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Kamo Housing – Erfahrungsbericht von Isabel S. – Auslandssemester USA

Wer als Student in San Diego eine Unterkunft sucht hat einige Optionen: Studentenwohnheime, Gastfamilien, eine eigene Wohnung oder Wohngemeinschaften. Ich habe mich nach langer Suche für die Option Wohngemeinschaft entschieden, da ich gerne mit anderen Studenten zusammen wohnen wollte um mein Englisch zu verbessern und natürlich generell Kontakte zu knüpfen.
Nachdem ich das Internetportal Craigslist.com, in dem hauptsächlich Privatpersonen Zimmer vermieten oder WG-Ausschreibungen einstellen, ausgiebig durchstöbert hatte und leider nichts Passendes gefunden hatte, wurde ich durch eine Komilitonin auf den Anbieter Kamo Housing aufmerksam. Kamo Parkplätze
Der Internet Auftritt war sehr ansprechend und somit entschied ich mich dafür mir dort ein Zimmer zu reservieren. Andrey, der Gründer und Besitzer des Portals, antwortete mir auch sehr schnell, was super war, da man natürlich nicht immer tagelang auf eine Antwort warten will. Vorteilhaft ist hierbei auch, dass die Anmelde-/ und Reservierungs-Prozedur für ausländische Studenten sehr einfach ist. Alles ist per Email arrangierbar und man muss nicht extra teure Telefonate in die USA führen, was bei vielen Privatanbietern der Fall ist. Praktisch ist auch, dass die Internetseite einen guten ersten Eindruck der Anlage verschafft. Hier in Amerika gibt es viele solche Wohnkomplexe, in denen sich Privatpersonen Wohnungen mieten können. Andrey hat sozusagen mit seiner Firma Wohnungen dauerhaft gemietet, möbiliert und vermietet sie dann für kürzere Zeiträume an internationale und nationale Studenten. Das Tolle ist, dass es einen großen Pool, zwei Jacuzzis, Tennisplätze, einen Computerraum, eine Lobby und viele schöne Sitzmöglichkeiten unter freiem Himmel im Areal gibt. Diese sind auch alle im Preis mitinbegriffen. Der ist zwar für deutsche Verhältnisse relativ hoch (700$ im Monat) aber für die USA und vorallem San Diego muss man mit Mietpreisen um den Dreh immer rechnen.
Der Pool in BayPointeHierfür bekommt man dann ein Bett in einem Zweibett-Schlafzimmer und ein Wohnzimmer Apartment. Das Problem für manche könnte sein, dass immer zwei Studenten in einem Schlafzimmer schlafen, was also die Privatsphäre relativ stark einschränkt. Man muss jedoch sagen, dass das hier in den USA eigentlich normal und Standard ist, dass sich Studenten Zimmer teilen und es auch mal eine wertvolle Erfahrung ist. Das Gute ist auch, dass Andrey versucht die zwei Roommates in einem Zimmer immer der Nationalität anzupassen was wirklich sinnvoll ist, da man somit bei engem Raum wenigstens die Sprachbarriere überwindet. Die anderen Mitbewohner sind dann meist anderer Nationalität (ich kenne kein Apartment in dem vier gleiche Nationen untergebracht sind) und das verschafft einem dann die Übung mit der englischen Sprache.
Außerdem könnt ihr wenn ihr euch anmeldet und schon jemanden kennt mit dem ihr studieren werdet angeben, dass diese Person euer Zimmergenosse werden soll. Andrey gibt sich alle Mühe die Wünsche der Studenten zu erfüllen. Solltet ihr vor Ort mal nicht mit euren Roommates zurechtkommen könnt ihr auch jederzeit das Apartment wechseln. Zimmer KA
Einziehen und Ausziehen kann man immer nur Samstags und einmal in der Woche kommt ein Roomservice und putzt das Wohnzimmer und die Küche durch. Couch, Fernseher, WLAN, Küchengeräte und Schreibtische sind auch in jedem Apartment vorhanden und ein kleines Fitness Studio und eine kleine Sauna gibt es auch. Wenn ihr also eine Wohnung im schönen Pacific Beach oder in Downtown sucht dann bewerbt euch einfach auf der Internetseite. Wartet aber nicht zu lange, denn hier ist meist alles ziemlich ausgebucht und ich musste zum Beispiel noch zwei Wochen im Hostel unterkommen bevor ich dann am 1. Februar einziehen konnte. Viel Glück bei der Wohnungssuche!

Auto kaufen oder mieten? – Erfahrungsbericht von Isabel S. – Auslandssemester USA

Die Entscheidung ob man sich im Auslandssemester in San Diego ein Auto kauft oder mietet ist meiner Meinung nach unumgänglich. Denn anders als in Deutschland ist es hier fast unmöglich den Alltag, und auch Freizeitaktivitäten allgemein, ohne ein Auto zu meistern.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in San Diego sind zwar vorhanden aber nicht wirklich effektiv und vorallem sehr zeitraubend. Was die Entscheidung gegen öffentliche Verkehrsmittel weiter erleichtert ist das Kosten- Nutzen Verhältnis. Denn ein Trolley One-Way Ticket kostet zum Beispiel schon 2,50$. Für eine Strecke, die man mit dem Auto in knapp 20 Minuten zurück legt kann man hier mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schon mal locker eine Stunde und länger brauchen! Kreuzung
Wir (mein Freund und ich) entschieden uns für den Autokauf, da wir nicht örtlich gebunden sein wollten, wie es bei den meisten Autovermietungen der Fall ist. Sollte man mit seinem Mietauto über San Diego hinaus wollen, muss man meist einen ordentlichen Zuschlag zahlen. Außerdem werden die meisten Mietautos nach Meilen abgerechnet und hat man die maximale Meilenzahl erreicht wird es pro jede weitere Meile auch relativ teuer.
Außerdem besteht bei einem Autokauf noch die Chance, dieses am Ende des Semesters wieder zu verkaufen und somit kann man sogar günstiger als beim Mietauto aus der Sache herausgehen.
Auf Craigslist und anderen Webseiten verkaufen viele Privatleute ihre Autos, doch davon würde ich eher abraten. Das Problem ist, dass es in den USA keine vergleichbare TÜV Prüfung wie in Deutschland gibt und man sich somit nie sicher sein kann, ob das gekaufte Auto am nächsten Tag einfach liegen bleibt.
AutoreifenAuf www.cars.com und ähnlichen Seiten gibt es ganz gute Angebote, wobei man die Sucheinstellungen individuell anpassen kann. Wir entschieden uns für einen Ford Mustang, den wir von einem Händler in El Cajon kauften. Bei Händlern zu kaufen ist meist sehr sicher, da diese keine geklauten Autos verkaufen und auch strengeren Kontrollen unterliegen als Privatpersonen.
Ihr sollet nur darauf achten, genügend Geld in Bar oder auf dem amerikanischen Konto zu besitzen. Denn Überweisungen können oft am Überweisungslimit oder an der unterschiedlichen Nationalität der Bankkonten scheitern. Eine Überweisung von einem deutschen Konto auf ein amerikanisches ist sehr zeitaufwendig und auch kostspielig.
Euer Händler wird sich dann auch meist um die Versicherung und die Anmeldung kümmern, was auch sehr angenehm und praktisch ist. Fußgängerüberweg
Man muss aber wissen, dass die Versicherungen in den USA meist nur bis 25.000$ versichern, also ist es eher eine Zweckerfüllung weil die Versicherungspflicht gilt. Wirklich versichert ist man damit im Unfall nicht, da eine Nacht im Krankenhaus schon bis zu 5000$ kostet.
Da liegt meiner Meinung nach der einzige Vorteil bei einer Auto Miete, wenn man einen Schaden am eigenen Auto verursacht wird das von der Versicherung der Vermietung zu 100 Prozent abgedeckt.

Interkulturelle Kompetenz – Erfahrungsbericht von Florian H. – Auslandssemester USA

Wir studieren International Business. Wir sind urban und weltgewandt. Wo unsere Eltern in den 70ern hinter dem Brennerpass völlig neue Welten entdeckten, überqueren wir zum x-ten Mal den Atlantik und umrunden die Welt. Wir fühlen uns wie eine Mischung aus Christoph Columbus, Neil Armstrong und Mahatma Gandhi wenn wir abenteuerlustig „authentische“ Reisen durch Südostasien wagen. Selbstverständlich abseits aller Touristenpfade. Wie die anderen 20 Millionen Backpacker jährlich auch. NU_Erfahrungsbericht5_InterkulturelleInkompetenz_IMG_0693

Wir sind unsererseits die globalisierte Generation. Das Wort Kultur verwenden wir daher so inflationär wie die Facebook Likes unter den Bildern unserer besten Freunde.

Amerika? Ich bitte euch! Wir kennen alle Staffeln der Simpsons und haben Jay-Z schon stundenlang über New York rappen hören. Wenn wir dann noch unser iPhone werkseitig auf Englisch eingestellt lassen und es dennoch bedienen können, haben wir definitiv den Gipfel des Kosmopolitismus erreicht. Selbstüberschätzung bis Hochmut. Das eigentliche daraus resultierende Problem liegt nicht in unserem mangelnden Verständnis für die Kultur der USA. Es ist vielmehr grundlegender das fehlende Bewusstsein über die Existenz einer Makrokultur, die sich nicht stärker von der Europäischen differenzieren könnte. Unsere Ignoranz behindert uns darin ein tiefergehendes Verständnis für das Fremde zu suchen.

NU_Erfahrungsbericht5_InterkulturelleInkompetenzIm Land der unbegrenzten Möglichkeiten echauffieren wir uns kurz über ineffiziente SUV’s, eine offensichtliche große soziale Ungleichheit und nach spätestens vier Wochen können wir den anfänglich geliebten Burger nicht mehr sehen. Unser Herz schwärmt für die Liberalität und Vielfältigkeit.

Doch wir kratzen an der Oberfläche und suchen oft nur nach Bestätigung dessen, was wir ohnehin schon wissen. Das eigentliche Privileg eines Auslandsstudiums sollte für uns jedoch darin liegen, das zu erkunden was einem Pauschaltouristen verborgen bleibt.  Ein Verständnis für die zugrunde liegenden Attitüden der US-amerikanischen Kultur. Erst dann können wir begreifen, vergleichen und evaluieren.

NU_Erfahrungsbericht5_InterkulturelleInkompetenz_ShootingRanchIch glaube demnach, dass wir von unserer Zeit in Übersee nachhaltig am meisten profitieren, wenn wir alles was wir zu wissen glauben zu Hause lassen. Anschließend sollten wir weltbürgerlich und intelligent wie wir sind, mit allen drei Ziffern unseres IQ’s zu verstehen versuchen warum die Kultur in der wir temporär Leben so ist, wie sie ist. Dieses Verständnis wird ein besseres Mitbringsel sein als eine erweiterte Sammlung an Stammtischparolen.

Wohnen in San Diego – Erfahrungsbericht von Daniel H. – Auslandssemester USA

Eines der für mich persönlich wichtigsten Themen vor der Anreise nach San Diego war die Frage wo ich wohnen werde. Hier ist natürlich zuerst mal die Frage welcher Typ ihr seid. Die gemütlichen Surfer und Strand Menschen finden sich hauptsächlich in Pacific-, Mission- und Ocean Beach. Gerade in Pacific Beach herrscht ein internationales Flair, da hier viele Nationalitäten vertreten sind. Eine gehobene und elegantere Ecke der Stadt ist Downtown mit dem Ausgehviertel „The Gaslamp Quarter“ und seinen vielen Clubs, Bars und Restaurants.

Dort ist jeden Abend Programm und die Ausgehfreudigen unter euch kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Neben den teuren Gegenden am Strand, sowie in Downtown, entscheiden sich viele internationale Studenten in Mid-City zu wohnen. Aufgrund der Nähe zu einigen Universitäten gibt es auch hier viele Studenten anzutreffen, aber auch genauso klassische Familienviertel. In der Nähe liegt Hillcrest – nach Downtown das Wohl ausgehfreudigste Viertel von San Diego. Der Stadtteil gilt als Zentrum der Schwulen- und Lesbenszene der Stadt, doch auch als Hetero kann man in Hillcrest sehr gut ausgehen.Bay Pointe_Holl

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten eine Unterkunft zu finden. Zuerst versuchte ich mich über die Studentenwohnheime zu informieren. Im Gegensatz zu deutschen Studentenwerken werden Wohnheimplätze meist direkt über die Universität vergeben. „Living on Campus“ nennt sich dieser Service, bei dem die Studenten einer Universität in Wohnungen in unmittelbarer Nähe zu ihrem Campus untergebracht werden. Leider bietet dies die National University nicht an. Aufgrund der unterschiedlichen Standorte der National University in San Diego ist es jedoch sowieso unwahrscheinlich über mehrere Monate am gleichen Campus zu studieren.
Als weitere Möglichkeit gibt es mal wieder Craigslist www.craigslist.com. Auf der Website wird so ziemlich alles angeboten was verkauft oder vermietet werden kann, so also auch Wohnungen. Ich habe auch mit einigen Leuten über Craigslist Kontakt aufgenommen, jedoch wollte niemand ein Zimmer an jemanden vermieten, den er nicht vorher persönlich treffen konnte. Viele Studenten gehen daher nach Ankunft in San Diego die ersten Tage in Hostels und suchen dann vor Ort über Craigslist Wohngemeinschaften oder Apartments. Die meisten der International Students haben auch innerhalb von ein bis zwei Wochen eine Unterkunft über Craigslist gefunden. Ihr braucht also keine Angst haben, keine Heimat in San Diego zu finden.
Kamo Housing_HollFür den Anfang könnt ihr euch auch bei einer Studentenunterkunft bewerben, die nicht an eine Universität gebunden ist. Diese sind aus meiner Erfahrung heraus meist sehr flexibel und reservieren euch ein Zimmer sodass ihr nach Ankunft in San Diego quasi direkt dort einziehen könnt. Neben Kamo Housing http://www.kamohousing.com/ in Pacific Beach gibt es noch San Diego Student Housing http://sandiego-studenthousing.com/ welche auch Wohnungen in Downtown und Midcity anbieten. Die Preise für ein Einzelzimmer liegen zwischen 800 und 1000 Dollar, für ein Zimmer mit Mitbewohner bei 500-700 Dollar.
Falls ihr noch keine genauen Vorstellungen von eurer zukünftigen Unterkunft und eventuellen Mitbewohnern in San Diego habt, würde ich euch Empfehlen für die erste Zeit in ein Studenten Appartement zu ziehen. Hier lernt man schnell andere Studenten und Freunde kennen und kann dann mit diesen zusammen – beispielsweise auf Craigslist – nach einer gemeinsamen Unterkunft suchen.

Grand Canyon und mehr – Erfahrungsbericht von Florian H. – Auslandssemester USA

Wer im Auslandssemester an der Westküste der Vereinigten Staaten war und den Grand Canyon nicht gesehen hat, kommt aus Paris zurück und kann seiner Schwiegermutter nicht vom Eifelturm erzählen.
NU_Erfahrungsbericht4_Roadtrip to the Grand Canyon_Grand_CanyonDer berühmte Canyon, der teilweise vom Colorado River durchflossen wird, liegt in Arizona und ist definitiv eine Reise wert. Wie bei so vielen Dingen während eurer Zeit „abroad“, könnt ihr hier jedoch euren Vorteil gegenüber zeitgestressten asiatischen Touristen ausspielen und viel mehr mitnehmen als die hetzende Masse zu sehen bekommt. Um das Datenvolumen eures Handys unterwegs zu schonen hier ein paar konkrete Vorschläge für Orte mit Profilbildpotential. Diese liegen mehr oder weniger „auf dem Weg“, was im Hinblick auf amerikanische Entfernungsdimensionen, immer wieder eine gewagte Behauptung ist.
1.) Grand Canyon (Grand Canyon National Park, Arizona)
2.) Horseshoe bend (Page, Arizona) + 3h Fahrt
3.) Antilope Canyon (Page, Arizona) + 10 Minuten Fahrt
4.) Monument Valley (Monument Valley Park, Utah) +2h Fahrt

Im Endeffekt müsst ihr euch nur um zwei Dinge kümmern. Wie kommt ihr von A nach B und wo übernachtet ihr dazwischen. Solltet ihr im Besitz eines Autos sein, erübrigt sich die erste Frage. Alternativ könnt ihr euch ein Auto mieten, was relativ teuer ist. Auf einschlägigen Facebook Gruppen organisieren sich regelmäßig Fahrgemeinschaften zu den beliebten Zielen. Oft sind diese Gruppen von SDSU’lern organisiert, aber Studenten der National University werden herzlich aufgenommen und können hier ebenfalls profitieren.  Kosten relativieren sich durch ein vollbesetztes Auto schnell. https://www.facebook.com/groups/209541175845438/?fref=ts. NU_Erfahrungsbericht4_Roadtrip to the Grand Canyon_Horseshoe_Bend

Die Nächte haben wir persönlich in einem Zelt verbracht, welches man sich kostengünstig z.B. in einem WalMart besorgen kann. Dies solltet ihr jedoch stark von der Jahreszeit und den eigenen Ansprüchen abhängig machen. Die Nächte können abseits der Küste signifikant kälter werden. Alternativ könnt ihr euch im Voraus oder spontan in einem Motel oder ähnlichem einquartieren. Direkt im Grand Canyon Nationalpark gestaltet sich das Zelten wie auch die Motel Übernachtung etwas schwieriger, beziehungsweiße finanziell aufwendiger. Deshalb scheint es vernünftig, sein Basis Lager etwas außerhalb aufzuschlagen und den Canyon im Tagestripp zu besuchen.
NU_Erfahrungsbericht4_Roadtrip to the Grand Canyon_Antelope_CanyonDas häufigste Anlauf Ziel am Grand Canyon National Park ist das sogenannte South Rim. Großartig vorbereiten müsst ihr euch auf dieses Spektakel nicht, denn ihr fahrt hin und parkt im Stil eurer neuen temporären Heimat, direkt vor der Schlucht:). Wenn ihr euch dann an den gigantischen roten Felsen sattgesehen habt, würde ich jedem ans Herz legen den ca. 3 Stunden entfernten, weniger bekannten „Horseshoebend“, nähe der Stadt Page mitzunehmen. Der Eindruck dieses Naturschauspiels ist nachhaltig. Wem danach noch die Zeit reicht, sollte die 10 Minuten (!) vom „Horsehoebend“ entfernten „Antelope Canyons“ besichtigen. Die schmalen und begehbaren Schluchten sind weltbekannt und bieten für ca. 30 USD faszinierende Lichtspiele.  Als wäre das noch nicht genug, könnt ihr den Bildspeicher in eurem Kopf mit der berühmten Kulisse des Monument Valleys im ca. 2 Stunden entfernten Utah, zum überlaufen bringen. All diese Ziele sind gewaltig und ohne deren Impressionen im Koffer solltet ihr euch nicht wieder nach Hause reisen!

Trip nach San Francisco – Erfahrungsbericht von Christian S. – Auslandssemester USA

Im nördlichen Teil von Kalifornien befindet sich eine der sehenswertesten und abwechslungsreichsten Städte der USA – San Francisco.     Doch wie so oft steht am Anfang jeder Reise die Frage, wie man denn eigentlich am besten an seinem Ziel ankommt.  Die Autofahrt von San Diego nach San Francisco dauert etwa 8 Stunden, bei starkem Verkehr eventuell sogar deutlich länger. Alternativ gibt es auch Fernbusse die zwischen amerikansichen Metropolen pendeln, wobei die Preise hier im Schnitt bei $40 bis $60 pro Fahrt liegen.
06 - Golden Gate BridgeEine weitere Option um aus Südkalifornien nach San Francisco zu kommen ist der Pacific Sunliner, ein Zug der die Küstenmetropolen von Kalifornien miteinander verbindet und weitestgehend der überaus sehenswerten Küstenlinie folgt. Der Zug ist mit einer Fahrtzeit von etwas unter 3 Stunden deutlich schneller als Bus oder Auto, und die Preise liegen hier im Schnitt bei $70 pro Fahrt, wobei es auch ab und zu Angebotspreise gibt, die diese Fahrt etwas günstiger gestalten. Letztendlich gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit mit dem Flugzeug die Strecke zurückzulegen, wobei die reine Flugzeit etwas länger als eine Stunde beträgt. Die Flugpreise variieren natürlich sehr stark abhängig von den gewünschten Flugdaten. 06 - Einer der Zahlreichen Hügel von San Francsico
Was ihr in San Francisco selbst macht hängt natürlich in erster Linie von eurem Geschmack und euren Interessen ab. Das klassische Touristenprogramm beinhaltet natürlich die allgegenwärtige Golden Gate Bride im Norden der Stadt. Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten die Brücke zu überqueren: Mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wir hatten uns für die letzte Möglichkeit („Bike the Bridge“) entschieden, und uns in der Nähe von Pier 39 Fahrräder ausgeliehen. Im Mietpreis ist auch ein Fährticket enthalten, und so könnt Ihr auf dem Rückweg bequem die Skyline der Stadt vom Boot aus genießen.

Während dieser Bootsfahrt kommt ihr an einem weiteren Attraktion vorbei – Alcatraz, die berühmte Gefängnisinsel mitten in der Bucht. Die Insel selbst wird von vielen Touristengruppen angefahren, und Ihr könnt an vielen Stellen in der Stadt Karten kaufen, falls Ihr euch für einen Besuch der Insel entscheidet. Eine weitere Attraktion sind natürlich auch die historischen „Cable Cars“, besonders bei Touristen beliebte Kabelstraßenbahnen, die sich die zahlreichen steilen Hügel der Stadt hinaufkämpfen.

06 - Lombard StreetFalls ihr ein Wochenticket für den öffentlichen Nahverkehr der Stadt (BART) habt, so sind die Fahrten in den Cable Cars für euch eventuell sogar im Preis inbegriffen. Bei unserer Reise haben wir in San Francisco ausschließlich Nahverkehrsmittel genutzt, und konnten ohne Probleme alle Attraktionen der Stadt erreichen.
Auch das Nachtleben in der Stadt hat einiges zu bieten, und so gibt es zahlreiche Clubs und Bars, die eigentlich für jeden Geschmack etwas bieten. Besonders in den Straßenzügen um den Union Square gibt es zahlreiche Möglichkeiten den Abend zu verbringen, wobei die Bars am Union Square selbst jedoch sehr touristisch sind. Ein paar Straßenzüge weiter sieht es jedoch schon ganz anders aus, und man kann leicht tief in das Nachtleben der Stadt eintauchen.

Visa Prozess und Vorbereitung – Erfahrungsbericht von Saphir C. – Auslandssemester USA

Bevor ihr das Auslandssemester in vollen Zügen genießen könnt, gibt es einen wesentlichen Punkt zu erledigen: Das Visum. 8. Erfahrunsbericht Frankfurt

Da ihr als Student in die USA einreisen möchtet, benötigt ihr ein F1-Visum, denn so könnt ihr länger als drei Monate in den USA bleiben. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Zu aller erst müsst ihr auf das I-20 warten, welches die Universität in den USA ausstellt und euch innerhalb von zwei Wochen nach der Aufnahme zukommen lässt.

Wenn ihr das I-20 habt, müsst ihr die SEVIS fee bezahlen (ca. 180 Euro)  und die Quittung aufbewahren. Dann geht ihr zum Fotografen und lasst ein schönes Bild mit digitaler Version, unter besonderen Vorgaben für die USA von euch schießen: http://german.germany.usembassy.gov/visa/fotos/.

8. Erfahrungsbericht Muster I 20Nach diesem Schritt, füllt ihr auf der Webseite der Embassy der USA, http://german.germany.usembassy.gov/ die benötigten Anträge aus. Das solltet ihr gewissenhaft erledigen. Außerdem solltet ihr beachten, dass die Formulare online ausgefüllt werden müssen und nicht abgespeichert werden können, deshalb müsst ihr sie sofort nach dem Ausfüllen ausdrucken. Dann heißt es einen Termin vereinbaren, entweder in Frankfurt oder Berlin. Ich habe mich für Frankfurt entschieden, weil es nicht weit weg von meiner Arbeitsstelle war. Ihr könnt den Termin online oder telefonisch buchen, was euch ca. zehn Euro kostet.

Wie ihr sieht, ist leider alles mit Kosten verbunden. Nachdem ihr den Termin vereinbart habt müsst ihr noch eine Antragsgebühr bezahlen – die Anleitung wird euch per E-Mail zugeschickt. Auch diese Quittung müsst ihr ausdrucken und aufbewahren. Zum Schluss müsst ihr noch zur Post und euch ein Express-Envelope für ca. zehn Euro kaufen. Diesen nehmt ihr dann am vereinbarten Termin mit den Zahlungsbelegen für die SEVIS Antragsgebühr und eurem I-20 zur Embassy mit. Vergesst euren Reisepass nicht! 8. Erfahrungsbericht Reisepass

Manchmal ist es sinnvoll, zusätzliche Dokumente mitzubringen, die eure Aussagen bezüglich Arbeitsverhältnis, Studium, Wohnsitz, finanzieller Situation, Reiseplanung, Zweck der Reise usw. belegen. Das wars dann auch schon mit der Vorbereitung. An eurem Termin solltet ihr kein Handy oder andere elektronische Geräte wie USB-Sticks etc. dabei haben. Nach ein paar Fragen und ca. zwei Stunden herumsitzen sagen sie euch dann, dass sie euch euer Visum innerhalb von zwei Wochen per Post zuschicken.

Einkaufstipps für Lebensmittel – Erfahrungsbericht von Florian H. – Auslandssemester USA

Wir Europäer schwören bekanntlich auf unseren kulinarischen Geschmack und blicken oft mit Skepsis auf die Teller im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Folglich stehen einige von euch dem was sie in dieser Hinsicht erwarten wird bestimmt schon gespannt gegenüber. Grundsätzlich ist es, entgegen allgemeiner Befürchtungen, aber nicht notwendig Bilder von euch vor Abreise mit „FatBooth“ zu bearbeiten, damit sich euer heimisches Umfeld bis zu eurer Rückkehr an euer neues Ich gewöhnen kann.:)

Erfahrungsbericht_Einkaufen1Denn wie ihr euch während eures Auslandssemesters ernährt,  bleibt ganz euch überlassen. Alles kann, nichts muss. Die Liste der Restaurants endlos. Ihr werdet selbst eure Favoriten finden. Aber irgendwann wird der Tag kommen an dem euch euer Gaumen oder euer Geldbeutel darauf hinweisen, dass gelegentlich auch andere Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme in Betracht gezogen werden können. Generell ist das Preisniveau in kalifornischen Lebensmittelgeschäften (Englisch: Grocery Stores), etwas höher als im preisverwöhnten Deutschland. Die Qualität der Produkte und die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit bei ihrer Erzeugung korrelieren jedoch nicht zwangsläufig.
Wal-Mart, Food4less, Ralphs, VONS und Trader Joes sind hier Namen an denen ihr in San Diego nicht vorbei kommen werdet. Wal-Mart und Food4less bieten ein überwältigendes Angebot an Lebensmitteln zu günstigsten Preisen. Wo ersterer auch noch diverse andere nützliche Gegenstände des täglichen Bedarfs verkauft, konzentriert sich, die in Europa weniger berühmte Kette Food4less, ganz auf Lebensmittel. Ihr Portfolio ist folglich durchaus mit denen Deutscher Supermarktketten vergleichbar. Mein subjektiver Eindruck ist jedoch, dass die Qualität der Produkte, gerade in Sachen Fleisch, Fisch und Gemüse, nicht mit den Standards Deutscher Discounter wie beispielsweise Aldi vergleichbar ist. Erfahrungsbericht_Einkaufen3

Immerhin müssen die Lebensmittelgiganten einen Großteil der 300 Millionen Amerikaner zu Dumpingpreisen ernähren. Wer zum Beispiel während eines Ausflugs gen Norden, kilometerlang den Gestank gigantischer Rinderfarmen erträgt, oder einmal in einen Blick in einen der Fußballfeldgroßen Hühnerställe wirft, geht das Risiko ein den Appetit auf die schmackhaft verpackten Schnäppchen zu verlieren. Wer im Budget bleiben möchte, geht diesen Kompromiss ein, verschiebt Prioritäten oder passt seine Ernährung etwas an. Wer sich an dieser Stelle idealistisch mit der U.S. Nahrungsmittelindustrie auseinandersetzen möchte, der kann sich vorab mit dem Dokumentarfilm „Food Inc.“ beschäftigen.

Erfahrungsbericht_Einkaufen2VONS und Ralphs bieten eine etwas höhere Qualität zu höheren Preisen. Trader Joes profitiert vom derzeitigen Hype an „Organic Food“ und auch internationale Produkte stehen im Regal. Das Trader Joes zu einer Deutschen Stiftung gehört, ist beim Einkaufserlebnis durchaus zu spüren. Im Großraum San Diego finden zudem fast täglich sogenannte „Farmer Markets“ statt, auf denen ihr unter freiem Himmel biologisch wertvoller angepriesene Produkte erwerben könnt. Jeden Samstagvormittag verirrt sich ein solcher auch nach Pacific Beach. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Großeinkäufe in Food4less oder Wal-Mart finanziell durchaus rentieren. Bei Produkten bei denen ihr gesteigerten Wert auf Qualität legt, solltet ihr jedoch auf einen der anderen genannten Märkte ausweichen.

Sport in Kalifornien – Erfahrungsbericht von Daniel H. – Auslandssemester USA

Mein Bild der Amerikaner bestand bisher aus Vorurteilen und Eindrücken, die ich im Fernsehen und Kino oder aus sonstigen Medien hatte. Das Bild des sportliebenden aber übergewichtigen und selbst unsportlichen Amerikaner kann zumindest meiner Meinung nach nicht aus Kalifornien stammen. Gerade in San Diego konnte ich den Eindruck gewinnen, dass die Leute sehr sportlich sind und körperbewusst leben. Natürlich gibt es auch in San Diego Fastfood-Restaurants wie „Mc Donalds“ oder „Burger King“, doch sind diese deutlich seltener anzutreffen als ich es erwartet hätte. Vielmehr konnte ich auch gesündere Schnellrestaurants wie „Jersey Mikes“ oder „Souplantation“ finden.
BasketballEgal um welche Uhrzeit, an den Stränden und in Parks finden sich immer Leute die Joggen, Basketball, Football oder Baseball spielen. Gerade Baseball und Football sind in San Diego von besonderer Bedeutung, da hier die San Diego Padres in der Mayor League Baseball und die San Diego Chargers in der National Football League vertreten sind. Wie hoch der Stellenwert der Sportarten in San Diego ist, erkennt man daran, dass an wichtigen Spieltagen die Straßen und teilweise sogar die Vorlesungen nur von wenigen besucht werden, während die Sportsbars dann überfüllt sind. Auch findet man in San Diego viele alternative Sportarten. So gibt es eine Vielzahl an Skateplätzen und in Strandnähe Surfshops an jeder Ecke.
Leider hat San Diego bis heute kein Team in der National Basketball Association, daher müssen Basketball begeisterte für ein Spiel nach Los Angeles fahren. Hier haben Fans dann die Wahl zwischen den Los Angeles Lakers und den Los Angeles Clippers.

Weiter nördlich finden sich noch die San Francisco 49ers (NFL) sowie die Sharks (NHL) aus San Jose.
Generell sind Tickets für Sportereignisse in Kalifornien relativ teuer. So kostet ein Ticket für die Los Angeles Lakers ab 30 Dollar. Ein Ticket für die San Diego Chargers ist meist nicht unter 50 Dollar zu bekommen. Für gute Plätze werden dann meist nochmals 20 bis 30 Dollar Aufpreis fällig. Soccer
Wem das zu teuer ist aber dennoch nicht auf ein Sporterlebnis in Kalifornien verzichten möchte kann ein Spiel der College Ligen besuchen. Hier gibt es Tickets schon ab 7 Dollar. Natürlich ist in den College Ligen alles etwas kleiner – Spaß am Zuschauen kann man dort aber trotzdem problemlos haben. Hier kann ich euch aus eigener Erfahrung empfehlen, einmal ein Heimspiel der USD Toreros zu besuchen. Hier ist normalerweise gute Stimmung, und gerade für Leute, die nicht so vertraut mit Football sind können hier über den Amateursport schnell einen Einstieg in das Regelwerk bekommen.

Balboa Park – Erfahrungsbericht von Jürgen H. – Auslandssemester USA

Mehr als nur ein Park…

Der Balboa Park bietet zahlreiche Angebote rund um Kultur und Kunst. Insgesamt befinden sich 15 Museen, ein Rosengarten, ein Kakteengarten und den San Diego Zoo.
Balboa Parc_1Dienstags sind abwechselnd die Museen für Studenten kostenlos (Studienausweis mitnehmen) zu besichtigen. Sollte man länger in San Diego sein, kann man hierdurch ein bisschen Geld sparen. Einige Museen wie das Timken Museum of Art ist immer kostenlos zu besichtigen, wobei dennoch eine kleine Spende nett ist.

Zudem befinden sich zwei große Niki de Saint Phalle-Kunstwerke im Balboa Park.

Abends werden auch Theaterstücke aufgeführt und im Winter gibt einen Weihnachtsmarkt. Für 5 $ kann man einen Audioguide im  Visitor Center (Öffnungszeiten: 9:30 Uhr – 14:30 Uhr) erwerben, welcher die Geschichte des Parks erzählt. Hier sind viele interessante Informationen über die Art und Weise, wie der Park erstanden ist und die Gebäude errichtet wurden.Balboa Parc_2

Jeden Sonntag von März bis Oktober gibt es im Balboa Park ein kleines Fest der verschiedenen Kulturen im „House of Pacific Relations International Cottages“.  Die Öffnungszeiten sind immer von zwölf bis 16 Uhr. Es gibt für jedes vertretene Land ein Haus, das die Lebensweise von dessen Einwohnern repräsentiert. Durch die originalgetreue Einrichtung der verschiedenen Häuser erhält man einen Einblick, wie die Menschen im jeweiligen Land vor ungefähr 100 Jahren gelebt haben. In jedem Haus sind Auswanderer des jeweiligen Landes vertreten, welche in einer sehr freundlichen und offenen Art über ihr Heimatland erzählen und Fragen beantworten. Die meisten Länder haben auch kleine landestypische Snacks zum Probieren, welche man für eine kleine Spende kosten kann.

Balboa Parc_3Es gibt die unterschiedlichsten Lieder, Tänze, Künste und traditionelle Kostüme zu sehen und zu erleben. Als ich dort war, boten die Finnen einige Darstellungen auf.  Es wurde ein finnischer Volkstanz aufgeführt und finnische Musik begleitet das ganze Fest. Zudem gab es eine landestypische Erbsensuppe.

Jedes vertretene Land hat nach und nach Attraktionen zu bieten. So kann man bei der deutschen Vertretung eine Schwarzwälder Kirschtorte oder einen Apfelstrudel essen, welche jedoch nicht selbstgemacht waren.  Neben europäischen Ländern sind auch asiatische Länder wie Indonesien und China vertreten. Hier war es interessant, die Unterschiede zu den europäischen Lebensweisen festzustellen. Aber hiervon kann sich jeder selber überzeugen.

The Spreckels Organ Pavilion in Balboa ParkBalboa Parc_4
Zudem befindet sich die weltweit größte, im Freien stehende Orgel im Balboa Park. Durch ihre imposanten Ausmaße und altgriechischen Elementen stellt sie eine Attraktion mit jährlich über 100.000 Besuchern dar. Insgesamt hat sie 4.518 Pfeifen und wiegt über 45 Tonnen.