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Uni-Erfahrungen VIU – Erfahrungsbericht von Anja H. – Auslandssemester VIU Kanada

Solltet ihr euch für die VIU entschieden haben, habe ich hier ein paar Tipps für euch. Die Uni wird euch vorschlagen ein sogenanntes „Line Package“ zu kaufen, welches ihr dann an eurem Ankunftstag abholen könnt. Darin sind so Sachen wie Handtücher, Laken, Decken etc. drin. Der ganze Spaß kostet mehr als 200 Euro. Das braucht ihr wirklich nicht! Es ist total unnötig – ich habe es zum Glück nicht gemacht. Viele meiner Freunde hatten sich dieses Packet gekauft und sagen im Nachhinein, dass es die totale Geldverschwendung war. Es gibt deshalb zwei Möglichkeiten, wie ihr euch den ganzen Kram zulegen könnt, ohne dabei 200 Euro blechen zu müssen. SAMSUNG CAMERA PICTURES

Die erste Möglichkeit ist, dass ihr euch alles von zu Hause mitbringt – das habe ich gemacht. Klappt eigentlich super! Nehmt dann aber Sachen mit die ihr dann einfach in Kanada wegschmeißen könnt bevor ihr zurück fliegt – dann ist der Koffer schon wieder leichter. Die zweite Möglichkeit ist einfach, das ganze Zeug bei Walmart für wenig Geld zu kaufen und es dann ebenfalls einfach hier zu lassen vor der Abreise. Solltet ihr bei Walmart sein, kauft auch gleich Geschirr! Das ist nämlich auch noch nicht vorhanden. Denkt daran: Wenn ihr hier ankommt habt ihr, Line package hin oder her, keine richtigen Decken (nur eine „Kuscheldecke“ falls ihr das Packet bucht) – also müsst ihr so oder so einkaufen.
Wenn es darum geht, Kurse zu wählen, geschieht dies meistens schon, wenn ihr noch in Deutschland seid und ihr könnt dies online machen. Achtet darauf, dass ihr immer nur die Kurse wählt, die auch auf dem Hauptcampus in Nanaimo sind. Die VIU hat auch einen Campus in Cowichan, Parksville, Qualicum und Powell River. Diese sind ohne Auto eigentlich so gut wie gar nicht zu erreichen.
SAMSUNG CAMERA PICTURESBei der Wahl der Unterbringung gibt es verschiedene Arten. Zum einen gibt es die Apartments. Hier wohnt ihr mit drei weiteren Studenten zusammen in einer Wg. Ihr habt ein eigenes Zimmer und teilt euch mit jeweils einer Person ein Bad. Es gibt zwei Häuser, die mit Apartments besetzt sind. Haus 11 ist sozusagen das „Party-Haus“ und Haus 10 eher das ruhiger. Was aber nicht heißen soll, dass in Haus 10 weniger Partys gefeiert werden. Sie werden meist nur eher von der Security beendet, weil die Nachtruhe früher als in Haus 11 ist. Wenn ihr ein Studio nehmt, habt ihr im Grunde genommen dasselbe nur für euch ganz alleine. Also eigenes Bad, eigene Küche, Schlafzimmer.
In den „ 20 Bedrooms Appartements“ habt ihr ein eigenes kleines Zimmer in dem ihr auch ein Waschbecken habt und teilt euch das Bad mit einer anderen Person. Das Bad hat einen Eingang von beiden Zimmern aus. Es gibt eine große Gemeinschaftsküche in der ihr euer Zeug unterbringen könnt. SAMSUNG CAMERA PICTURES
Die letzte Möglichkeit ist „Morden Hall.“ Dies sind die kleinesten Zimmer. Sie sind wirklich sehr klein und solltet ihr Platzangst haben, wäre dies keine gute Wahl. Im Endeffekt ist alles wie bei den 20 Bedrooms nur, dass die Zimmer nochmal um die Hälfte kleiner sind.
Was ihr euch auf jeden Fall kaufen könnt und was auch total super ist, ist die „Good Foodbox.“ Diese könnt ihr am Cedar Center Office buchen. Für einen Monat zahlt ihr jeweils um die 12 Dollar. Jeden zweiten Mittwoch im Monat bekommt ihr dann frisches Obst und Gemüse geliefert. Das ist wirklich eine super Sache!

