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Uni-Erfahrungen VIU – Erfahrungsbericht von Anja H. – Auslandssemester VIU Kanada

Solltet ihr euch für die VIU entschieden haben, habe ich hier ein paar Tipps für euch. Die Uni wird euch vorschlagen ein sogenanntes „Line Package“ zu kaufen, welches ihr dann an eurem Ankunftstag abholen könnt. Darin sind so Sachen wie Handtücher, Laken, Decken etc. drin. Der ganze Spaß kostet mehr als 200 Euro. Das braucht ihr wirklich nicht! Es ist total unnötig – ich habe es zum Glück nicht gemacht. Viele meiner Freunde hatten sich dieses Packet gekauft und sagen im Nachhinein, dass es die totale Geldverschwendung war. Es gibt deshalb zwei Möglichkeiten, wie ihr euch den ganzen Kram zulegen könnt, ohne dabei 200 Euro blechen zu müssen. SAMSUNG CAMERA PICTURES

Die erste Möglichkeit ist, dass ihr euch alles von zu Hause mitbringt – das habe ich gemacht. Klappt eigentlich super! Nehmt dann aber Sachen mit die ihr dann einfach in Kanada wegschmeißen könnt bevor ihr zurück fliegt – dann ist der Koffer schon wieder leichter. Die zweite Möglichkeit ist einfach, das ganze Zeug bei Walmart für wenig Geld zu kaufen und es dann ebenfalls einfach hier zu lassen vor der Abreise. Solltet ihr bei Walmart sein, kauft auch gleich Geschirr! Das ist nämlich auch noch nicht vorhanden. Denkt daran: Wenn ihr hier ankommt habt ihr, Line package hin oder her, keine richtigen Decken (nur eine „Kuscheldecke“ falls ihr das Packet bucht) – also müsst ihr so oder so einkaufen.
Wenn es darum geht, Kurse zu wählen, geschieht dies meistens schon, wenn ihr noch in Deutschland seid und ihr könnt dies online machen. Achtet darauf, dass ihr immer nur die Kurse wählt, die auch auf dem Hauptcampus in Nanaimo sind. Die VIU hat auch einen Campus in Cowichan, Parksville, Qualicum und Powell River. Diese sind ohne Auto eigentlich so gut wie gar nicht zu erreichen.
SAMSUNG CAMERA PICTURESBei der Wahl der Unterbringung gibt es verschiedene Arten. Zum einen gibt es die Apartments. Hier wohnt ihr mit drei weiteren Studenten zusammen in einer Wg. Ihr habt ein eigenes Zimmer und teilt euch mit jeweils einer Person ein Bad. Es gibt zwei Häuser, die mit Apartments besetzt sind. Haus 11 ist sozusagen das „Party-Haus“ und Haus 10 eher das ruhiger. Was aber nicht heißen soll, dass in Haus 10 weniger Partys gefeiert werden. Sie werden meist nur eher von der Security beendet, weil die Nachtruhe früher als in Haus 11 ist. Wenn ihr ein Studio nehmt, habt ihr im Grunde genommen dasselbe nur für euch ganz alleine. Also eigenes Bad, eigene Küche, Schlafzimmer.
In den „ 20 Bedrooms Appartements“ habt ihr ein eigenes kleines Zimmer in dem ihr auch ein Waschbecken habt und teilt euch das Bad mit einer anderen Person. Das Bad hat einen Eingang von beiden Zimmern aus. Es gibt eine große Gemeinschaftsküche in der ihr euer Zeug unterbringen könnt. SAMSUNG CAMERA PICTURES
Die letzte Möglichkeit ist „Morden Hall.“ Dies sind die kleinesten Zimmer. Sie sind wirklich sehr klein und solltet ihr Platzangst haben, wäre dies keine gute Wahl. Im Endeffekt ist alles wie bei den 20 Bedrooms nur, dass die Zimmer nochmal um die Hälfte kleiner sind.
Was ihr euch auf jeden Fall kaufen könnt und was auch total super ist, ist die „Good Foodbox.“ Diese könnt ihr am Cedar Center Office buchen. Für einen Monat zahlt ihr jeweils um die 12 Dollar. Jeden zweiten Mittwoch im Monat bekommt ihr dann frisches Obst und Gemüse geliefert. Das ist wirklich eine super Sache!

Thanksgiving in den Rocky Mountains – Erfahrungsbericht von Matthias H. – Auslandssemester Kanada

Nachdem wir in diesem Jahr das Glück hatten, dass Thanksgiving auf einen Montag fiel und uns somit ein langes Wochenende blühte, war die Entscheidung bald getroffen. Ab geht’s in die Rocky Mountains! Der Zeitpunkt war eventuell nicht der Optimalste, da um den 08.10. schon die ersten Midterms stattfanden, aber ein langes Wochenende kann man sich nun mal nicht aussuchen. Der ganze Trip war ein organisierter Ausflug von Discovery Canada Tours, die einem innerhalb von 3.5 Tagen die wichtigsten und atemberaubendsten Orte in den Rockies zeigten. Der Rahmen der kompletten Tour betrug drei Übernachtungen, zweimal mit Frühstück, freien Eintritt für einen Nightclub und ein Thanksgiving Dinner für insgesamt $340. Hinzu kam, dass man spezielle Unternehmungen wie zum Beispiel Bear Watching und eine Gondelfahrt extra hinzu buchen konnte. Um euch das Ganze etwas übersichtlich zu schildern, werde ich themenbezogen das Wichtigste erläutern.

Die Route:
Vancouver – Revelstoke, Revelstoke –Banff, Banff – Valemount, Valemount-VancouverBlick über Banff_Matthias_H

Der ganze Spaß ging von Vancouver los und den restlichen Freitag verbrachten wir ausschließlich im Bus, um bis nach Revelstoke zu gelangen. Dort konnte man sich am Abend von den Strapazen der Reise, in einem Pub, erholen. Am Tag zwei verließen wir British Columbia in Richtung Alberta und gelangten endlich in die Rocky Mountains. Jedoch war der zweite Tag bei weitem aufregender, da man die ersten Seen und Wasserfälle erkunden konnte. Unser Tagesziel war Banff, welches ein äußerst schmuckes Touristennest mit einem sehr lebhaften Nachtleben ist. Tag drei ging von Banff über Jasper nach Valemount, wo uns am Abend ein Tanksgiving Dinner mit anschließendem Lagerfeuer erwartete. Der vierte und letzte Tag startete sehr früh am Morgen, um zeitig beim Bear Watching zu sein und um die Rückreise nach Vancouver nicht zu gefährden. Alles in allem legten wir über 2000 km zurück und durchquerten 5 Nationalparks.

