrund ihrer schlechten Auflösung in Südkalifornien absolut unzuverlässig. Daher ist der Blick aus dem Fenster in aller Regel das beste Mittel um einen „kitebaren“ Tag auszumachen.

04 - Surfer Pacific BeachAlle paar Wochen fegt bei günstigen Bedingungen ein böiger „Santa-Ana-Wind“ über die Baja California, der aber nur an wenigen Spots wirklich gut funktioniert. Generell sind mit Flachwasserspots wie Sail Bay, Enchanted Cove oder J-Street oder Wellenspots wie Silver Strand und Belmont Park von den Stränden her gute Bedingungen zum Kiten gegeben, wenn denn der Wind auch stimmt. Die Kite-Community in San Diego ist sehr aufgeschlossen und hilfsbereit, und es empfiehlt sich als Neuer vor Ort das Gespräch mit den Locals zu suchen. Da es an manchen Spots  abhängig von der Jahreszeit Restriktionen gibt, und jeder Strand so seine Eigenheiten hat, sind die Einheimischen eine gute Quelle um am Anfang mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu werden. Noch ein Tipp für die Reisefreudigen: Viele Kiter aus San Diego machen bei günstigem Wind einen Trip (3-4h) nach San Felipe auf der Baja California in Mexico, da hier in der Regel der Wind stärker weht als in San Diego.

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