Pub Crawl Nanaimo – Erfahrungsbericht von Anja H. – Auslandssemester VIU Kanada

In Nanaimo gibt es relativ viele Pubs in Relation zur Größe der Stadt gesehen. Natürlich sollte man dem einen oder anderen Pub dann auch mal einen Besuch abstatten. Sollte dies jedoch nicht so klappen, könnt ihr den Pub Crawl nutzen. Meistens wird er von einer kleinen Gruppe von einheimischen Studenten für die Auslandsstudenten organisiert. Bei einem Pub Crawl besucht ihr mehrere Pubs hintereinander und trinkt jedes Mal einen zusammen – dieses Spielchen kennt man ja auch in Deutschland.SAMSUNG CAMERA PICTURES
Das Gute ist, dass die Universität einen sogenannten „free shuttle“ stellt und ihr damit kostenlos nach Downtown zu eurem ersten Pub gebracht werdet – das heißt die lästigen Gespräche beim Bezahlen des Taxis („Wer hat Kleingeld?!“) fallen erst einmal weg. Den Rückweg müsst ihr dann zwar wieder mit dem Taxi antreten, aber eine Fahrt habt ihr wenigstens gespart – besser als nichts!
Unser Pub Crawl begann im „Queens Pub.“ Hier treten sehr oft Bands live auf – solltet ihr also auf gute Livemusik stehen könnt ihr es ab und zu mal dort vorbei schauen.  Was man dabei nicht vergessen darf ist ein weißes T-Shirt zu tragen, denn jeder darf an diesem Abend seine Unterschrift auf den Shirts hinterlassen. Bei dem Spiel „Human Bingo“ lernt man dann auch ganz schnell die anderen internationalen Studenten kennen. Im Endeffekt habt ihr ein paar Fragen („Wer spielt ein Instrument?“) und müsst dazu eine passende Person finden – hier sind natürlich eure Englischkenntnisse gefragt und Schnelligkeit. Wer als erstes alle Fragen beantwortet hat, hat gewonnen. Bingo!
Bier war das Hauptgetränk des AbedsDanach geht es dann gleich in den nächsten Pub – davon gibt es in Nanaimo ja wie gesagt genug. Nächste Station bei uns war dann der Pub „ACME“ – hier gab es dann auch gleich den passenden Beat und man konnte sich schon warm tanzen. Natürlich kann es sein, dass bei eurem Pub Crawl die Locations variieren – das hängt von den Organisatoren ab.
Manche Pub-Owner sind leider nicht so begeistert, wenn eine Meute „gut gelaunter“ Studenten in ihren Pub möchte. Wir hatten das Pech, dass wir bei einer Kneipe Eintritt hätten zahlen müssen – da waren wir aber dann ganz schnell wieder weg. Pech für den Besitzer – hätte das Geschäft seines Lebens werden können.
Unsere nächste Station war das „Palace“ – solltet ihr jemals mit einem Taxi dorthin fahren lasst euch von den Taxifahrern nur nicht entmutigen, weil sie euch erzählen, dass im „Palace“ nur alte Menschen sitzen. Mit den richtigen Leuten kann es dort toll werden, denn ihr könnt Sport schauen und Billard spielen und wenn die Bedienungen sehr gut drauf sind, dürft ihr eure eigene Playlist zusammenstellen. Die Getränkepreise sind für Kanada dort spottbillig! In Kanada ist der Alkohol ziemlich teuer.
Zu guter Letzt könnt ihr dann je nach Lust und Laune noch in dem Nachbarclub des Palace „241“ oder 100 Meter weiter im „Level Two“ in die Nacht feiern. Jedoch aufgepasst: In Kanada machen die Clubs leider schon gegen zwei Uhr nachts dicht, bis sechs Uhr morgens feiern ist da also leider nicht drin. Also nutzt die Zeit!

Neues Land, neue Leute, neue Freunde…? – Erfahrungsbericht von Viktoria d.K. – Auslandssemester VIU Kanada

Da kommt man in Kanada an, ist endlich in seiner Wohnung eingezogen, aber was dann? Voller Tatendrang möchte man dann natürlich alles erkunden, alle Berge, alle Hügel, Strände und Seen. Aber mit wem? Wenn man alleine von seiner Heimatuni kommt, so wie ich, dann gestaltet sich das Freunde finden natürlich ein bisschen komplizierter, als wenn man mit Studienkollegen anreist.
Also, wie finde ich denn jetzt neue Freunde? Reicht mir ein Semester aus, um wirklich gute Freunde zu finden, oder werden die neuen Freundschaften eher oberflächlich sein? Kann man das überhaupt Freundschaft nennen? Diese Fragen habe ich mir anfänglich sehr häufig gestellt.
Freunde finden_StrandAm einfachsten ist es, sich in eine Wohngemeinschaft einzumieten und dort mit den Mitbewohnern viel zu unternehmen. Mir ist das an sich gut geglückt. Eine meiner Mitbewohner war auch deutsch, weshalb sich dort die Verständigung viel einfacher gestaltet hat und man sofort auf einer Wellenlänge war.  Sie war die beste Mitbewohnerin, die man sich vorstellen konnte und wir waren für die kurze Zeit, die wir zusammen gewohnt haben, sehr gut befreundet und eigentlich schon quasi wie eine kleine Familie. Wir haben zusammen gekocht, oder sie hat die meiste Zeit für mich gekocht, da sie eindeutig die bessere Köchin von uns beiden war, sind weggegangen, haben Filme geschaut und haben Sport gemacht.
Wobei wir schon beim nächsten Punkt wären: Sport. An der VIU werden zig verschiedene Sportkurse angeboten, von Surfen bis Basketball, von Fußball bis hin zu Kickboxen. Je mehr Kurse man macht, desto schneller findet man seine Sportfreunde, mit denen man auch nach den Kursen Kaffee trinken gehen kann oder auch mal shoppen. Ich habe sehr viel Sport mit der Freundin von meinem chinesischen Mitbewohner gemacht, mit der ich mich prompt verstanden habe und wir uns während des Sports eigentlich noch besser kennen lernen konnten. Friends
Sollte man darauf hoffen, dass man in den verschieden Kursen, die man an der VIU belegt, Freunde finden sollte, dann hat man sich eher geirrt. Vor allem in den Erstsemester Kursen, wird kaum bis überhaupt nicht miteinander geredet. Ich habe noch nie erlebt, dass man in einem Kurs eine Stecknadel fallen hören könnte, aber ich wurde eines besseren gelehrt. In diesem Kurs wurde einfach überhaupt nicht miteinander geredet. In den höheren Semestern sieht das zwar ein bisschen anders aus, aber Freunde habe ich dort auch keine gefunden. Viel eher wurde sich ab und zu zufällig in der Stadt oder in einem Pub getroffen und miteinander geredet, aber absichtlich verabreden war nicht die Devise. Ich habe viele Deutsche durch andere Deutsche kennen gelernt und halte auch jetzt immer ständigen Kontakt zu ihnen, auch wenn sie in ganz Deutschland verteilt wohnen.
Aber was das Finden von Freunden angeht wurde ich eines besseren belehrt. Man kann auch in kurzer Zeit, wie etwa 4 Wochen, sehr gute Freunde finden, mit denen man alles durchmacht und durch das gemeinsame „Schicksal“ wirklich dick zusammenwächst.

Günstig Schulbücher kaufen – Erfahrungsbericht von Johanna A. – Auslandssemester VIU Kanada

Für eure Studienzeit an der VIU werdet ihr viele Bücher benötigen. Das ist hier in Kanada eine kostspielige Angelegenheit… Doch keine Panik: Mit ein paar Tipps und Tricks könnt ihr die Kosten niedrig halten. Zunächst müsst ihr aber erst einmal wissen, mit welchen Büchern in euren Kursen gearbeitet wird. Dies könnt ihr online einsehen, unter: www.viu.ca –> Bookstore –> Buy Textbooks –> in dem drop-down Feld gibst du deinen Term ein, z. B. Nanaimo – Fall 2013 –> im nächsten Feld wählst du dein Programm, z. B. MBA –> anschließend kannst du dann deine Kurse wählen.

School Books_AllnochDiese Kursnummern stehen in der Regel in deinem Stundenplan, z. B. 504 –> als letztes wird dann die Section (ebenfalls dem Stundenplan zu entnehmen) gewählt und alle Bücher – die für diesen Kurs entweder verbindlich oder optional sind – werden aufgelistet. Der erste Blick auf die Preise kann einen schon ganz schön erschrecken. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in meiner gesamten Bachelor-Studienzeit in Deutschland habe ich maximal 100 € für Bücher ausgegeben. Die meisten Bücher stehen in den Bibliotheken der Universitäten und Hochschulen zur Verfügung; man kauft gebrauchte Bücher von Kommilitonen oder die Skripte der Professoren sind bereits so detailliert aufbereitet, dass ein Buch sowieso überflüssig ist. Ich bin damit jedenfalls sehr gut gefahren. Das werdet ihr hier in der Regel nicht erleben. Die VIU empfiehlt ca. 300 Dollar für Bücher einzuplanen – theoretisch.

Denn es gibt den einen oder anderen Tipp/Trick:Bookstore_VIU_Allnoch
1) Erste Anlaufstelle ist der VIU Bookstore. Hier findet ihr – geordnet nach den Programmen und Kursen – alle Bücher. Das sind dann allerdings neue Bücher zu den Originalpreisen, die wie gesagt extrem teuer sind. Ein Buch kann da schon mal 200 $ kosten… Man kann dort aber auch gebrauchte reduzierte Bücher finden, wenn man schnell ist. Am besten gleich zu Beginn so früh wie möglich in der Orientierungszeit vorbei schauen.

Es kann vorkommen, dass manche Professoren ihre Bücher noch ändern, wenn ihr schon eins gekauft habt. Solange ihr es in der Folie lasst, könnt ihr es innerhalb von zwei Wochen zurückgeben.

2) Eine weitere Adresse ist die Student Union. Dort findet ihr eine große Menge an gebrauchten Büchern und könnt viel Geld sparen. Auch wenn ihr theoretisch eine neuere Version des Buches benötigt, lohnt es sich dennoch, eine ältere Version zu kaufen. Sie sind um einiges günstiger und die Änderungen sind in der Regel auch unwesentlich. Doch auch hier gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. In der Orientierungswoche stehen die Leute bis nach draußen an. Wenn es euch also irgendwie möglich ist, versucht noch vor der offiziellen Orientierungswoche vorbeizuschauen. Sehr schön ist auch, dass ihr am Ende eure Bücher dort auch wieder verkaufen könnt für die nächsten Studenten – unabhängig davon, ob ihr sie neu oder gebraucht gekauft habt.

School Books_VIU_Allnoch3) Alternativ  gibt es noch die Möglichkeit E-Textbooks zu „leihen“. Das bedeutet, dass ihr zum Beispiel über die Seite http://www.coursesmart.com/search eine bestimmte Summe bezahlt. Das ist deutlich günstiger, als das Buch neu zu kaufen (zum Beispiel 83 $ statt 230 $ neu). Ihr habt das Buch dann natürlich nicht in Papierform, sondern als PDF. und ihr könnt es nicht „behalten“, denn ihr leiht es nur. Je nach Dauer variiert auch der Preis, d. h. je länger die Leihfrist, umso teurer.
4) Auch die Seite http://www.alibris.com/ bietet dieses Verfahren an. Zusätzlich kann man dort auch günstige ältere Versionen als Hardcover finden. Die Lieferzeit kann sich allerdings auch schon mal bis zu vier Wochen hinziehen.
5) Dann gibt es natürlich noch einschlägige Seiten wie Amazon, eBay und Co. (http://www.half.ebay.com/)

Ich hoffe, dieser Beitrag hilft euch ein wenig beim Geld sparen. Es gibt schließlich noch viel schönere Möglichkeiten in Canada Geld auszugeben. :)

Nanaimo – Erfahrungsbericht von Miriam G. – Auslandssemester Kanada

Nanaimo hat rund 80.000 Einwohner und ist nach Victoria die zweitgrößte Stadt auf der kanadischen Pazifikinsel Vancouver Island. Neben einem Atombunker für die kanadische Regierung, der 1960 errichtet wurde, diente die Stadt früher vor Allem als Handelsposten für Kohle und Holz.

Auf dem Weg nach Downtown_Miriam_GHeute ist die Stadt “just a place where people live“, wie die meisten Kanadier zu sagen pflegen und meinen damit, dass Nanaimo an sich recht wenig zu bieten hat, für Familien und ältere Leute jedoch ein sehr geeigneter Ort ist um das Leben zu genießen. Das heißt: die Stadt besteht aus einem sehr kleinen Ortskern (Nanaimo Downtown) und ansonsten hauptsächlich aus Wohnhäusern und großen Einkaufszentren („Malls“) die außerhalb der Stadt liegen. Da Nanaimo auf einem Berghang gebaut ist, ist es für die Anwohner recht ratsam ein Auto zu haben, denn die steilen Straßen sind (außer für sehr sportliche Leute) nicht jedermanns Sache.

