Neues Land, neue Leute, neue Freunde…? – Erfahrungsbericht von Viktoria d.K. – Auslandssemester VIU Kanada

Da kommt man in Kanada an, ist endlich in seiner Wohnung eingezogen, aber was dann? Voller Tatendrang möchte man dann natürlich alles erkunden, alle Berge, alle Hügel, Strände und Seen. Aber mit wem? Wenn man alleine von seiner Heimatuni kommt, so wie ich, dann gestaltet sich das Freunde finden natürlich ein bisschen komplizierter, als wenn man mit Studienkollegen anreist.
Also, wie finde ich denn jetzt neue Freunde? Reicht mir ein Semester aus, um wirklich gute Freunde zu finden, oder werden die neuen Freundschaften eher oberflächlich sein? Kann man das überhaupt Freundschaft nennen? Diese Fragen habe ich mir anfänglich sehr häufig gestellt.
Freunde finden_StrandAm einfachsten ist es, sich in eine Wohngemeinschaft einzumieten und dort mit den Mitbewohnern viel zu unternehmen. Mir ist das an sich gut geglückt. Eine meiner Mitbewohner war auch deutsch, weshalb sich dort die Verständigung viel einfacher gestaltet hat und man sofort auf einer Wellenlänge war.  Sie war die beste Mitbewohnerin, die man sich vorstellen konnte und wir waren für die kurze Zeit, die wir zusammen gewohnt haben, sehr gut befreundet und eigentlich schon quasi wie eine kleine Familie. Wir haben zusammen gekocht, oder sie hat die meiste Zeit für mich gekocht, da sie eindeutig die bessere Köchin von uns beiden war, sind weggegangen, haben Filme geschaut und haben Sport gemacht.
Wobei wir schon beim nächsten Punkt wären: Sport. An der VIU werden zig verschiedene Sportkurse angeboten, von Surfen bis Basketball, von Fußball bis hin zu Kickboxen. Je mehr Kurse man macht, desto schneller findet man seine Sportfreunde, mit denen man auch nach den Kursen Kaffee trinken gehen kann oder auch mal shoppen. Ich habe sehr viel Sport mit der Freundin von meinem chinesischen Mitbewohner gemacht, mit der ich mich prompt verstanden habe und wir uns während des Sports eigentlich noch besser kennen lernen konnten. Friends
Sollte man darauf hoffen, dass man in den verschieden Kursen, die man an der VIU belegt, Freunde finden sollte, dann hat man sich eher geirrt. Vor allem in den Erstsemester Kursen, wird kaum bis überhaupt nicht miteinander geredet. Ich habe noch nie erlebt, dass man in einem Kurs eine Stecknadel fallen hören könnte, aber ich wurde eines besseren gelehrt. In diesem Kurs wurde einfach überhaupt nicht miteinander geredet. In den höheren Semestern sieht das zwar ein bisschen anders aus, aber Freunde habe ich dort auch keine gefunden. Viel eher wurde sich ab und zu zufällig in der Stadt oder in einem Pub getroffen und miteinander geredet, aber absichtlich verabreden war nicht die Devise. Ich habe viele Deutsche durch andere Deutsche kennen gelernt und halte auch jetzt immer ständigen Kontakt zu ihnen, auch wenn sie in ganz Deutschland verteilt wohnen.
Aber was das Finden von Freunden angeht wurde ich eines besseren belehrt. Man kann auch in kurzer Zeit, wie etwa 4 Wochen, sehr gute Freunde finden, mit denen man alles durchmacht und durch das gemeinsame „Schicksal“ wirklich dick zusammenwächst.

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