Unterrichtsalltag an der NU – Erfahrungsbericht von Jürgen H. – Auslandssemester USA

In meinem ersten Kurs an der National University San Diego belegte ich einen Morgenkurs, der jeweils dienstags und donnerstags von 9:30 Uhr bis 14:00 Uhr ging. In diesem Kurs waren wir 18 Studenten aus acht verschiedenen Ländern. Neben vier Deutschen waren Studenten aus Japan, Indien, Kanada, Brasilien, Australien, China und den USA. Somit konnten viele Themen der Vorlesung mit internationalen Beispielen lebendiger gestaltet werden. Somit war auch das Gruppenprojekt sehr international aufgestellt und man konnte Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Uni2

Insgesamt waren auch nur fünf amerikanische Studenten in diesem Kurs. Grund hierfür ist vor allem, dass viele amerikanischen Studenten neben ihrem Studium arbeiten und daher eher in Abendkursen anzutreffen sind. Meinen zweiten Kurs belegte ich abends und konnte somit die Lernweise der amerikanischen Studenten kennen lernen. Meine Empfehlung bezüglich der Kurswahl ist, dass man, wenn es von den Kursen klappt, einen Mix aus Morgen- und Abendkursen belegt, um sowohl Studenten aus verschiedensten Ländern, als auch „einheimische“ Studenten aus San Diego kennen zu lernen. Auch einen Vorteil, als ersten Kurs einen Morgenkurs zu belegen ist, dass man wahrscheinlich nicht der einzige „Neuling“ ist und man schnell in Kontakt mit anderen Studenten kommt. Bei meinem Abendkurs kannten sich zum Beispiel die meisten Studenten schon aus Vorkursen.
Uni1Ein großer Unterschied zu deutschen Vorlesungen ist, dass es keine Skripte gibt, sondern höchstens eine Zusammenfassung vom Lehrbuch. Amerikanische Professoren nutzen für Ihre Vorlesungen  generell ein Buch, welches man sich kaufen oder ausleihen (beispielsweise über „bookrenter“) sollte. Oft sind die Prüfungen „open book“, sodass es sich empfiehlt bei der Prüfung ein Buch zu haben.  Zudem orientiert sich die Prüfung stark an dem Buch. Ich hatte auch eine Vorlesung, in welcher die Fragen der Klausur über den Herausgeber des Buches gestellt waren und sich mein Professor nur noch die Fragen aussuchen musste.

Oft sind die Klausuren (mid terms und final exams) im Multiple-Choise-Format gestellt und werden online geschrieben. Der UnbenanntLernaufwand hängt davon ab, ob man einen Grundlagenkurs oder einen fortgeschrittenen Kurs belegt, für welchen man Vorkenntnisse nachweisen muss. In meinem zweiten Kurs belegte ich einen “hohen“ Accounting Kurs und musste mich daher ein bisschen mehr in die Thematik einlesen, als in meinem ersten Kurs, welcher „nur“ Managementgrundlagen vermittelte. Auch ein Unterschied zu deutschen Universitäten ist die wöchentliche Benotung von Hausaufgaben und Anwesenheit. Darüber hinaus sind es empfiehlt sich daher dies ernst zu nehmen und seine Hausaufgaben fristgerecht einzureichen. Jedoch hat sich bei mir der Lernaufwand in Grenzen gehalten, sodass man auch mal ein verlängertes Wochenende in Los Angeles verbringen kann.

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