Da Nanaimo auf der Insel Vancouver Island liegt, ist die Stadt nur per Fähre oder Wasserflugzeug vom Festland aus zu erreichen. Die Überfahrt mit der Fähre dauert von Horseshoe Bay, dem Hafen in Vancouver,  etwa 2 Std und kostet pro Fahrt 15$. Der Flug übers Wasser ist zwar etwas spannender und mit einer halben Stunde Flugzeit auch zeitsparender, kostet jedoch zwischen 50 und 80 $. Die wunderschöne Landschaft, die man von der Fähre und natürlich vom Flugzeug aus wunderbar betrachten kann,  lässt die Zeit jedoch wie im Fluge vergehen und wenn man Glück hat, kann man auf der Überfahrt mit der Fähre sogar Wale sehen!Fähre nach Nanaimo_Miriam_G

Die VIU mit seinen knapp 10.000 Studierenden und die VIU-Residences bilden quasi den Gipfel Nanaimo’s- ganz oben auf dem Berg. Dies hat einerseits den Vorteil, dass man eine wunderschöne Sicht aufs Meer und die Landschaft genießen kann, andererseits jedoch den Nachteil, dass man mindestens 20 Minuten zu Fuß runter nach Downtown braucht und zurück sogar noch länger…der Berg lässt grüßen:). Zum Glück gibt es jedoch eine recht gute Busverbindung und für 2.50$ pro Fahrt kommt man hier in ca. 10 Minuten runter in die Stadt und auch in weiter weg gelegene Einkaufszentren wie das Woodgrove Centre, in welchem auch ein Walmart zu finden ist. Taxis von der VIU bis Downtown kosten um die 8-10$; zu fünft ist es somit oft sogar billiger sich ein Taxi zu teilen als den Bus zu nehmen.

Die Uni_Miriam_GDas Wetter an der Westküste Kanadas ist recht mild und hat eine Durchschnittstemperatur von 9,6°, die Werte fallen somit selten unter den Gefrierpunkt. In diesem Jahr hatten wir die ersten beiden Monate (September, Oktober) wirklich nur strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel zu verzeichnen, seit November jedoch bestimmt vor Allem Regen und eine Temperatur von 5-8° die Wetterlage. Falls ihr also in Nanaimo landen solltet ist hier ein Tipp: packt eure Gummistiefel ein! Das ist nämlich der neuste Schrei für Mädels an der VIU und wirklich beinahe jeder besitzt ein Paar solcher Schuhe. Sehr, sehr praktisch kann ich dazu nur sagen:).

Schnee ist in Nanaimo eher selten, wenn er jedoch dann meist im späten Januar doch kommen sollte, gibt es an der VIU  eine Besonderheit und die nennt sich: Snowdays.  Das heißt, ganz einfach erklärt, sobald es schneit, fällt an der VIU der Unterricht aus. Es gibt allerdings meist nur 2-3 Snowdays im Jahr, also freut euch nicht zu früh…:)

Zwischen Bücher kaufen und den ersten Examen: Erfahrungsbericht von Matthias H. – Auslandssemester Kanada

Wie schnell einen der Alltag an der VIU eingeholt hat, erkennt man daran, dass zwischen den Einführungsveranstaltungen und den ersten Examen nur 4 Wochen dazwischen liegen. Nach den sehr aufwendig und gut organisierten Einführungsveranstaltungen, in denen einem das Gelände und der Studiengang ausführlich erklärt und gezeigt wurde, geht es ziemlich zügig mit dem regulären Unibetrieb los.

Als ersten Tagesordnungspunkt steht gleich mal das allzu leidige Thema ‚Bücher kaufen‘ auf dem Programm. Ihr solltet euch dabei auf gar keinen Fall Illusionen machen und glauben, man könne das mit Deutschland vergleichen. Hier an der VIU ist es, laut Professoren, absolut notwendig das passende Buch zur Vorlesung zu besitzen, da sich der Inhalt der Vorlesung an dem jeweiligen Buch orientiert und auch oftmals für Hausaufgaben benötigt wird. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Bücher, wenn man sie neu erwerben will, bis zu $200 kosten. Manche Studenten, die ich hier kennengelernt habe, mussten bis zu $700 für ihre Bücher aufwenden, ich bin mit $450 noch glimpflich davon gekommen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, gebrauchte Bücher an der VIU zu erwerben, dabei sollte man jedoch ziemlich zeitig dran sein. Mein Tipp an euch, falls ihr die Möglichkeit habt ein paar Tage vor dem offiziellen Unistart anzureisen, nutzt die Gelegenheit und kümmert euch um eure Bücher.

Library_Bookstore_Matthias_HDas einfachste dabei ist in den Bookstore, gleich an der Library, zu gehen und sich seine Bücher anhand des Stundenplans herauszusuchen. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass man sich das richtige Buch heraus schreibt, welches euch euer Professor empfiehlt. Es kann unter Umständen auch vorkommen, dass ein und das selbe Fach von verschieden Professoren gelesen wird und diese unterschiedliche Bücher verwenden. Mit der Liste an Büchern geht ihr dann in die „Student Union“, dort könnt ihr dann gebrauchte Bücher zum halben Preis, oder manchmal sogar noch günstiger, erwerben. Inwieweit es wirklich nötig ist, die Bücher zu kaufen, mag ich nicht zu beurteilen, da es wirklich vom Professor und seinem Unterricht abhängt.

Der nächste Termin, den man nicht verpassen sollte, ist die Buchung der Outdoor & Fitness Aktivitäten. Es werden zahlreiche Ausflüge von Wanderungen, Surftrips bis hin zu Rafting-Touren, zu wirklich fairen Preisen, angeboten. Jedoch das zu buchen, dass man auch wirklich will, ist nicht so einfach. Es besteht die Möglichkeit seine Ausflüge übers Internet oder direkt am Gym zu buchen. Beide Varianten waren in diesem Jahr nicht wirklich erfolgsversprechend. Die Buchung übers Internet, die ich versucht habe, war eine einzige Katastrophe, da das System schlichtweg überfordert war. Entweder kam es zu ständigen Fehlermeldungen, oder die Buchung wurde fehlgeleitet und man war für einen Ausflug vorreserviert, den man nicht wollte. Persönlich zu buchen bedeutet, sich um halb acht am Morgen in eine lange Schlange von anderen (deutschen) Studenten zu stellen und zu hoffen, dass man noch das bekommt, was man will.

Frei nach dem Motto ‚Bei los geht’s los‘, verlaufen die ersten Wochen an der VIU. Man bekommt eine Liste an Assignments und Examen und schon hat man einen ziemlich definierten Eindruck, was einem in den kommenden Wochen so erwartet. Das mag einem zu Beginn alles etwas erschlagen, weil man es aus Deutschland nicht gewohnt ist, am Anfang des Semesters schon voll zu arbeiten. Doch die Eingewöhnungsphase ist schnell überwunden. Außeracht lassen sollte man auch nie, dass man viel weniger Fächer und somit auch weniger Vorlesung hat als Zuhause. Blick_aus_der_Library_Matthias_H

Mein Tipp an euch, 4 Fächer reichen vollkommen, dann bleibt genügend Zeit um sich vernünftig vorzubereiten und es verbleibt auch noch entsprechend Zeit, das Land und die Leute zu genießen. Eines ist hier wirklich besonders bemerkenswert: solltet Ihr bei irgendetwas Schwierigkeiten bekommen, dann könnt ihr sicher sein, dass euch immer geholfen wird. Es gibt genügend Personal, das einem jederzeit hilfsbereit zur Verfügung steht und einem gerne unter die Arme greift. Auch die Professoren lassen keine Gelegenheit verstreichen, um nicht zu betonen, dass wenn es Missverständnisse oder ungeklärte Fragen gibt, man jederzeit persönlich vorbeikommen kann.

Ankunft in Kanada – Anreise, erste Eindrücke und Orientation Week – Erfahrungsbericht von Miriam G.

Ich bin nun bereits seit 9 Tagen in Kanada und vor exakt einer Woche auf Vancouver Island, genauer gesagt in dem kleinen Städtchen namens Nanaimo angekommen. Um einen kleinen Einblick in die ersten Tage Kanada zu geben, dachte ich, schildere ich einfach mal meine allerersten Eindrücke in einer Art Reisetagebuch.

Am 27. August ging es los mit der Reise zum Frankfurter Flughafen und knapp 12 Stunden später hatte mich Air Transat (kanadische Urlaubsfliegergesellschaft, preislich sehr zu empfehlen, jedoch sehr enge Bestuhlung im Flugzeug) bereits sicher nach Vancouver befördert. Nachdem ich die Immigration  erfolgreich passiert hatte (Achtung, für die Einreise nach Kanada unbedingt Dokumente der Uni mitnehmen und man sollte ein Rückflugticket bzw. Weiterreiseticket vorzeigen, aus welchem hervorgeht, dass man Kanada nach den visumsfreien 6 Monaten wieder verlässt) ging es mit dem Bus weiter in Richtung Downtown Vancouver um die erste Nacht in einem Hostel zu verbringen.

Da es 9 Std. Zeitverschiebung bis Deutschland sind, machte sich bei mir bereits nach kurzer Zeit ein kleiner Jetlag bemerkbar, nach 2 Tagen hatten sich die schlaflosen Nächte aber bereits gelegt und ich war im kanadischen Rhythmus angekommen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Bus in Richtung Horseshoe Bay, dem Ort an dem die Fähren nach Vancouver Island ablegen. Um dorthin zu gelangen sollte man am Besten in den Horseshoe Bay Express Bus einsteigen, dieser ist am schnellsten und man zahlt wie in allen anderen Bussen $ 2.50 oder „Bucks“ wie hier alle zu sagen pflegen. An Horseshoe Bay angekommen, offenbarte sich die Landschaft Kanadas bereits in seiner ganzen Pracht und konnte die  Bilder im Reiseführer bestätigen: schneebedeckte Berge, tiefblaues Meer und die dunkelgrünen, dichten Nadelwälder Kanadas. Allein dieser Anblick steigerte meine Vorfreude auf die kommenden Monate immens- ich konnte es kaum abwarten mehr von diesem Land zu sehen und zu entdecken!

Nach der 1,5 stündigen Fahrt erreichte ich schließlich Vancouver Island, mit dem Bus ging es dann weiter zur VIU und den dortigen gleich angrenzenden Residences, in welchen ich glücklicherweise ein Zimmer ergattern konnte. Mein Zimmer ist dort eines der billigsten mit ca. 450€/Monat in der Morden Hall, leider jedoch im Vergleich zu den anderen Häusern der Residences (Dunsmuir House, Apartments, 20-Bed House) wirklich etwas runtergekommen und die Zimmer dort haben nur etwa eine Größe von 7-8qm!

Für 3-4 Monate geht das natürlich schon, wenn ich jedoch die Chance hätte neu zu wählen, würde ich wohl eher das 20-Bed House oder das Apartment auf den 1. Rang setzen. Die Zimmer in allen Residences sind zwar möbiliert, jedoch ohne jegliche weitere Ausstattung, d.h. Töpfe, Teller, Decke, Kissen usw. , all dies musste ich mir in den nächsten Tagen kaufen. Außerdem ist es so, dass in der Morden Hall und dem Dunsmuir House eher die kanadischen „Erstis“ wohnen, die sind zwar wirklich alle total nett jedoch eben erst um die 18 Jahre alt. In den 20-Bed Houses wohnen dann vor allem Masterstudenten aus Kanada und aus aller Welt.

Am Mittwoch den 29.08. ging es dann für mich als BBA-Studentin los mit dem ersten Orientation Day, und gleich am Tag darauf, am 30.  dann weiter mit der allgemeinen Orientation. Dort hieß es dann Schnitzeljagd über den Campus, Burger essen (das verstehen Kanadier unter BBQ) und Kommilitonen und Instructors kennenlernen. Es war wirklich nett, man lernt den sehr hügeligen Campus kennen von welchem man außerdem eine wunderschönen Ausblick auf das Meer und die angrenzenden Berge und Wälder genießen kann und erfährt nebenher Wissenswertes über die Uni und den dortigen Alltag.

Was man unbedingt einberechnen sollte in die Geldkalkulation fürs Auslandssemester  ist der Bücherkauf. Diese sind hier in Kanada leider nur sehr teuer zu erwerben, denn für jedes Fach welches man belegen möchte, wird ein Buch benötigt. Dieses kann auch gebraucht in der „Student‘s Union“ für „nur“ 50-150$ gekauft werden, doch meist bestehen die Instructor auf die neusten Editions und diese können gerne 150 -250 € kosten. Je nach benötigter Anzahl der Bücher sollten somit 300-500$ für den Bücherkauf eingeplant werden. Die Bücher können jedoch nach dem Semester an die Student‘s Union als “used books“ zum Weiterverkauf wieder verkauft werden.

Leute an der VIU kennenzulernen ist außerdem kein Problem, es wimmelt hier nur so an deutschen und ausländischen Studenten und bereits nach kürzester Zeit hatten wir zusammen einige Pubs erkundet und ein BBQ veranstaltet. Alles in allem wird man hier an der VIU mit offenen Armen empfangen und an Angeboten weitere Studenten kennenzulernen mangelt es wirklich nicht!

Heute Abend geht es in den Pub der University, dort ist wohl Donnerstags für die über 21-Jährigen immer Party angesagt. Ich bin gespannt.

Der Weg nach Nanaimo und die ersten Eindrücke – Erfahrungsbericht von Johannes K. – Auslandssemester Kanada

Das Abenteuer Auslandssemester beginnt! Doch wenn ich ehrlich bin, konnte ich es erst so richtig fassen, als ich am Flughafen in Frankfurt stand und wusste, dass es kein Zurück gibt! Nach all meinen Vorbereitungen wie zum Beispiel der Stundenplan, die Krankenversicherung und die Kursauswahl, freute ich mich auf meine Reise nach Kanada.

Nach einem langen Flug und ein paar Verspätungen kam ich endlich in Vancouver an. Für den Flug kann ich euch nur einen Fensterplatz empfehlen, da es einfach eine Menge schöner Landschaften zu sehen gibt. Speziell Grönland und die Rocky Mountains waren für mich das absolute Highlight. Die Einreise nach Kanada verlief richtig stressfrei und nach einem kurzen Gespräch mit dem Polizeibeamten war ich nun offiziell in Kanada.

Aus dem Flughafen raus, wollte ich sofort nach Nanaimo und stieg somit in den Skytrain Richtung Vancouver City Center. Von dort ging es mit dem Bus 250 oder 257 zum Hafen Horseshoe Bay, in dem die Fähre nach Nanaimo ablegte. Da ich mir zuvor nicht viele Gedanken gemacht habe wie ich nach Nanaimo komme, war ich positiv überrascht wie einfach der Weg war. Im Bus angekommen fiel mir dann zum ersten Mal die offene und freundliche Art der Kanadier auf. Sofort wurde ich von einer älteren Dame im Bus angesprochen, warum ich so viel Gepäck habe und was ich in Kanada vorhabe. Die Gesprächsrunde wurde schnell größer und auch andere Menschen im Bus interessierten sich für mich. Alle waren sehr begeistert und gaben mir sofort Reise-und Essentipps.

Am Hafen angekommen verkürzte sich meine Wartezeit durch ein sehr lustiges Ereignis. Als ich an nichts dachte und den Hafen bewunderte, wurde ich freundlich von einer Frau angesprochen, die mich bat auf ihren Hund aufzupassen. Nach kurzer Verwunderung hielt ich nun ein Hund an der Leine und wusste eigentlich immer noch nicht so recht wie mir geschah. Da sie einige Zeit weg war, befasste ich mich schon mit dem Gedanken, dass ich jetzt ein neues Haustier habe.

Die Fahrt mit der Fähre war wirklich toll und ich war von dem Ausblick begeistert. Die ganze Fahrt vom Flughafen bis Nanaimo kostete mich rund 23 Dollar. Endlich in Nanaimo angekommen begann die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Da alle Hostels voll waren, kam ich für die ersten Tage im Hotel Howard Johnson unter. Das einzige Problem an diesem ist, dass keine Kochmöglichkeit vorhanden ist. Von der Lage würde ich euch das Hostel Painted Turtle Guesthouse mitten in Down Town empfehlen. Vielleicht ist es besser nicht wie ich darauf zu hoffen, dass man vor Ort auf jeden Fall ein Zimmer bekommt, sondern schon von Deutschland aus eines bucht.

An den ersten Tagen lief ich den Habourfrot Walkway entlang des Hafens, besichtigte Down Town und schaute mir das Uni Gelände an. Die Sportmöglichkeiten und die Studentenwohnheime an der Uni gefielen mir sofort. Als Morgenmuffel war ich vor allem von dem kurzen Fußweg von den Wohnheimen zur Uni begeistert.

Der Hafen, mit seinen vielen Fischerboten und Wasserflugzeugen, war für mich jedoch an den ersten Tagen das schönste an Nanaimo. Falls Ihr keine Lust zu Kochen habt findet Ihr in Down Town für jeden Geschmack etwas. In Kanada ist es wichtig Trinkgeld zu geben, da die Menschen einen großen Teil ihres Lohns damit verdienen. Zum Schluss meines ersten Berichts kann ich nur sagen, dass meine ersten Tage und Eindrücke durchweg positiv waren und mich die freundliche und hilfsbereite Art der Kanadier beeindruckte.

Harbour City Nanaimo & Vancouver Island University – Erfahrungsbericht von Anika M. – Auslandssemester Kanada

Zusage der VIU bekommen, Flug gebucht – doch wie ging es weiter? Als nächstes stand die Wohnungssuche in Nanaimo auf meiner „Abenteuer Kanada – To do Liste“. Gemeinsam mit meinem Mitkommilitonen, der sein Auslandssemester ebenfalls an der VIU verbrachte, habe ich mich für eine WG entschieden. Bei der Suche nach einer geeigneten WG sind verschiedene Internetseiten sehr hilfreich. Sehr bekannt ist Craiglist.com. Annähernd stündlich werden dort neue Wohnungsangebote hochgeladen, auf welche man sich dann per E-mail bewerben kann. Hört sich sehr einfach an – ist es eigentlich auch. Trotzdem hat sich die Nutzung von Craiglist.com aus Deutschland aus etwas schwieriger gestaltet als gedacht. Auf keine meiner Wohnungsanfragen per Email habe ich eine Antwort bekommen. Sehr verwunderlich.  Daraufhin habe ich mich natürlich informiert, woran das liegen könnte und erfahren, dass es ist nicht das erste Mal sei, dass die E-Mails aus Deutschland nicht ankommen. Viele Unterkunft Nanaimo - Auslandssemester KanadaStudenten begeben sich auch erst vor Ort auf Wohnungssuche – hierfür ist Craiglist.com sicherlich eine sehr gute Möglichkeit. Bei so vielen Wohnungsangeboten ist bestimmt für jeden etwas dabei. Weiterhin habe ich Usednanaimo.com für die Wohnungssuche benutzt. Dort sind meine Emails auch angekommen. :-) Schließlich habe ich meine Wohnung aber weder über Craiglist.com noch über Usednanaimo.com gefunden. Ich bin dank der „Vancouver Island University Off Campus Housing List“ auf meine WG gestoßen. Dort habe ich eine Anzeige aufgegeben und ein paar Tage später stand ich schon in E-Mail Kontakt mit den Vermietern. In Nanaimo angekommen haben wir uns die Wohnung angeschaut und auch schon gleich den Mietvertrag unterschrieben. Hat also alles super geklappt. In meiner WG habe ich mit zwei Kanadiern und zwei weiteren deutschen zusammen gewohnt und das Zusammenleben hat mir sehr gut gefallen. Auch die Wohnlage war perfekt – nahe Downtown. Da das Bussystem in Nanaimo nicht unbedingt das Beste ist, kann ich nur empfehlen eine WG in der Nähe der Uni und Downtown zu suchen – ich habe direkt dazwischen gewohnt und somit keine weiten Wege gehabt.
Harbor - Auslandssemester KanadaInsgesamt hat mir die „Harbour City Nanaimo“ wirklich sehr gut gefallen. Ein kleines Städtchen mit ca. 90.000 Einwohnern. Die vielen kleinen Holzhäuser mit Gärten verleihen Nanaimo einen sehr ländlichen Charakter. Genau das hat Nanaimo für mich so einzigartig gemacht – man ist zwar in einer Stadt aber fühlt sich trotzdem wie in einem Dorf. Der Hafen ist auch sehr toll und lädt zu schönen langen Spaziergängen ein. Dort kann man einfach mal abschalten und den Moment genießen. Da die VIU auch zahlreiche Ausflüge auf Vancouver Island anbietet, habe ich auch einiges von der Insel sehen können. Natürlich sind die Landschaft und die Natur auf Vancouver Island einfach traumhaft schön. Victoria und Tofino sind sehr schöne Orte, die man sich nicht entgehen lassen sollte. In der Mitte der Insel erstrecken sich die Berge – einfach alles perfekt :-)
Die VIU hat eine wunderschöne Lage direkt an einem Hang. Dadurch hat man einen tollen Ausblick über Nanaimo, über das Meer bis hin zu den Bergen auf dem Festland. Den Blick werde ich wirklich sehr vermissen. Kleiner Tipp: Aus dem 4. Stock der Library ist der Blick am besten – die Treppenstufen lohnen sich wirklich. :-)
Während meinem Auslandsemester habe ich vier verschiedene Kurse im Bereich Marketing und Management belegt: Onlinemarketing, E-Management, Retail & Wholesale und International Marketing. Alle vier Kurse waren gut, aber am meisten hat mir Online Marketing gefallen und auch gebracht. Dieser war zwar auch der Vancouver Island University - Auslandssemester Kanadaanspruchsvollste, aber dort habe ich auch am meisten Neues mit nach Hause nehmen können. Der Arbeitsaufwand war in allen vier Kursen sehr ähnlich und insgesamt sehr hoch. Das kanadische Uni-System ist eben doch etwas anders als das deutsche. Hausarbeiten, Gruppenarbeiten, Midterms, Quiz und Final Exams erstrecken sich über das komplette Semester. Ich habe versucht meine Unisachen immer unter der Woche zu erledigen, sodass am Wochenende genug Zeit für das Rumreisen übrig blieb. Das hat auch meistens so geklappt aber gerade am Ende war es kaum noch möglich und die Library wurde zu meinem zweiten Zuhause.
Abschließend hat mir mein Auslandssemester in Nanaimo wirklich sehr sehr gut gefallen und ich bereue meine Entscheidung an die VIU gegangen zu sein nicht – alles genau richtig gemacht. Es war eine tolle Zeit mit vielen neuen unvergesslichen Eindrücken und Erfahrungen. Kanada ist ein traumhaft schönes Land und es gibt einfach so viel zu entdecken – da reicht selbst ein Auslandssemester zeitlich nicht aus. Ich kann es jedem nur empfehlen nach Kanada zu gehen – Land und Menschen begeistert jeden!

Die ersten Tage an der VIU – Erfahrungsbericht von Florian S. – Auslandssemester Kanada

Nachdem wir den Einzug und die ersten Tage hinter uns gebracht haben stand als nächstes die Einführung für International Students auf dem Programm.

Der erste Tag der Einführungsveranstaltung begann mit einer Begrüßung durch den Universitätspräsidenten und einer von den meisten Deutschen belächelten Belehrung über Umweltschutz durch die Vorsitzende der Studentenvertretung, die uns empfahl auf jegliche Plastikflaschen auf dem Campus zu verzichten, da für die Produktion dieser Flaschen zu viel Öl verbraucht wird. An dieser Stelle ist anzumerken, das ca. jedes zweite Auto in Nanaimo ein Truck ist, die im Durchschnitt 20 Liter Sprit pro 100 km benötigen.

Danach wurden wir in kleinere Gruppen unterteilt, die jeweils von einem Mentor über den Campus geführt wurden. Bei dieser Gelegenheit wurden uns die einzelnen Einrichtungen der Universität vorgestellt und erklärt. Wobei man ehrlicher Weise sagen muss, dass wir die meisten Dinge, wie beispielsweise das Erstellen unseres Studentenausweises bereits in den Tagen vor der Einführungsveranstaltung erledigt hatten. Im Anschluss an die Führung fand ein Vortrag von Studenten, die den Studienalltag an der VIU beschrieben, statt, der nur zu empfehlen ist. Man konnte einige Dinge lernen, die wirklich sehr unterschiedlich im Vergleich zum deutschen System sind. So ist es hier beispielsweise üblich seinen Professor mit dem Vornamen anzusprechen, was insbesondere für die deutschen Studenten ungewöhnlich ist. Auch die Anwesenheitspflicht stellt einen großen Unterschied zu den meisten Deutschen Universitäten dar. Im Krankheitsfall wurde einem empfohlen eine E-mail an den Professor zu schreiben, um sein Fehlen zu entschuldigen.

Als Ausklang des Tages wurde uns wieder ein kostenloses Barbecue  angeboten, was im Falle eines VIU-Barbecues immer Hamburger bedeutet! (Begründung: That`s cheap!!!)

Am zweiten Tag wurden wir in das Theater der VIU bestellt, wo uns dann in Form unterschiedlicher Power Point Präsentationen das kanadische Studiensystem bzw. die kanadische Kultur näher gebracht wurden. Dabei konnten wir auch feststellen, dass ca 80% der international students Deutsche sind. So befanden sich neben einer Gruppe Asiaten und einigen „Exoten“ (ca. 2 Franzosen und 2 Engländer) wirklich nur Deutsche in dem Theater, was für allgemeines Entsetzen sorgte!!! Nach dem wir diesen ersten Schock verdaut hatten, konnte mit dem Kindergarten bzw. der Einführungsveranstaltung begonnen werden. So wurde uns unter anderem an Hand einer Darbietung von zwei Schauspielstudenten erläutert, wie eine sexuelle Belästigung aussieht und dann noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies verboten ist (dies ist wirklich passiert!!!). Den Höhepunkt der Peinlichkeit erreichten wir aber als die Schauspieler uns an Hand eines gestellten Handtaschenraubes erläuterten, dass auch dies in Kanada nicht erlaubt ist!!! Was uns zu der Frage brachte, ob es Länder gibt, in denen es erlaubt ist, einer Frau die Handtasche zu stehlen!!!

Danach wurden uns noch einige wichtige Verhaltensregeln, was den Alltag in Kanada angeht, ans Herz gelegt. So wurde unter anderem den Asiaten eindringlich geraten sich an die kanadischen Tischmanieren zu gewöhnen und nicht in ihrer gewohnten Lautstärke zu essen. Auch der Hinweis „no sex at the homestay programm!“ sorgte für allgemeine Belustigung. Mein persönliches Highlight war allerdings die Präsentation eines kanadischen Polizisten, der in seiner traditionellen Mounty Uniform den Vortrag hielt. Als der erste asiatische Student mit Kamera den Polizisten sah, nahm das Blitzlichtgewitter aus der asiatischen Ecke des Raumes kein Ende mehr!!!

Neben den zum Teil wirklich sehr peinlichen Informationen, die einem gegeben wurden, war aber besonders der Hinweis auf die Veranstaltungen des VIU Gym wirklich extrem hilfreich. Das Gym bietet neben den Möglichkeiten des Fitnesstrainings auch einige Veranstaltungen wie beispielsweise einen Surf Trip nach Tofino für einen vergleichsweise günstigen Preis an! Die Einschreibung begann allerdings morgens um 7 Uhr. Uns wurde geraten uns pünktlich am Gym einzufinden, da die Trips sehr begehrt sind!

Zu den Veranstaltungen des Gyms und der wirklich sehr aufschlussreichen Einschreibung für die einzelnen Veranstaltungen des Gyms folgen die Infos in meinem nächsten Erfahrungsbericht.

Mehr Informationen zum Studium in Kanada an der Vancouver Island University:

Auslandssemester Kanada / Studium Kanada: