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Sport treiben und Sport schauen an der VIU – Erfahrungsbericht von Matthias H. – Auslandssemester Kanada

In meinem folgenden Bericht möchte ich euch das Sportprogramm der VIU etwas näher bringen. Meiner Meinung sind die sportlichen Möglichkeiten wirklich hervorragend. Man kann hier nahezu jeder sportlichen Betätigung nachgehen, die auch zu Hause populär sind.

VIU_Gym_inside_Matthias_HDer Gym besteht aus einer großen Mehrzweckhalle, Fitness Center, Gymnastikraum, Squashfeld und einem allgemeinem Raum, der meist für die Kampfsportarten genutzt wird. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 7 Uhr morgens bis 22:30 Uhr abends und am Wochenende von 10 Uhr bis 19 Uhr.
Im Fitness Center findet man alle nötigen Geräte, die man für seinen Workout benötigt. Jedoch gibt es dort keine professionellen Trainer, die einem etwas über die Schulter schauen. Deshalb würde ich euch empfehlen einen Trainingsplan von zu Hause mitzunehmen. Es besteht zwar auch die Möglichkeit einen Trainer zu buchen, um eine Einleitung in die Geräte zu bekommen, aber das ist wieder mit Kosten verbunden.
Jeder der gerne Mannschaftssport betreibt, sollte sich zu Beginn des Semesters dafür anmelden. Man hat die Möglichkeit Indoor Soccer, Volleyball und Basketball zu spielen. Es kostet zwar $25, aber das ist eine super Investition, da es ein super Ausgleich zum oftmals sehr stressigen Studienalltag darstellt. Die Mannschaften werden in zwei Gruppen aufgeteilt, die im typischen amerikanischen Playoff-Modus enden. VIU_Matthias und Zizou_Matthias_H

Die Mannschaften sind teilweise gemischt, was ich als sehr lustig empfinde, da somit die Ernsthaftigkeit etwas herausgenommen wird. Ich habe in einem gemischten Fußballteam gespielt und muss sagen, dass das ein unglaublicher Spaß war. Also auch keine Scheu an die Damen sich für Indoor Soccer anzumelden, dass Motto ist “Just for Fun“ und das wird auch so praktiziert.
Ansonsten kann man noch zum Kickboxen, Badminton, Ping Pong und Squash spielen gehen. In unmittelbarer Nähe ist auch eine große Außenanlage mit Tartanbahn und großem Feld, auf dem das Soccer Team trainiert. Eine große Eishalle und ein Schwimmbad sind nur 5-10 min. Fußweg von der VIU entfernt.

Was ich euch wirklich wärmstens empfehlen kann, ist am Wochenende ein Spiel der Schulmannschaften anzuschauen. Die VIU hat wirklich hervorragende Teams, die ihren Sport auf sehr hohem Niveau ausüben. So haben beispielsweise die Volleyball Damen die Landesmeisterschaften gewonnen und die Soccer Herren sind nur knapp im Finale gescheitert.
VIU_Fitness Center_Matthias_HIhr solltet euch auf gar keinem Fall die Gelegenheit entgehen lassen, ein Eishockey Spiel zu besuchen. Der Gym organisiert einen Ausflug für die Vancouver Canucks, das eines der besten Teams in der NHL stellt. Leider konnten wir kein Profimatch sehen, da es einen Lock-Out in der aktuellen Saison gab.

Aber selbst das lokale Team die Nanaimo Clibbers sind wirklich sehenswert. Besonders die Kanadier sind wirklich positiv verrückt wenn es um ihr Eishockey-Team geht. Jedoch sollte man sich die Peinlichkeit ersparen und von Ice-Hockey zu sprechen, das „Ice“ sollte man sich verkneifen und nur Hockey benutzen. Ein Ticket für die Nanaimo Clibbers kostet $10 für Studenten, die Eishalle ist einfach mit dem Bus # 4, zur Frank Crane Arena, zu erreichen.

Trip to San Francisco – Erfahrungsbericht von Simon V. – Auslandssemester USA

Was auf keinen Fall fehlen darf, bei einem Studium in Kalifornien ist ein Trip nach San Francisco. Die ehemalige Hippie Hochburg der 70 Jahre hat sich sehr gewandelt seit der „Flower Power“ Bewegung. „Frisco“, wie die Einheimischen ihre Stadt nennen hat diverse Hotspots und ist mit Los Angeles auf keinen Fall zu vergleichen. San Francisco ist viel komprimierter und nicht so weitläufig, man braucht kein Auto um die Highlights zu besichtigen. Doch trotzdem empfiehlt sich, eine „Hop on Hop off“ Bustour für 40 Dollar zu buchen um sich einen Überblick zu verschaffen. Wir selbst sind 2 Tage in Frisco gewesen, 3 wären jedoch besser gewesen. NU_San_Francisco_bei_Nacht_Simon_V

An unserem ersten Tag starten wir mit dieser Bustour und haben alle Hotspots gesehen. Egal ob Chinatown, Pier 39, Downtown, Fishermen‘s Warf oder die Golden Gate Bridge, man konnte mit dem Bus alles erreichen und je nach Belieben aussteigen und die Umgebung zu Fuß erkunden. „Must-see“ auf dieser Tour sind auf jeden Fall ein Spaziergang über die Golden Gate Bridge. Was ich empfehlen kann ist, sich warm anzuziehen, aber trotzdem Sonnencreme zu benutzen, da es sehr windig auf der Brücke und der Bustour ist, man aber trotzdem den ganzen Tag an der Sonne ist. Ich musste leider schmerzlich erfahren, was es heißt den schlimmsten Sonnenbrand seines Lebens zu haben.

Nächstes „must-see“ in San Francisco ist das berühmte Pier 39. Vor 22 Jahren kamen wie aus dem nichts Seelöwen an das Pier und sind seitdem nicht mehr gegangen. Die Leute können sich bis heute nicht erklären wieso die Seelöwen gekommen und da geblieben sind. Man kann die Tiere Tag und Nacht bewundern. Zu San Francisco gehört das „Cabel Car“ wie zu New York das Empire State Building. Wer in Frisco ist, sollte unbedingt die 6 Dollar investieren und einmal mit dem „Cabel Car“ fahren. Es ist ein Erlebnis, was man sein Leben lang nicht mehr vergessen wird.

NU_Simon_vor_Wasser_Simon_VDas wohl berühmteste Gefängnis der Welt liegt direkt in der Bucht von San Francisco und hat die gefährlichsten Verbrecher der USA bis 1963 beherbergt. Jetzt ist es ein Naturschutzgebiet und für Besucher offen. Eine Bootstour auf „The Rock“ ist also Pflicht! Es empfiehlt sich seine Tickets online zu reservieren, da die Touren meist ausverkauft sind. Für 28 Dollar kann man Alcatraz so lange wie man will erkunden und bekommt auch einen Audio Guide, der einem erzählt was genau wo passiert ist und sehr interessante Hintergrundinfos über „The Rock“ gibt. Man muss damit rechnen, dass mindestens ein halber Tag für diese Tour drauf geht.

Auf was man sich trotzdem gefasst machen muss, ist das Wetter. Es kann strahlender Sonnenschein sein, so dass man die Golden Gate Bridge in ihrer Schönheit bewundern kann, es kann aber auch kalt, bewölkt und neblig sein, so dass man nicht sehen kann. Das Wetter ist sehr launisch, daher sollte man unbedingt Kleidung für jede Lage dabei haben. NU_San_Francisco_von_oben_Simon_V
Also lieber etwas länger in San Francisco bleiben um auch wirklich alles zu erleben. Die Stadt hat ihren ganz besonderen Charme und es wird auf jeden Fall jeder auf seine Kosten kommen und das erleben was er möchte. Für mich war die Stadt bisher das Highlight meines Auslandsstudiums und sie ist immer wieder ein Besuch wert.

Unterricht am ICMS – Erfahrungsbericht von Rebecca S. – Auslandssemester Australien

Der Unterricht am ICMS ist sehr strukturiert. Die Inhalte jedes Faches werden inklusive Zeitrahmen und Gewichtung im „SOW“ (Scheme of Work) genau beschrieben. Die verschiedenen Fächer werden in „Lectures“, „Tutorials“ und „Classgroups“ unterrichtet. In der Regel hat man zu jedem Fach jeweils eine zweistündige Lecture und ein zweistündiges Tutorial pro Woche.

ICMS_Hörsaal_Rebecca_SMan hat mehrere Lehrkräfte pro Fach, wobei eine die Lectures übernimmt und die andere die Tutorials. Während die Lectures voll besetzt sind, werden die Tutorials klein gehalten. So landet man, je nach Stundenplan, mit anderen Mitstudenten im Tutorial als in der Lecture, zum selben Fach. In den Classgroups hingegen ist man durchgehend in ein und derselben Gruppe mit derselben Lehrkraft. Ich habe in meinem 1. Trimester am ICMS die folgenden Fächer: HR Planning & Performance, Strategic Marketing, Service Management und Introduction to Property Management. Mein Stundenpan ist sehr angenehm: 3 Tage Unterricht pro Woche und 2 Tage frei. Das gibt einem die Möglichkeit nebenher zu jobben.

Das Lernpensum ist allerdings sehr hoch. Gerade wenn man wie ich nicht von einer Universität aus ein etabliertes Auslandssemester macht, sondern im Rahmen des Bachelor-Top Up- Programms als Quereinsteiger ins 3. Studienjahr einsteigt, sollte man sich auf viel Recherche neben dem neuen Unterrichtsstoff einstellen. Außerdem werden neben den Unterrichtseinheiten am College, wo übrigens Anwesenheitspflicht ist, grundsätzlich erwartet, dass man zusätzlich pro Fach 4 Stunden pro Woche in Hausaufgaben und „additional readings“ investiert. In den SOW werden lesenswerte Bücher, Journals und Internetquellen konkret empfohlen. ICMS_White Board_Rebecca_S

Alle im Unterricht verwendeten Powerpoint slides sowie zusätzliche Informationen und Quellen werden wöchentlich in das Learning Management System „Moodle“ hochgeladen. Dort kann man dann bequem von zu Hause aus alles sortiert überblicken und durchgehen. Moodle ist über die College Homepage zugänglich. Ebenso über die Homepage zugänglich ist die Platform „Avantis“, in der jeder Student ein Profil hat mit den Möglichkeiten u.a. seinen Stundenplan zusammenzustellen, sich in Fächer einzuschreiben und seine Noten bzw. Credits zu überwachen.

Für Fragen steht das Student Service Center zur Verfügung und auch die Lehrkräfte sind per E-Mail erreichbar und geben sich Mühe, schnell zu antworten. Wenn man Probleme mit dem Lernstoff hat, kann man das Academic Help Center kontaktieren, welches einem, wenn notwendig, ins Student-Pals System aufnimmt. Dort wird man dann älteren, erfahrenen Studenten zugeteilt, mit denen man sich treffen kann um Fragen zu stellen und Tipps zu bekommen.

Eine allgemeine Anleitung zu Hausarbeiten, sowie der APA-Zitat Guide sind online zugänglich (Style Guide) und informieren übersichtlich über die jeweiligen Anforderungen.

ICMS_Korridor im Moran Haus_Rebecca_SDie Ausstattung der Räumlichkeiten am ICMS ist unterschiedlich. Es gibt Vorlesungssäle und Tutorial Räume im Haupthaus „Moran House“, im Nebenhaus „Kelly House“ und in den Räumlichkeiten „North Head Sanctuary“, die im North Head Gebiet liegen und zu denen man mit einem Bus gebracht wird (ca. 10 Minuten entfernt). Die Räume im „Moran House“ haben einen fantastischen Ausblick über Manly, die Strände und das Meer. Alle Räume sind mit einem PC und dem üblichen Standard Equipment ausgestattet. Dazu gehören White Board und Beamer.

Es gibt mehrere Computerräume inklusive Drucker und natürlich eine gut organisierte Bibliothek. Als ICMS Student erhält man außerdem Zugang zur „Athens“ E-Book Database, welche einen mit einer Vielzahl an Büchern versorgt, die man praktisch am Bildschirm lesen kann. Für die Pausen stehen im CYC Café auch für nicht On-Campus Studenten eine Auswahl an Snacks bereit, die man zu normalen Preisen erwerben kann.

Seakajaking in Nanaimo – Erfahrungsbericht von Miriam G. – Auslandssemester Kanada

“That’s kind of shaky”
Nachdem wir an der VIU in der Orientierungswoche alle einen Flyer mit dem Outdoor Recreation Programm in die Hände bekommen haben, ging es los …was sollten wir nur alles machen während unserer Zeit in Kanada? Die Auswahl ging von Schwimmen mit Lachsen/Seehunden über Klettern, River Rafting und Höhlentauchen, verschiedenen Wanderungen auf der Insel bis zu einem Surfing-Wochenende in Tofino und noch vieles mehr. Tja, aus den vielen Angeboten eine Auswahl zu treffen ist wahrlich recht schwer. Nach reichlichem Überlegen, entschied ich mich dazu, auf jeden Fall das Seakajaking auszuprobieren.VIU_Water_Boat_Miriam_G

Für knapp $25 ging es somit 4 Mal jeden Donnerstagabend runter ans Meer und dann hieß es: ab in die Kajaks. Bevor die erste Seakajak Stunde für uns beginnen konnte, mussten erst alle Kajaks auf den Anhänger verladen werden und die passende Ausrüstung bestehend aus Schwimmweste, Neoprenschuhen und Regenjacke zusammengesucht werden. Angekommen am Departure Bay erklärte uns Matt,  unser Guide, dann in sehr wenigen Worten, wie man denn Kajak fährt: „ Ihr nehmt das Paddel und paddelt los :)“. Tja, nach dieser konstruktiv  äußerst wertvollen Anweisung stiegen wir also alle in unsere Kajaks und los ging es. Also ein Kajak, das  ist wirklich eine äußerst wacklige Angelegenheit! Das stellte ich zumindest nach kürzester Zeit fest. Nichts desto trotz paddelten wir alle fleißig weiter und bald gewöhnte man sich auch schon an das schaukeln. Und dank schwachem Wellengang haben wir die Kajakstunden auch alle überlebt und niemand ist gekentert!

VIU_Canoo_Miriam_GKajak fahren ist wirklich eine super Sache. Besonders wenn man das Glück hat, bei strahlendem Sonnenschein loszufahren und wunderschöne Sonnenuntergänge zu beobachten, wie wir es hatten. In der ersten Stunde fuhren wir zu der gleich an Nanaimo angrenzenden Insel  New Castle Island und dann immer zu dem wunderschönen Hammond Bay. Es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht und wenn man Glück hatte, dann konnte mal sogar vom Kajak aus Seehunde beobachten!

Für die ganz fleißigen und Kajakbegeisterten gibt es an der VIU sogar die Möglichkeit die Kajak-Rolle zu lernen in einer kostenlosen „Kajak-Rolling-Session“. Dafür geht es mit den kleineren Flusskajaks in ein Schwimmbad ganz in der Nähe der VIU. Es war wirklich super das Ganze einmal auszuprobieren, auch wenn man anfangs erst einmal die Scheu vor der Tatsache, sich kopfüber ins Wasser zu stürzen obwohl man in ein Kajak geschnallt ist, verlieren musste. Wenn man dies aber halbwegs geschafft VIU_Coast_Miriam_Ghatte machte es wirklich riesigen Spaß und jeder kleinste Fortschritt machte einen noch erpichter darauf die Rolle endlich zu beherrschen! Tja, leider endete der Abend nur in der Beherrschung einer ½ Kajakrolle und mit ganz viel Wasser in Nase und Ohren aber der Spaß war die Sache auf jeden Fall wert.
Freut euch auf ganz viele tolle Outdoor Recreation Erlebnisse, denn das Angebot hier an der VIU ist wirklich super!

Study Program und Kurse an der National University – Erfahrungsbericht von Philipp T. – Auslandssemester USA

Beim Studium in Amerika werdet ihr viele Parallelen zu eurem Studium in Deutschland feststellen.  Um euch die Gewöhnung an die Unterschiede etwas zu erleichtern, kommt hier ein Überblick, der euch schon mal mit dem Gröbsten vertraut macht.
Die National University hat 28.000 Studenten, die zu großen Teilen auch online unterrichtet werden. Wundert euch also nicht wie ich, wo die anderen Studenten sind, wenn ihr die beiden Vorlesungsgebäude der NU in San Diego nie überfüllt erlebt. Sowohl der Spectrum Campus mit der angrenzenden Bibliothek, als auch das Gebäude in La Mesa verfügen über komfortable Vorlesungsräume mit moderner Technik, in denen die Kurse von rund 25 Studenten unterrichtet werden. NU_NUSD Spectrum Eingang_Philipp_TAnders, als ich es bisher in Deutschland selbst erlebt und gehört habe, sieht das Kurssystem der National University nur einen Kurs pro Monat vor. Kurse, die sich in Deutschland über ganze Semester erstrecken und daher umfangreicheren Lernstoff vermitteln, werden hier in einmonatliche Kurse aufgeteilt. So zum Beispiel bei Marketing Kursen: MKT 302a und darauf folgend MKT400.

Die Kurse unterscheiden sich oft, was die Prüfungsmethoden und die Art der Leistungsabfrage betrifft. So werden in dem einen Kurs wöchentlich Hausaufgaben hochgeladen, in dem anderen die Prüfungen online gemacht und wieder andere Dozenten arbeiten ohne Onlinemodule und stellen wöchentliche Quizze auf Papier. Die Zusammensetzung der Gesamtnote eines Kurses ist daher immer verschieden. Insgesamt ist die Belastung für die Studenten stärker verteilt, da eine kontinuierliche Leistungsbewertung erfolgt, anstatt der Abschlussklausuren, die in Deutschland meist die Gesamtnote ausmachen.

NU_NUSD Spectrum Student Lounge_Philipp_T

Da viele Studenten ihre Kurse online absolvieren, sind sehr nutzerfreundliche Plattformen vorhanden, die eine schnelle Übermittlung der Bewertungen ermöglichen. Im Student Portal erhaltet ihr die Möglichkeit, eure Kurse zu verwalten, Termine im Writing Office abzusprechen und Bücher auszuleihen. Es gibt sogar eine Handy NUSD App, die euch sofort informiert, wenn es neue Einträge in eurem Gradebook, oder Updates für euren Kurs gibt.

Ein weiterer großer Unterschied zu vielen deutschen Unis ist die stärkere Einbindung der Kursteilnehmer ins Unterrichtsgeschehen. Da viele der Studenten neben dem Beruf studieren, erhält so jeder die Möglichkeit, Praxisbeispiele und eigene Erfahrungen zu teilen, was das Lernen für alle erleichtert. Aufgrund der relativ kleinen Kurse von in der Regel unter dreißig Studenten entsteht eher ein Dialog zwischen den Dozenten und den Teilnehmern, als in größeren Kursen. NU_NUSD App II_Philipp_T

Da viele Kurse Reports von mehreren Seiten beinhalten, gibt es in der Bibliothek neben dem Spectrum Campus die Möglichkeit, Termine im Writing Office zu vereinbaren. Die Mitarbeiter des Writing Office beraten euch und helfen euch, sprachlich angemessene Reports zu schreiben und die ungewohnte Formatierung (APA Style) einzuhalten.
Es gibt also nichts, über das man sich große Sorgen machen muss, was die Gewöhnung Die einheimischen Studenten sind oft daran interessiert zu erfahren, welche Unterschiede zu ihren bekannten Universitäten bestehen und auch die Dozenten gehen bereitwillig auf Fragen ein und geben Hilfestellungen.

Tagesausflug Jervis Bay – Erfahrungsbericht von Hanne G. – Auslandssemester Australien

Mein Tagesausflug zur Jervis Bay begann schon früh morgens um 7 Uhr, denn ich musste mit der Fähre von der Manly Wharf zum Circular Quay fahren. Dort wurde ich dann mit dem Bus abgeholt und es ging Richtung Jervis Bay in etwa 200 Kilometer Entfernung südlich von Sydney. Zunächst kannte ich niemanden im Bus, da ich den Trip allein unternommen habe. Doch dieses änderte sich schnell, da es ein kleiner Bus war und alle Menschen dort sehr kommunikativ waren.ICMS_Blick Jervis Bay_Hanne_G Unser erster und einziger Zwischenstopp auf der Hinfahrt war in der Nähe von Wollongong, ungefähr auf der Hälfe der Strecke. Hier machten wir an einer Aussichtsplattform Rast, wodurch wir einen wunderbaren Blick auf die Küste hatten. Ein unbeschreiblich toller Blick!

Dann ging es direkt weiter zur Jervis Bay, damit wir auch nicht unser Boot verpassten, das gegen 12.30 Uhr losfuhr, um Delfine und Wale in der freien Wildbahn zu beobachten. Doch zuvor konnten wir noch für eine halbe Stunde Jervis Bay selber erkunden. Ein kleiner Ort mit einem wunderbaren Sandstrand und einem kleinen Jachthafen. Jervis Bay besteht aus einer Bucht mit verschiedenen weißen Sandstränden. Das Boot war sehr voll, aber dennoch versuchten wir alle uns die besten Plätze zu ergattern, um ja einen guten Blick zu haben für unsere späteren Beobachtungen. ICMS_Jervis Bay Beach_Flag_Hanne_GDie Bootstour ging über dreieinhalb Stunden und ich musste feststellen, dass das nur etwas für Personen ist, die „seetauglich“ sind. Der Wellengang war ziemlich stark, zumal wir auch aus der Bucht auf das offene Meer gefahren sind.

Einmalig schön waren die Erlebnisse, als die Delfine neben unserem Boot hergeschwommen sind und sich regelrecht ein Wettrennen mit dem Boot geliefert haben. Ich werde niemals vergessen wie sie in freier Wildbahn so fröhlich umherspringen! Es waren auch sehr viele Delfin-Mütter mit ihren Kindern unter den Delfinen.ICMS_Delfine_Hanne_G Ebenfalls als Mutter und Kind waren die Wale unterwegs. Um dieses Schauspiel zu sehen, haben wir die Bucht verlassen und sind auf das offene Meer raus gefahren. Doch um diese Tiere an der Wasseroberfläche zu finden, haben wir jeweils ungefähr sechs Minuten warten müssen. Denn in diesem Abstand tauchen sie meistens erst wieder auf. Auch hieran werde ich mich immer gerne zurück erinnern!

Nach der Bootstour sind wir dann weiter zum „Känguru-Valley“ gefahren, um dort Kängurus aus dem Bus heraus zu beobachten. Doch leider konnte ich so schnell keine Kängurus ausfindig machen im Gegensatz zu den Mitreisenden im Bus. Durch das „Känguru-Valley“ zu fahren war auch eine wunderschöne Fahrt; einfach mal die Felder, Wiesen und Wälder Australiens erleben. Allerdings waren die Straßen teilweise auch ziemlich eng und wenn ich dann aus dem Fenster geschaut und nur Abgrund gesehen habe, dann war es schon eine spezielle Fahrt. Außerdem sind wir über die älteste australische Brücke gefahren.

ICMS_Fitzroy Wasserfall_Hanne_GEinen Zwischenstopp auf unserem Rückweg haben wir bei den „Fitzroy-Wasserfällen“ gemacht. Von einer Aussichtsplattform hatten wir einen genialen Blick auf die Naturschönheiten Australiens. Auch hierzu muss ich sagen, es hat sich sehr gelohnt diese Tour mitzumachen, um dieses zu erleben! Danach ging es dann auf direktem Wege wieder Richtung Circular Quay, denn es war bereits dunkel geworden. Sehr glücklich und zufrieden nach einem langen Tag bin ich dann erst gegen 21.30 Uhr wieder zu Hause angekommen.
Zusammenfassend kann ich nur jedem diese Tour empfehlen, der für einen Tag den Alltag vergessen und wunderbare Orte Australiens sehen möchte!

Leben im Studentenwohnheim: Erfahrungsbericht von Johannes K. – Auslandssemester Kanada

Wo wohne ich und wie soll ich mich dafür bewerben? Das ist immer wieder eine wichtige Frage für ein Auslandssemester. Ich wollte auf alle Fälle auf Nummer sicher gehen und hab mich somit gleich für das Studentenwohnheim beworben. Die Bewerbung allein kostet jedoch Geld und bedeutet nicht, dass ihr automatisch einen Platzt bekommt. Es macht vor allem Sinn sich frühzeitig zu bewerben, da es eure Chancen erhöht.

VIU_Residences_Johannes_KDann beginnt die lange Wartezeit! Bekomme ich einen Platz? Soll ich mich schon anders umschauen? Diese Frage beschäftigte mich immer wieder während ich eine Antwort herbeisehnte. Endlich, im Juni kam die Nachricht vom Western Housing, dass ich einen Platz im Wohnheim bekommen habe und sogar noch in den Apartments, die ich bevorzugt habe! Also hatte ich dann eine Sorge weniger und so konnte ich Ende August einziehen.
Der erste Eindruck von der Wohnung sollte mich nicht täuschen und ich war einfach nur zufrieden. Kurz darauf lernte ich meine drei Mitbewohner kennen, mit denen ich also die nächsten Monate leben werde. Mit ihnen teile ich Wohnzimmer, Küche und jeweils mit einem von ihnen ein Bad. Sofort stimmte die Chemie in unserer WG und wir unternahmen viel gemeinsam, wie zum Beispiel Sport und Kurztrips nach Victoria, in die Rockys und Tofino! VIU_Residences_inside_Johannes_K

Jedoch muss man auch Glück haben mit seinen Mitbewohnern und man sollte auch selber für ein WG-Leben geeignet sein. Seid ihr also lieber für euch und braucht eure Ruhe, ist ein Zimmer in einem anderen Gebäude vielleicht besser. Abends spielte sich das Leben bei uns in der Küche und im Wohnzimmer ab. Wir saßen einfach zusammen, unterhielten uns über die Vorlesungen und somit kam ein Gefühl von zu Hause auf!
VIU_Court_Johannes_KDer Vorteil von Student Housing, im Gegensatz zu Off-Campus ist, dass man sehr schnell Kontakte knüpft und schnell Freundschaften schließt. Es kann euch eigentlich nicht passieren, dass ihr gelangweilt seid. Am Abend könnt ihr euch eure Zeit mit Sport vertreiben: am Beachvolleyballfeld, Basketballfeld oder im Gym auf dem Campus. Dieser ist direkt neben an und einfach zu Fuß zu erreichen. Das Stundent Housing bietet auch immer wieder Free Food und Aktionen an, bei denen man neue Leute kennenlernen kann.

Ich kann euch das Studentenwohnheim und das Leben in den Appartements nur empfehlen, da ich eine tolle Zeit hatte und viele coole und interessante Menschen getroffen habe. Auch von den 20er Häusern habe ich nur gutes gehört und verspreche euch ihr werdet eure Entscheidung für das Wohnheim nicht bereuen.

Auto in den USA – Kaufen oder Mieten? – Erfahrungsbericht von Simon V. – Auslandssemester USA

In den USA muss man mobil sein, aber kaufen oder mieten? Was ist besser für mich?
Es kommt viel darauf an wie lange man in den USA bleibt. Meiner Erfahrung nach sollte man sich Gedanken über den Kauf eines Autos machen, wenn man länger als ein halbes Jahr in den USA ist. Alles in allem ist es trotzdem sicherer und günstiger sich ein Auto zu mieten, da man somit gegen alle Eventualitäten abgesichert ist und immer einen direkten Ansprechpartner hat.

In meinem Fall ist es so, dass ich drei Monate an der National University studiere und nicht länger in den USA bleibe. Deshalb habe ich mir mit zwei Kommilitonen ein Auto gemietet, sprich man teilt durch drei. Hierbei gibt es einiges zu beachten, um nicht die gleichen Fehler zu machen wie wir. Als erstes ist es am besten über eine deutsche Internetseite zu buchen, wenn es geht frühzeitig also am besten schon zwei Wochen im Voraus – empfehlenswert ist http://www.billiger-mietwagen.de/ – da man somit in Deutschland einen direkten Ansprechpartner hat und es somit leichter ist sich mit diesen auseinander zu setzen. NU_Auto2_Simon_V

Außerdem ist bei US Seiten nur die gesetzliche Mindestversicherung vorhanden und diese ist meist nicht ausreicht. Unter gesetzlicher Mindestversicherung versteht man, dass das eigene Auto nicht abgesichert ist, Schäden am anderen Auto nur bis $15.000, in Kalifornien, übernommen werden und für Schäden an dritten nicht aufgekommen wird. Deshalb ist es ratsam über Deutschland zu buchen, auch wenn man sich schon in den USA befindet.

Die wichtigsten Punkte, auf die man bei der Autobuchung achten sollte, sind Versicherungen und das Alter des Fahrers bzw. des Kreditkarteninhabers. Bei „Alamo“ eine der größten Autovermietungen in den USA muss der Fahrer mit dem Inhaber der Kreditkarte übereinstimmen. Bei den Versicherungen sollen folgende Punkte unbedingt enthalten sein, damit man bestmöglich abgesichert ist.
• Vollkasko ohne Selbstbeteiligung
• Diebstahl ohne Selbstbeteiligung
• Haftpflicht 1.000.000USD

Ein wichtiger Punkt beim Mieten eines Autos in den USA ist das Alter. Sobald der Fahrer über 25 Jahre ist, entstehen keine weiteren Kosten. Bei Fahrer unter 25 fallen oft weitere Kosten an, die aber nicht auf der Homepage ausgewiesen werden und erst bei Abholung des Autos aufgezeigt werden. Davon lasst euch nicht beirren, diese Gebühr muss leider bezahlt werden. Und was noch wichtig ist, vertraut immer darauf was ihr im Internet gebucht habt und lasst euch keine Angst von den Mitarbeitern der Vermietungsfirmen machen.

NU_Auto_Simon_VIn unserem Fall hat es ganze drei Wochen und einiges an Geld gebraucht, um das „mafiöse“ Geschäft zu verstehen. Wir haben unseren USA Trip in San Francisco begonnen und uns über die deutsche Webseite, für ein Woche einen Jeep Grand Cherokee, für die Fahrt nach LA geliehen. Wir haben wirklich gedacht, dass alles soweit in Ordnung war, bis wir bei der Rückgabe erfuhren, dass wir nochmals $150 zahlen müssen, da ich unter 25 Jahre alt bin und mit meiner Kreditkarte gezahlt habe, obwohl ich nicht gefahren bin. Wir konnten das allerdings doch noch regeln und mussten es nicht bezahlen.

Als Zweites haben wir direkt über Alamo.com gemietet und auch erst bei der Abholung des neuen Autos erfahren, das wir nur die gesetzliche Versicherung haben. Somit sind wir vier Tage äußerst vorsichtig gefahren, damit ja nichts passiert. Unser drittes Auto war laut Beschreibung in derselben Kategorie wie das zweite, jedoch in Wirklichkeit, Meilen davon entfernt. Hier haben wir es über Alamo Deutschland gebucht und konnten kaum glauben was uns am Flughafen passiert ist! Das Personal von Alamo wollte uns ohne eine Zusatzhaftpflichtversicherung über $1.000.000 nicht gehen lassen und haben uns dazu genötigt, diese für über $400 zu nehmen. Da wir ein Auto brauchten, haben wir das natürlich angenommen. Gott sei Dank haben wir nun alles durchschaut und können mit gutem Gewissen unser nächstes Auto sicher, zu 100% mit allen Versicherungen und auf jeden Fall günstiger buchen.

Mit den oben genannten Tipps könnt ihr es schaffen relativ kostengünstig in den USA Auto zu fahren. Ihr wollt sicherlich Zeit damit verbringen die USA zu sehen und nicht den Flughafen, bei dem ihr euer Auto mietet.

Orientierung in Manly und am College – Erfahrungsbericht von Rebecca S. – Auslandssemester Australien

Die erste Woche am ICMS ist eine Orientierungswoche (o-week), die mit sämtlichen Informationen und Aktivitäten rund ums College-Leben gefüllt ist. Der Montag begann mit einer Begrüßung im Grand Dining Room, auf welche das „Official Enrolment“ in der Great Hall folgte. Dort musste man verschiedene Stationen durchlaufen. Angefangen wurde mit dem Ausfüllen eines Ankunftsbescheids, gefolgt von der Möglichkeit ein Bankkonto bei der ANZ-Bank zu eröffnen. ICMS_ Hauptgebäude_Rebecca_S

Dann hatte man die Möglichkeit sich bei verschiedenen wöchentlich angebotenen Sportaktivitäten (Yoga, Bootcamp, Futsal u.a.) anzumelden. Nachdem ein Foto für die Student-ID-card geschossen und diese ausgedruckt war, kam man an der letzten Station, Finances, an. Dort wurden offene Rechnungen dargelegt und Belege über die Zahlung der Studiengebühr, OSHC und student activity fee ausgestellt. Anschließend hatte man die Möglichkeit im Computerraum seine Zugangsdaten zum Intranet „Moodle“ und „Avantis“ einzustellen, den Stundenpan einzusehen, sowie seine College E-Mail-Adresse (ein Googlemail-Konto) zu aktivieren. Dieses soll man jeden Tag einsehen, da dort alle wichtigen Informationen gegeben werden. Auf Moodle werden alle Arbeitsmaterialien der Fächer hochgeladen, aber dazu in meinen nächsten Berichten mehr.

Am Dienstag wurden wir über weitere organisatorische Abläufe informiert, bekamen Zugangsinformationen zur Bibliothek, eine Surf-Safety Einweisung und es gab Führungen über den Campus. Abends fand in der Chapel des Colleges die Welcome Ceremony mit anschließender Cocktail-Party statt, wo man in besonderer Atmosphäre seine Mitstudenten besser kennenlernen konnte. Mittwochs gab es eine Schnitzeljagd durch Manly, donnerstags eine Manly Guided-Tour und eine gemeinsame Fahrt in die Warringah Mall sowie abends eine „Manly Nightlife Induction“. Freitags war dann der offizielle „Commencement Day“ mit verschiedenen Ständen und Entertainment.

ICMS_Ausblick vom Haupteingang_Rebecca_SNeben der Orientierung am College selbst orientiert man sich natürlich auch in der Stadt und organisiert einfache, alltägliche Dinge wie eine Sim-Karte, das Bankkonto, eine Steuernummer und sucht nach Einkaufsmöglichkeiten für Unterrichtsmaterial und Business Attire.

In Australien gibt es 3 Haupt-Netzanbieter: Telstra, Optus und Vodafone. Telstra hat australienweit die beste Netzqualität, ist aber am teuersten. Optus und Vodafone ähneln sich in Preisen und haben in Sydney eine gleich gute Netzqualität. Australienweit hat jedoch Optus das besser ausgebaute Netz. Die günstigste Variante ist „Virgin“, was über das Optusnetz läuft und vergleichbar mit „base“ von Eplus in Deutschland ist. Alle Netzanbieter bieten außerdem auch Internet-USB-Sticks an.

Mein Bankkonto habe ich bei der Westpac Bank eröffnet und bin mit der Bank inklusive Service super zufrieden. Der Kundenberater dort hat neben dem Eröffnen des Bankkontos auch meine Steuernummer beantragt, die mir dann völlig unkompliziert per Post zugesendet wird. Die Bankkarte konnte ich nach 2 Tagen in der Bankfiliale abholen.

Unterrichtsmaterial wie College-Blocks, Ordner, Stifte, Textmarker etc. kann man gut in Manly auf dem Corso bei Humphrey’s Newsagency kaufen. Dort bekommen ICMSler 10% Rabatt. Ansonsten führen der Supermarkt Coles, das Post Office und sämtliche Convenience Stores diese Artikel im Sortiment.ICMS_Manly Ferry_Rebecca_S

Für das Business Attire gibt es in der Warringah Mall (15 Min. mit dem Bus entfert) gute Einkaufsmöglichkeiten. Es kommt darauf an, wieviel man ausgeben möchte. Man kann sich günstig bei Target komplett einkleiden, oder in exklusivere Boutiquen gehen. In der Warringah Mall gibt es eine große Auswahl, auch von gängigen Ladenketten wie French Connection etc. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit der Fähre in die City zu fahren (für Studenten kostet die Fast Ferry nur 3$) und dort z.B. auf der George Street shoppen zu gehen.

Trip to the Rocky Mountains: Erfahrungsbericht von Miriam G. – Auslandssemester Kanada

Da Thanksgiving hier in Kanada ein Feiertag ist  und der Montag somit als ein regulärer Unitag entfiel, dachten wir  (6 andere Deutsche und ich) das verlängerte Wochenende als eine gute Gelegenheit zu nutzen, um die Rocky Mountains zu erkunden!
Ausgerüstet mit Zelt, Isomatten, Schlafsäcken, und ganz vielen warmen Klamotten ging es also los. Zuerst mit der Fähre nach Horseshoe Bay, dem Hafen in Vancouver, (15 $ pro Person) und dann anschließend mit dem Bus zum Flughafen, wo wir dann unser bereits vorher gebuchtes 7-Sitzer Auto (gebucht bei Avis) abholten. Das Auto entpuppte sich als ein absolut moderner High-Tech Minibus mit integriertem Navigationssystem und sogar Fernsehern in den Rückbänken (und das alles für ca.420$ für die 4 Tage inklusive Versicherungen und Taxes =60$/Person)! Völlig positiv überrascht von der Funktionalität des Autos starteten wir dann in Richtung Rocky Mountains.
Campground_in_Kamloops_Miriam_GImmer dem Trans-Canada Highway folgend erreichten wir nach ca. 6  Stunden (wir brauchten ewig um aus dem Stadtverkehr in  Vancouver herauszukommen) die Stadt namens Kamloops am wunderschönen Kamloops Lake, wo wir auf einem der Campingplätze unsere Zelte aufschlugen. Wie wir dann nach kürzester Zeit feststellen mussten, sind die Nächte in den Rocky Mountains wirklich bitterkalt (laut den Informationen unseres Autos waren es bis zu -3 Grad) aber dank guter Ausrüstung, Winterjacken und Lagerfeuer haben wir die Nächte alle gut überstanden und tja, nicht jeder kann von sich behaupten im Oktober in den Rockies gezeltet zu haben :). Außerdem waren die Waschräume auf den Campingplätzen alle beheizt und es gab überall heißes Wasser.

Am nächsten Morgen dann, nach ausgiebigem Frühstück, ging‘s weiter mit unserer Route über Salmon Arm, Revelstoke, einmal quer durch den Glacier Nationalpark und Golden bis zu Lake Louise in der Provinz Alberta im Banff National Park. Die Fahrt durch Täler, umgeben von schneebedeckten Bergen, tiefgrünen Wäldern mit einigen herbstlich gelb und rot verfärbten Bäumen und vielen Seen, war wirklich atemberaubend und wunderschön. In Lake Louise angekommen mussten wir zuallererst feststellen, dass die Campgrounds dort aufgrund der zunehmenden Futtersuche der Bären vor dem Winterschlaf für Zelte geschlossen waren, um Bären und Menschen zu schützen.  Man sollte sich also am besten vorher darüber informieren, welche Campingplätze für Zelte  überhaupt geöffnet sind. Wir mussten somit nämlich wieder zurück nach Golden fahren, um unser Lager für die Nacht aufschlagen zu können. Türkises_Wasser_miriam_G

Lake Louise mit seinem türkisblauen Wasser und den Gletschern im Hintergrund ist aber ein wirklich sehenswerter Ort und sollte unbedingt besucht werden! Nachdem wir dann also die nächste Nacht in Golden gut hinter uns gebracht hatten, brachen wir am Sonntag  in den Glacier National Park auf, um dort einen der Berge der Rocky Mountains zu besteigen.

Der doch recht anstrengende ca. 3-stündige Aufstieg hatte sich gelohnt, denn oben angekommen offenbarte sich uns dann eine scheinbar endlose Bergkette von Gletschern. Abends kehrten wir dann wieder zurück zu unserem Campingplatz in Golden und ließen die letzte Nacht am Lagerfeuer mit gegrillten Würstchen und Bier ausklingen:) bevor wir uns am nächsten Tag früh morgens um 6 auf den ca. 12-stündigen Weg zurück nach Nanaimo machten.

Pause_in_den_Rockies_Miriam_GAlles in allem war der Ausflug in dir Rocky Mountains ein wirklich tolles Erlebnis und kann jedem Studenten an der VIU nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Alternativ zu unserem selbst organisierten Camping-Road-Trip kann man auch eine Tour bei Reiseveranstaltern in Vancouver buchen, diese sind zwar etwas luxuriöser mit Übernachten in Hotels usw. kosten dafür jedoch um die 400-600$ für ein Wochenende. Wir hatten alles in allem nur rund 200$ pro Person ausgegeben (Auto, Benzin, Essen, Schlafen, Trinken, Fähre, Bus und Zwischenstopps bei Tim Hortons und Mc Donalds on the road alles mit inbegriffen).
So, come on and visit the Rockies!