Die Unterkünfte waren keine schäbigen Hostels, sondern wirklich schöne Hotels, in denen Handtücher und die wichtigsten Hygieneartikel bereitgestellt wurden. Die Zimmer waren Ausgestattet mit 2 Ehebetten, Kühlschrank, TV und selbstverständlich eigenem Badezimmer. Um auch mit seinen Freunden in einem Zimmer zu sein, hatte man die Möglichkeit, dies bei der Buchung der Reise anzugeben. Ansonsten ist über die Hotels nicht viel zu sagen, da man  sowieso nur dort war, um sich ein paar wenige Stunden Schlaf abzuholen.

Lake Louis_Matthias_HDie Highlights des Ausfluges waren ganz klar die Gletscherseen, Berge und die zahlreichen Gebirgsbäche. Auch jemand der der Meinung ist, Berge und Gebirgsseen in seinem letzten Österreichurlaub gesehen zu haben, täuscht sich gewaltig. Mit ihrem kristallklaren, türkisen Wasser erinnert der Lake Louis, Moriane Lake oder der Poyto Lake mehr an die Malidiven oder die Karibik. Mit dem Unterschied, dass eine Gletscherzunge direkt in den See mündet und das Wasser 4-6 °C kalt ist. Auch die Gebirgszüge erscheinen einem viel imposanter, da die Täler allesamt unbewohnt und somit noch naturbelassen sind. Auch die Wildnis ist spürbar, wir hatten das Glück zwei Elche und zwei Gamsböcke zu sehen.

Die 4 Zusatzaktivitäten:
1. Eine Gondelfahrt auf einen Gipfel, mit Blick auf Banff für $32. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, da es mir schon etwas teuer vorkam, doch das gute Wetter und die unglaubliche Weite des Ausblicks machten alles wieder wett.
2. Eine Icefield Gletscher Tour, dass heißt man fährt mit einem speziellen Bus auf den Gletscher, um diesen hautnah zu erleben. Ich persönlich hab diese Tour nicht gemacht, da ich sie als sinnlos betrachtet habe. Mein Eindruck bestätigte sich, da man tatsächlich nur ein paar Höhenmeter auf den Gletscher fuhr, um dann etwas umherzulaufen und Gletscherwasser zu trinken. Für die brasilianischen Mitreisenden, die noch nie Schnee gesehen haben, war es jedoch gleich so aufregend, dass sie den Schnee in ihre Jackentaschen steckten, um ihn mit nach Hause zunehmen.
3. Bear Watching hat sich für mich leider auch nicht wirklich bezahlt gemacht, da wir leider keinen Bären gesehen haben. Dafür kann man natürlich niemanden die Schuld geben, aber $60 für einen einfachen Bootsausflug auf einem Fluss ist dann schon schmerzlich. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass im Oktober die Hauptsaison schon vorüber sei und die Bären sich allmählich auf den Winterschlaf vorbereiten.
4. Kajak fahren auf dem Lake Louis kann ich euch nur wärmstens empfehlen, da es wirklich Spaß macht auf dem türkisen Wasser umher zu paddeln. Kostenpunkt sind $32 pro Boot und man kann maximal zu Dritt darin fahren.

Das Wetter/Ausstattung: Trotz strahlend blauem Himmel und Sonne pur war es oftmals frisch. Man darf nicht vergessen, dass man sich ab und an auf Gletscherhöhe befindet und dort das ganze Jahr über Schnee liegt. In den Nächten hatten wir immer Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes und besonders am Morgen konnte man warme und wetterfeste Kleidung gut gebrauchen. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, aber nicht essentiell.

Die Mitreisenden: Da es ein langes Wochenende war und Canada Tour fleißig Werbung an den Universitäten betrieben hat, waren in unserem Bus ausschließlich Studenten aus Victoria, Vancouver und Nanaimo. Die Deutschen waren, wie so oft, etwas in der Überzahl, knapp gefolgt von den Brasilianern. Dennoch war es eine sehr vielfältige Mischung, aus allen Herrenländern. Auch die Busfahrt an sich war sehr angenehm, da nicht versucht wurde, mit aller Gewalt, gute Laune zu verbreiten.
Poyto Lake_Matthias_H
Resümee: Schlussendlich war es ein wirklich phänomenales Wochenende, mit großartigen Erinnerungen und wahnsinnigen Fotos für die Ewigkeit. Zwar war es auch sehr anstrengend, da man mindestens 12 Std. unterwegs war und selten länger als 5 Stunden schlief. Man sollte sich auch darauf einstellen, dass es eine Busreise ist und kein Wanderausflug. Für jeden der gerne in den Bergen ist und die Natur liebt, der sollte sich vor dem Unistart unbedingt ein paar Wochen Zeit nehmen und sich die Rockies in Ruhe anschauen.

Leben im Studentenwohnheim: Erfahrungsbericht von Johannes K. – Auslandssemester Kanada

Wo wohne ich und wie soll ich mich dafür bewerben? Das ist immer wieder eine wichtige Frage für ein Auslandssemester. Ich wollte auf alle Fälle auf Nummer sicher gehen und hab mich somit gleich für das Studentenwohnheim beworben. Die Bewerbung allein kostet jedoch Geld und bedeutet nicht, dass ihr automatisch einen Platzt bekommt. Es macht vor allem Sinn sich frühzeitig zu bewerben, da es eure Chancen erhöht.

VIU_Residences_Johannes_KDann beginnt die lange Wartezeit! Bekomme ich einen Platz? Soll ich mich schon anders umschauen? Diese Frage beschäftigte mich immer wieder während ich eine Antwort herbeisehnte. Endlich, im Juni kam die Nachricht vom Western Housing, dass ich einen Platz im Wohnheim bekommen habe und sogar noch in den Apartments, die ich bevorzugt habe! Also hatte ich dann eine Sorge weniger und so konnte ich Ende August einziehen.
Der erste Eindruck von der Wohnung sollte mich nicht täuschen und ich war einfach nur zufrieden. Kurz darauf lernte ich meine drei Mitbewohner kennen, mit denen ich also die nächsten Monate leben werde. Mit ihnen teile ich Wohnzimmer, Küche und jeweils mit einem von ihnen ein Bad. Sofort stimmte die Chemie in unserer WG und wir unternahmen viel gemeinsam, wie zum Beispiel Sport und Kurztrips nach Victoria, in die Rockys und Tofino! VIU_Residences_inside_Johannes_K

Jedoch muss man auch Glück haben mit seinen Mitbewohnern und man sollte auch selber für ein WG-Leben geeignet sein. Seid ihr also lieber für euch und braucht eure Ruhe, ist ein Zimmer in einem anderen Gebäude vielleicht besser. Abends spielte sich das Leben bei uns in der Küche und im Wohnzimmer ab. Wir saßen einfach zusammen, unterhielten uns über die Vorlesungen und somit kam ein Gefühl von zu Hause auf!
VIU_Court_Johannes_KDer Vorteil von Student Housing, im Gegensatz zu Off-Campus ist, dass man sehr schnell Kontakte knüpft und schnell Freundschaften schließt. Es kann euch eigentlich nicht passieren, dass ihr gelangweilt seid. Am Abend könnt ihr euch eure Zeit mit Sport vertreiben: am Beachvolleyballfeld, Basketballfeld oder im Gym auf dem Campus. Dieser ist direkt neben an und einfach zu Fuß zu erreichen. Das Stundent Housing bietet auch immer wieder Free Food und Aktionen an, bei denen man neue Leute kennenlernen kann.

Ich kann euch das Studentenwohnheim und das Leben in den Appartements nur empfehlen, da ich eine tolle Zeit hatte und viele coole und interessante Menschen getroffen habe. Auch von den 20er Häusern habe ich nur gutes gehört und verspreche euch ihr werdet eure Entscheidung für das Wohnheim nicht bereuen.

Ankunft in Kanada – Anreise, erste Eindrücke und Orientation Week – Erfahrungsbericht von Miriam G.

Ich bin nun bereits seit 9 Tagen in Kanada und vor exakt einer Woche auf Vancouver Island, genauer gesagt in dem kleinen Städtchen namens Nanaimo angekommen. Um einen kleinen Einblick in die ersten Tage Kanada zu geben, dachte ich, schildere ich einfach mal meine allerersten Eindrücke in einer Art Reisetagebuch.

Am 27. August ging es los mit der Reise zum Frankfurter Flughafen und knapp 12 Stunden später hatte mich Air Transat (kanadische Urlaubsfliegergesellschaft, preislich sehr zu empfehlen, jedoch sehr enge Bestuhlung im Flugzeug) bereits sicher nach Vancouver befördert. Nachdem ich die Immigration  erfolgreich passiert hatte (Achtung, für die Einreise nach Kanada unbedingt Dokumente der Uni mitnehmen und man sollte ein Rückflugticket bzw. Weiterreiseticket vorzeigen, aus welchem hervorgeht, dass man Kanada nach den visumsfreien 6 Monaten wieder verlässt) ging es mit dem Bus weiter in Richtung Downtown Vancouver um die erste Nacht in einem Hostel zu verbringen.

Da es 9 Std. Zeitverschiebung bis Deutschland sind, machte sich bei mir bereits nach kurzer Zeit ein kleiner Jetlag bemerkbar, nach 2 Tagen hatten sich die schlaflosen Nächte aber bereits gelegt und ich war im kanadischen Rhythmus angekommen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Bus in Richtung Horseshoe Bay, dem Ort an dem die Fähren nach Vancouver Island ablegen. Um dorthin zu gelangen sollte man am Besten in den Horseshoe Bay Express Bus einsteigen, dieser ist am schnellsten und man zahlt wie in allen anderen Bussen $ 2.50 oder „Bucks“ wie hier alle zu sagen pflegen. An Horseshoe Bay angekommen, offenbarte sich die Landschaft Kanadas bereits in seiner ganzen Pracht und konnte die  Bilder im Reiseführer bestätigen: schneebedeckte Berge, tiefblaues Meer und die dunkelgrünen, dichten Nadelwälder Kanadas. Allein dieser Anblick steigerte meine Vorfreude auf die kommenden Monate immens- ich konnte es kaum abwarten mehr von diesem Land zu sehen und zu entdecken!

Nach der 1,5 stündigen Fahrt erreichte ich schließlich Vancouver Island, mit dem Bus ging es dann weiter zur VIU und den dortigen gleich angrenzenden Residences, in welchen ich glücklicherweise ein Zimmer ergattern konnte. Mein Zimmer ist dort eines der billigsten mit ca. 450€/Monat in der Morden Hall, leider jedoch im Vergleich zu den anderen Häusern der Residences (Dunsmuir House, Apartments, 20-Bed House) wirklich etwas runtergekommen und die Zimmer dort haben nur etwa eine Größe von 7-8qm!

Für 3-4 Monate geht das natürlich schon, wenn ich jedoch die Chance hätte neu zu wählen, würde ich wohl eher das 20-Bed House oder das Apartment auf den 1. Rang setzen. Die Zimmer in allen Residences sind zwar möbiliert, jedoch ohne jegliche weitere Ausstattung, d.h. Töpfe, Teller, Decke, Kissen usw. , all dies musste ich mir in den nächsten Tagen kaufen. Außerdem ist es so, dass in der Morden Hall und dem Dunsmuir House eher die kanadischen „Erstis“ wohnen, die sind zwar wirklich alle total nett jedoch eben erst um die 18 Jahre alt. In den 20-Bed Houses wohnen dann vor allem Masterstudenten aus Kanada und aus aller Welt.

Am Mittwoch den 29.08. ging es dann für mich als BBA-Studentin los mit dem ersten Orientation Day, und gleich am Tag darauf, am 30.  dann weiter mit der allgemeinen Orientation. Dort hieß es dann Schnitzeljagd über den Campus, Burger essen (das verstehen Kanadier unter BBQ) und Kommilitonen und Instructors kennenlernen. Es war wirklich nett, man lernt den sehr hügeligen Campus kennen von welchem man außerdem eine wunderschönen Ausblick auf das Meer und die angrenzenden Berge und Wälder genießen kann und erfährt nebenher Wissenswertes über die Uni und den dortigen Alltag.

Was man unbedingt einberechnen sollte in die Geldkalkulation fürs Auslandssemester  ist der Bücherkauf. Diese sind hier in Kanada leider nur sehr teuer zu erwerben, denn für jedes Fach welches man belegen möchte, wird ein Buch benötigt. Dieses kann auch gebraucht in der „Student‘s Union“ für „nur“ 50-150$ gekauft werden, doch meist bestehen die Instructor auf die neusten Editions und diese können gerne 150 -250 € kosten. Je nach benötigter Anzahl der Bücher sollten somit 300-500$ für den Bücherkauf eingeplant werden. Die Bücher können jedoch nach dem Semester an die Student‘s Union als “used books“ zum Weiterverkauf wieder verkauft werden.

Leute an der VIU kennenzulernen ist außerdem kein Problem, es wimmelt hier nur so an deutschen und ausländischen Studenten und bereits nach kürzester Zeit hatten wir zusammen einige Pubs erkundet und ein BBQ veranstaltet. Alles in allem wird man hier an der VIU mit offenen Armen empfangen und an Angeboten weitere Studenten kennenzulernen mangelt es wirklich nicht!

Heute Abend geht es in den Pub der University, dort ist wohl Donnerstags für die über 21-Jährigen immer Party angesagt. Ich bin gespannt.

Der Weg nach Nanaimo und die ersten Eindrücke – Erfahrungsbericht von Johannes K. – Auslandssemester Kanada

Das Abenteuer Auslandssemester beginnt! Doch wenn ich ehrlich bin, konnte ich es erst so richtig fassen, als ich am Flughafen in Frankfurt stand und wusste, dass es kein Zurück gibt! Nach all meinen Vorbereitungen wie zum Beispiel der Stundenplan, die Krankenversicherung und die Kursauswahl, freute ich mich auf meine Reise nach Kanada.

Nach einem langen Flug und ein paar Verspätungen kam ich endlich in Vancouver an. Für den Flug kann ich euch nur einen Fensterplatz empfehlen, da es einfach eine Menge schöner Landschaften zu sehen gibt. Speziell Grönland und die Rocky Mountains waren für mich das absolute Highlight. Die Einreise nach Kanada verlief richtig stressfrei und nach einem kurzen Gespräch mit dem Polizeibeamten war ich nun offiziell in Kanada.

Aus dem Flughafen raus, wollte ich sofort nach Nanaimo und stieg somit in den Skytrain Richtung Vancouver City Center. Von dort ging es mit dem Bus 250 oder 257 zum Hafen Horseshoe Bay, in dem die Fähre nach Nanaimo ablegte. Da ich mir zuvor nicht viele Gedanken gemacht habe wie ich nach Nanaimo komme, war ich positiv überrascht wie einfach der Weg war. Im Bus angekommen fiel mir dann zum ersten Mal die offene und freundliche Art der Kanadier auf. Sofort wurde ich von einer älteren Dame im Bus angesprochen, warum ich so viel Gepäck habe und was ich in Kanada vorhabe. Die Gesprächsrunde wurde schnell größer und auch andere Menschen im Bus interessierten sich für mich. Alle waren sehr begeistert und gaben mir sofort Reise-und Essentipps.

Am Hafen angekommen verkürzte sich meine Wartezeit durch ein sehr lustiges Ereignis. Als ich an nichts dachte und den Hafen bewunderte, wurde ich freundlich von einer Frau angesprochen, die mich bat auf ihren Hund aufzupassen. Nach kurzer Verwunderung hielt ich nun ein Hund an der Leine und wusste eigentlich immer noch nicht so recht wie mir geschah. Da sie einige Zeit weg war, befasste ich mich schon mit dem Gedanken, dass ich jetzt ein neues Haustier habe.

Die Fahrt mit der Fähre war wirklich toll und ich war von dem Ausblick begeistert. Die ganze Fahrt vom Flughafen bis Nanaimo kostete mich rund 23 Dollar. Endlich in Nanaimo angekommen begann die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Da alle Hostels voll waren, kam ich für die ersten Tage im Hotel Howard Johnson unter. Das einzige Problem an diesem ist, dass keine Kochmöglichkeit vorhanden ist. Von der Lage würde ich euch das Hostel Painted Turtle Guesthouse mitten in Down Town empfehlen. Vielleicht ist es besser nicht wie ich darauf zu hoffen, dass man vor Ort auf jeden Fall ein Zimmer bekommt, sondern schon von Deutschland aus eines bucht.

An den ersten Tagen lief ich den Habourfrot Walkway entlang des Hafens, besichtigte Down Town und schaute mir das Uni Gelände an. Die Sportmöglichkeiten und die Studentenwohnheime an der Uni gefielen mir sofort. Als Morgenmuffel war ich vor allem von dem kurzen Fußweg von den Wohnheimen zur Uni begeistert.

Der Hafen, mit seinen vielen Fischerboten und Wasserflugzeugen, war für mich jedoch an den ersten Tagen das schönste an Nanaimo. Falls Ihr keine Lust zu Kochen habt findet Ihr in Down Town für jeden Geschmack etwas. In Kanada ist es wichtig Trinkgeld zu geben, da die Menschen einen großen Teil ihres Lohns damit verdienen. Zum Schluss meines ersten Berichts kann ich nur sagen, dass meine ersten Tage und Eindrücke durchweg positiv waren und mich die freundliche und hilfsbereite Art der Kanadier beeindruckte.

Auslandssemester an der VIU – Ein Rückblick – Erfahrungsbericht von Julia B.

Einen Rückblick über mein Auslandssemester zu schreiben – das macht mich traurig, weil es mir zeigt, dass meine Zeit hier zu Ende geht.

Aber zurück zum Anfang. Apropos anfangen: Es ist besonders wichtig, rechtzeitig zu planen, damit man alle geforderten Dokumente beschaffen kann und vor allem um die Fristen auch wirklich einzuhalten. Wenn ihr euch also für ein Auslandssemester an der VIU entscheidet, rate ich euch, gut 9 Monate im Voraus zu planen. ISO Germany hilft euch dabei mit allem weiter, gibt Tipps und lässt euch rechtzeitig wissen, was ihr wann wohin schicken müsst. Das war für mich eine große Hilfe bei der Organisation und dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Wenn ihr dann erst einmal den Letter of Acceptance in der Hand haltet, kann die Vorfreude beginnen.

Am besten bucht ihr möglichst bald euren Flug, denn so wird es billiger. Es ist auch gut, beim Abflug- und Rückflugdatum flexibel zu sein. Wäre ich einen Tag früher oder später geflogen, hätte ich 400 € mehr gezahlt. Es lohnt sich also, zu vergleichen. Ich habe mal eine kleine Liste zusammengestellt mit Dingen, die man zumindest für das Herbstsemester mitbringen bzw. organisieren sollte:

Dokumente: den Reisepass; mindestens zwei englische Kopien eurer Auslandskrankenversicherung; den Letter of Acceptance (für die Einreise); euren deutschen Führerschein und, falls vorhanden, den internationalen Führerschein; und für den Fall der Fälle eine Kopie eures Rückflugtickets;

Kleidung: bequeme Schuhe, in denen ihr gut laufen könnt; eine Jacke, die gegen Wind und Regen schützt; ansonsten nicht zu viel, da man in Kanada wunderbar einkaufen kann :)

Finanzielles: Kümmert euch rechtzeitig um eine Kreditkarte, da man hier für viele Dinge einfach eine braucht; fragt eure Bank nach den Auslandskonditionen – durch mein Konto bei der Deutschen Bank konnte ich immer kostenlos bei der Scotiabank Geld abheben; haltet ein paar kanadische Dollar Bargeld bereit, das kann nie schaden;

Eine gute Kamera – die Natur hier ist so wunderschön, dass ihr bestimmt eine ganze Menge Bilder machen werdet, ich spreche da aus Erfahrung 😉

Ich kann nur empfehlen, ein paar Tage vor Semesterbeginn  zu kommen, damit ihr ein bisschen Zeit habt, Nanaimo und den Campus zu erkunden.

Für die Wohnungssuche gibt es im Groben zwei Möglichkeiten: entweder bewerbt ihr euch für die Studentenwohnheime auf dem Campus, die eigentlich nur positiv angekommen sind, oder ihr sucht euch selbst ein Apartment oder eine WG. Ich habe mich für letzteres entschieden. Craigslist (http://nanaimo.craigslist.ca/) war hierfür meine erste Adresse, aber auch bei Kijiji (http://nanaimo.kijiji.ca/) findet ihr viele Angebote. Wie ich schon in einem anderen Bericht geschrieben habe,  habe ich schon sehr frühzeitig Anfragen versendet und auch viele Antworten bekommen. Dank Facebook und Skype konnte ich auch meine Vermieterin auch schon kennenlernen und so hat sie mich dann sogar von der Fähre abgeholt. Falls ihr erst vor Ort suchen wollt, könnt ihr euch auch an die VIU wenden, die Anzeigen für Off-Campus-Housing bereit halten. Achtet auf eine gute Busanbindung zur VIU oder zieht gleich in die Nähe zur VIU.

Eine wichtige Frage, die ich mir gestellt habe, war, ob es sich lohnt, eine kanadische Handy-Sim-Karte zu kaufen oder nicht. Man muss darauf achten, dass man in Kanada sowohl ausgehende, als auch eingehende Anrufe und Nachrichten bezahlen muss, im Gegensatz zu Deutschland. Bei Fido habe ich ein gutes Angebot für 30$ im Monat bekommen und hatte dafür kostenlose eingehende Anrufe und Nachrichten, 200 Freiminuten, kostenlose ausgehende Anrufe abends und an den Wochenende und kostenlose internationale Sms, also auch nach Deutschland. Im Allgemeinen glaube ich aber, dass man dank Facebook und Skype auch problemlos mit dem deutschen Handy klarkommt.

Abschließend kann ich eigentlich nur sagen: Genießt die Zeit und unternehmt so viel wie möglich. Ihr lernt hier nicht nur die Sprache, sondern vor allem trefft ihr viele neue Freunde und seht wunderschöne Orte. Es war eine absolut tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Und ich kann jetzt schon sagen, dass ich definitiv zurückkommen werde, auch wenn es eventuell nur für ein paar Wochen Urlaub ist.

Ich wünsche euch viel Spaß hier in Kanada :)

Die letzten Tage – Erfahrungsbericht von Florian S. – Auslandssemester Kanada

Nach nun fast fünf Monaten in Kanada neigt sich das Semester an der VIU so langsam dem Ende zu. Neben den nun anstehenden Finals (Klausuren), die für mich in zwei Fächern anstehen, kommt nun langsam auch die Vorfreude auf zu Hause bzw. auf die USA-Reise, die nach dem Semester noch ansteht auf. Allerdings kommt bei mir auch eine große Portion Wehmut hinzu, da ich sowohl das Leben an der VIU, aber vor allem die neuen Freunde, die ich in der Zeit in Kanada gefunden habe vermissen werde.

Die unterschiedlichen positiven als auch negativen Erfahrungen (wobei diese eine absolute Ausnahme waren) mit verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Ländern waren für mich das positivste an meiner Zeit an der VIU. Man hatte die Gelegenheit sowohl außerhalb als auch im Rahmen von Kursen Menschen aus Kanada, China und Indien kennen zu lernen. Die Erfahrungen, die ich im zwischenmenschlichen Bereich gesammelt habe, werden mir mit großer Wahrscheinlichkeit einmal sehr nützlich sein und sind daher auch das mit Abstand positivste an meiner Zeit an der VIU. In diesem Semester war ich, wie ich bereits in den Erfahrungsberichten vorher erwähnt habe, nur einer unter vielen deutschen Studenten in Nanaimo, daher ist die Gefahr relativ groß, dass man hauptsächlich mit anderen deutschen Studenten in Kontakt kommt. Es ist schwer innerhalb eines Kurses, wenn man in diesem keine Gruppenarbeiten hat in Kontakt mit anderen Studenten (d.h. nicht nur deutschen Studenten) zu kommen, daher kann ich nur jedem empfehlen sich auch außerhalb der Vorlesungen am Leben an der VIU zu beteiligen. Ob es nun ein regelmäßiger Gym Besuch, die Teilnahme an den Mannschaftssportveranstaltungen der VIU oder ein Besuch eines der vielen VIU Mariners Spiele (Basketball, Soccer und Volleyball) ist. Im Rahmen dieser Veranstaltungen trefft ihr auf viele Leute, die ihr teilweise vielleicht schon in einem eurer Kurse gesehen habt. Meiner Erfahrung nach fällt es Kanadiern außerhalb der Kurse einfacher auf andere Personen zuzugehen und man kommt besser ins Gespräch. Auch ein (wöchentlicher) Besuch des Student-Pubs am Donnerstagabend ist nur zu empfehlen, da ein paar Bier bei vielen deutschen als auch kanadischen Studenten die Kontaktfreudigkeit erhöhen können.

In meiner Zeit an der VIU habe ich im Studentenwohnheim gewohnt, was sowohl preislich als auch vom Fun-Faktor her wohl die beste Möglichkeit ist ein Auslandssemester zu verbringen. Die Appartements sind für ein Studentenwohnheim sehr gut eingerichtet und reichen, wenn man keine wahnsinnig großen Ansprüche hat, absolut aus. Allerdings werden die Appartements ohne Ausstattung zur Verfügung gestellt, d.h. Im Appartement befinden sich bei Einzug keine Töpfe, Pfannen oder Besteck etc. Aber dank Wal Mart und eventuell freundlicher Mitbewohner ist dies kein zu großes und auch kein zu teures Problem. Wenn ihr Lust habt am Wochenende (das spätestens am Donnerstag beginnt) zu feiern, seid ihr hier auch genau richtig, da sich immer Leute finden, die Lust haben feiern zu gehen. In den Residences zu wohnen war echt eine super Erfahrung und hat es mir deutlich erleichtert mit anderen Studenten in Kontakt zu kommen.

Was das Studium angeht, habe ich während meiner Zeit an der VIU zwei VWL (ECON) Kurse und zwei Finance (FNCE) Kurse belegt. Wenn ich davon einen Kurs empfehlen soll, würde ich mich für International Finance bei Daniel S. entscheiden (FNCE 423). Der Kurs ist in der ersten Hälfte des Semesters zwar sehr arbeitsaufwändig und auch nicht immer einfach, der Dozent ist aber neben seiner Kompetenz auch ein (und es gibt dafür wirklich kein besseres Wort) cooler Typ und bringt einem den Inhalt des Kurses sehr gut näher. Ein weiterer Vorteil des Kurses ist, dass es in FNCE 423 kein Final gibt.

Mein abschließendes Fazit über meiner Studienzeit an der VIU fällt absolut positiv aus. Neben der schönen Umgebung, den Bergen und dem Ozean in Sichtweite, wenn man morgens aus der Tür geht, was mir natürlich auch fehlen wird, sind es aber vor allem die Freunde, die ich an der VIU gewonnen habe, die mir fehlen werden. Es befinden sich darunter zwar auch einige deutsche Studenten, mit denen man dann doch eher in Kontakt bleiben kann bzw. mit denen es auch nicht schwer ist ein Treffen zu organisieren, allerdings fällt der Abschied von den Kanadiern bzw. anderen international Students hier nicht leicht. Wenn mich jemand fragen würde, was mir von meiner Zeit an der VIU im Gedächtnis bleibt, dann ist das natürlich, wie oben erwähnt, die schöne Natur, das Surfen in Tofino und das Canucks Spiel, aber vor allem sind es die Menschen, die ich in der Zeit kennengelernt habe und die lustigen Erlebnisse, die ich mit ihnen hatte. Was ich beispielsweise nie vergessen werde, ist der Anblick des mit Abstand unordentlichsten Zimmers, das ich jemals in meinem Leben gesehen habe, das ein kanadischer Freund in der VIU Residence bewohnt hat. Ein Foto dieses Zimmers existiert zwar, würde aber wahrscheinlich einige Leute zu sehr abschrecken und wird deshalb hier nicht veröffentlicht.

Ich kann nur jedem der ein Auslandssemester an der VIU absolvieren möchte raten, sich möglichst früh (am besten mit der Bewerbung an der VIU) für ein Zimmer im Wohnheim zu bewerben, da ihr durch diese wirklich ideale Wohnsituation eure Zeit in Nanaimo optimal nutzen könnt!

 

Harbour City Nanaimo & Vancouver Island University – Erfahrungsbericht von Anika M. – Auslandssemester Kanada

Zusage der VIU bekommen, Flug gebucht – doch wie ging es weiter? Als nächstes stand die Wohnungssuche in Nanaimo auf meiner „Abenteuer Kanada – To do Liste“. Gemeinsam mit meinem Mitkommilitonen, der sein Auslandssemester ebenfalls an der VIU verbrachte, habe ich mich für eine WG entschieden. Bei der Suche nach einer geeigneten WG sind verschiedene Internetseiten sehr hilfreich. Sehr bekannt ist Craiglist.com. Annähernd stündlich werden dort neue Wohnungsangebote hochgeladen, auf welche man sich dann per E-mail bewerben kann. Hört sich sehr einfach an – ist es eigentlich auch. Trotzdem hat sich die Nutzung von Craiglist.com aus Deutschland aus etwas schwieriger gestaltet als gedacht. Auf keine meiner Wohnungsanfragen per Email habe ich eine Antwort bekommen. Sehr verwunderlich.  Daraufhin habe ich mich natürlich informiert, woran das liegen könnte und erfahren, dass es ist nicht das erste Mal sei, dass die E-Mails aus Deutschland nicht ankommen. Viele Unterkunft Nanaimo - Auslandssemester KanadaStudenten begeben sich auch erst vor Ort auf Wohnungssuche – hierfür ist Craiglist.com sicherlich eine sehr gute Möglichkeit. Bei so vielen Wohnungsangeboten ist bestimmt für jeden etwas dabei. Weiterhin habe ich Usednanaimo.com für die Wohnungssuche benutzt. Dort sind meine Emails auch angekommen. :-) Schließlich habe ich meine Wohnung aber weder über Craiglist.com noch über Usednanaimo.com gefunden. Ich bin dank der „Vancouver Island University Off Campus Housing List“ auf meine WG gestoßen. Dort habe ich eine Anzeige aufgegeben und ein paar Tage später stand ich schon in E-Mail Kontakt mit den Vermietern. In Nanaimo angekommen haben wir uns die Wohnung angeschaut und auch schon gleich den Mietvertrag unterschrieben. Hat also alles super geklappt. In meiner WG habe ich mit zwei Kanadiern und zwei weiteren deutschen zusammen gewohnt und das Zusammenleben hat mir sehr gut gefallen. Auch die Wohnlage war perfekt – nahe Downtown. Da das Bussystem in Nanaimo nicht unbedingt das Beste ist, kann ich nur empfehlen eine WG in der Nähe der Uni und Downtown zu suchen – ich habe direkt dazwischen gewohnt und somit keine weiten Wege gehabt.
Harbor - Auslandssemester KanadaInsgesamt hat mir die „Harbour City Nanaimo“ wirklich sehr gut gefallen. Ein kleines Städtchen mit ca. 90.000 Einwohnern. Die vielen kleinen Holzhäuser mit Gärten verleihen Nanaimo einen sehr ländlichen Charakter. Genau das hat Nanaimo für mich so einzigartig gemacht – man ist zwar in einer Stadt aber fühlt sich trotzdem wie in einem Dorf. Der Hafen ist auch sehr toll und lädt zu schönen langen Spaziergängen ein. Dort kann man einfach mal abschalten und den Moment genießen. Da die VIU auch zahlreiche Ausflüge auf Vancouver Island anbietet, habe ich auch einiges von der Insel sehen können. Natürlich sind die Landschaft und die Natur auf Vancouver Island einfach traumhaft schön. Victoria und Tofino sind sehr schöne Orte, die man sich nicht entgehen lassen sollte. In der Mitte der Insel erstrecken sich die Berge – einfach alles perfekt :-)
Die VIU hat eine wunderschöne Lage direkt an einem Hang. Dadurch hat man einen tollen Ausblick über Nanaimo, über das Meer bis hin zu den Bergen auf dem Festland. Den Blick werde ich wirklich sehr vermissen. Kleiner Tipp: Aus dem 4. Stock der Library ist der Blick am besten – die Treppenstufen lohnen sich wirklich. :-)
Während meinem Auslandsemester habe ich vier verschiedene Kurse im Bereich Marketing und Management belegt: Onlinemarketing, E-Management, Retail & Wholesale und International Marketing. Alle vier Kurse waren gut, aber am meisten hat mir Online Marketing gefallen und auch gebracht. Dieser war zwar auch der Vancouver Island University - Auslandssemester Kanadaanspruchsvollste, aber dort habe ich auch am meisten Neues mit nach Hause nehmen können. Der Arbeitsaufwand war in allen vier Kursen sehr ähnlich und insgesamt sehr hoch. Das kanadische Uni-System ist eben doch etwas anders als das deutsche. Hausarbeiten, Gruppenarbeiten, Midterms, Quiz und Final Exams erstrecken sich über das komplette Semester. Ich habe versucht meine Unisachen immer unter der Woche zu erledigen, sodass am Wochenende genug Zeit für das Rumreisen übrig blieb. Das hat auch meistens so geklappt aber gerade am Ende war es kaum noch möglich und die Library wurde zu meinem zweiten Zuhause.
Abschließend hat mir mein Auslandssemester in Nanaimo wirklich sehr sehr gut gefallen und ich bereue meine Entscheidung an die VIU gegangen zu sein nicht – alles genau richtig gemacht. Es war eine tolle Zeit mit vielen neuen unvergesslichen Eindrücken und Erfahrungen. Kanada ist ein traumhaft schönes Land und es gibt einfach so viel zu entdecken – da reicht selbst ein Auslandssemester zeitlich nicht aus. Ich kann es jedem nur empfehlen nach Kanada zu gehen – Land und Menschen begeistert jeden!

Welcome to Nanaimo – Erfahrungsbericht von Florian S. – Auslandssemester Kanada

Nach einem sehr schönen 15minütigen Flug erreichten wir um 9 Uhr morgens Nanaimo. Um uns mit unserem Gepäck unnötigen Stress mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu sparen, entschieden wir uns mit dem Taxi an die VIU zu fahren. Die Fahrt war kurz und mit einem Preis von 10 $ ab Nanaimo Downtown auch finanziell zu verkraften. An der VIU angekommen konnten wir nach einer kurzen Einweisung und einer ausführlichen Erklärung der unterschiedlichen Schlüssel (5!!!) und deren Funktionen unser Apartment beziehen. Unser Apartment befindet sich im Gebäude 10 der Student Residences und ist ein 4er Appartement, in dem ich mit meiner Freundin und zwei Kanadiern zusammenlebe.

Die Wohnung ist im Vergleich zu den Studentenwohnheimen in Deutschland eine absolut positive Überraschung. Küche, Wohnraum und Zimmer sind großzügig und auch mit Annehmlichkeiten wie einer Spülmaschine ausgestattet. Allerdings werden die Apartments nicht ausgestattet vermietet, d.h. alltägliche Dinge wie Teller, Töpfe und Besteck sind noch nicht in den Apartments wenn man einzieht. Glücklicherweise haben wir eine kanadische Mitbewohnerin, die an der VIU einen Nebenjob hat und uns so schon am ersten Tag ein paar Dinge wie Teller und Pfannen vorbeigebracht hat. Allerdings war es trotzdem nötig an unserem ersten Tag in Nanaimo zu Wall Mart zu fahren und uns dort mit den Grunddingen des Lebens auszustatten. Dafür ist Wall Mart wirklich der perfekte Ort. Dort bekommt man alles von Lebensmitteln bis zu Hygieneartikeln und Badehandtüchern zu einem günstigen Preis. Zu Wall Mart, welcher im Woodgrove Center ist, kommt man unter der Woche am Besten mit der Linie 15, welche direkt von der Uni abfährt und am Wochenende mit der Linie 44 nach Downtown und dort steigt man in die Linie 1 ein.

Falls ihr euch entscheidet während eurer Zeit an der VIU im Studentenwohnheim (Student Housing)  wohnen zu wollen, ist es besonders wichtig, dass ihr euch möglichst früh am besten mit der Bewerbung um einen Studienplatz im Wohnheim bewerbt. Die Student Residences sind zwar relativ groß, allerdings sind die Plätze sehr begehrt und die Wartelisten sehr lang.

Drei Tage nach dem Einzug gab es dann von der VIU ein Begrüßungs-BBQ für die ausländischen Studenten. Dort haben wir dann zu unserer großen Überraschung erst einmal festgestellt, dass die ausländischen Studenten größtenteils aus Deutschland und Asien kommen. Das BBQ war aber wirklich eine gute Gelegenheit um beim Essen und dem außerdem veranstalteten Volleyballspiel andere ausländische Studenten kennenzulernen. Außerdem war ein kostenloses warmes Essen natürlich auch nicht schlecht, besonders bei den Lebensmittelnpreisen in Kanada.

Nachdem in den ersten Tagen nur die international Students in den Residences wohnten und es daher auch relativ ruhig war, konnten wir an dem Wochenende, an dem die Kanadier ihre Apartments bezogen haben einen Eindruck davon gewinnen, warum die Plätze hier so begehrt sind. In den ersten zwei Tagen wurde der Einzug eigentlich rund um die Uhr gefeiert. Es war von daher auch recht einfach mit einigen Kanadiern ins Gespräch zu kommen und so auch schnell Anschluss zu finden. Ich kann es also bis jetzt nur empfehlen sich für das Studentenwohnheim zu entscheiden.

Als nächstes stehen jetzt die Einführungsveranstaltungen für die ausländischen Studenten an, in denen wir über den Studienablauf und die verschiedenen Freizeitveranstaltungen die von der VIU angeboten werden, informiert werden. Genauere Infos über die ersten Tage an der VIU und das Studentenleben in Nanaimo folgen dann in Kürze.

Mehr Informationen zum Studium in Kanada an der Vancouver Island University:

Auslandssemester Kanada / Studium Kanada:

Welcome to Vancouver – VIU Erfahrungsbericht von Florian S. – Auslandssemester Kanada

Am 17. August startete ich gemeinsam mit meiner Freundin in das Abenteuer Auslandssemester in Kanada. Nach einem mehr oder weniger angenehmen 10 Stunden Flug, der mit dem einzigen nicht funktionierenden TV im ganzen Flugzeug und einigem Babygeschrei verbunden war, landeten wir in Vancouver.

Dort galt es gleich die erste Hürde in einer neuen Umgebung zu nehmen. Die Immigration.  Bereits im Flugzeug musste man, ähnlich wie bei Flügen in die USA, angeben wie lange und zu welchem Zweck man sich in Kanada aufhält. In diesem Formular kreuzten wir wahrheitsgemäß „study“ an, was leider zur Folge hatte, dass wir uns einer Sonderbefragung durch einen kanadischen Polizisten unterziehen mussten. Dabei stellten wir dann fest, dass nicht jeder dieser Beamten weiß, dass man als Student, der sich für weniger als 6 Monate in Kanada aufhält kein Visum braucht. Von daher kann ich nur jedem raten die Beamten dort auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, da man so der ausführlichen Befragung entgehen kann. Glücklicherweise war aber eine Kollegin dieses Beamten im Nebenzimmer, welcher dieser Umstand bekannt war. So konnten wir nach ca. 1,5 Stunden endlich den Flughafen verlassen und nach Vancouver Downtown aufzubrechen.

Schon während der Taxifahrt nach Vancouver Downtown erhielten wir einen ersten Eindruck von der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Kanadier. Auch wenn sie uns in diesem Fall von einem aus Indien stammenden Taxifahrer entgegengebracht wurde. Dieser erklärte uns ganz genau worauf man hier achten muss, welche Ecken der Stadt schön bzw. interessant sind und auch welche Stadtgebiete man meiden sollte.

Für die ersten neun Tage unseres Aufenthalts in Kanada entschieden wir uns in Vancouver zu bleiben und sowohl die Stadt als auch die Umgebung zu erkunden. Deshalb bezogen wir einen private room im HI Hostel in Vancouver Downtown. Dieser kostete pro Person ca. 40 $ inklusive Frühstück pro Nacht. Natürlich ist es auch möglich, wie in allen Hostels, sich ein Vierbettzimmer mit anderen zu teilen was dann ca. 30 $ pro Nacht inklusive Frühstück gekostet hätte. Das HI Downtown ist wirklich zu empfehlen, nicht nur wenn man sich wie wir es getan haben, dazu entschließt ein paar Tage vor Beginn des Studiums in Vancouver zu verbringen. Auch während der Studienzeit ist dies eine günstige Übernachtungsmöglichkeit, um beispielsweise übers Wochenende nach Vancouver zu fahren, da die Hostelpreise im Zeitraum September bis Dezember deutlich günstiger sind als im August.

Die ersten Tage im Hostel bzw. in Vancouver waren wirklich sehr spannend. Das Beste am wohnen in einem Hostel im Vergleich zu einem Hotelaufenthalt ist, dass man dort sehr schnell neue Bekanntschaften macht. So trafen wir bereits am 2. Tag eine deutsche Studentin, die genau wie wir ein Semester an der VIU absolviert und sich vorher Vancouver anschauen wollte. Auch die Freizeitaktivitäten, die dort angeboten werden sind sowohl preislich als auch vom Erlebnisfaktor her nur zu empfehlen. So meldeten wir uns beispielsweise am 4. Tag für die so genannte Eric-Tour an. Dabei wurden wir von einem sehr sympathischen Kanadier durch die Stadt und durch die an Vancouver angrenzende Landschaft geführt um dann schließlich an der Capilano Suspension Bridge unsere Schwindelfreiheit zu testen.

Nach neun sehr aufregenden Tagen machten wir uns dann am 26. August auf den Weg nach Nainamo. Dabei entschieden wir uns bei dem sehr guten Wetter nicht mit einer der BC Ferries zu fahren, sondern nahmen das Wasserflugzeug. Dieser Flug war wirklich ein absolutes Highlight. Ein weiterer Vorteil des Fluges war, dass wir unsere Koffer mitbringen konnten und uns so einige mühsame Stunden Kofferschleppen durch Busse und die Fähre erspart blieben. Nach einigem vergleichen von verschiedenen Anbietern entschieden wir uns mit der günstigsten Airline (Tofino Air) zu fliegen. Der Flug kostete 77 $ und war somit um 20 $ billiger als das günstigste Angebot der anderen Anbieter. Nach der Landung nahmen wir uns für nur 12 $ ein Taxi und kamen nach einer kurzen Fahrt an der VIU an. Mit unserem Einzug in das Studentenwohnheim kamen wir endlich an und begriffen langsam dass wir hier für die nächsten vier Monate leben und studieren werden. Nun kann das Semester kommen!

Mehr Informationen zum Studium in Kanada an der Vancouver Island University:

Auslandssemester Kanada / Studium Kanada: